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Dieser Beitrag ist vor 11 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Durchsetzung von Mitarbeiter-Aufstockung - welche Möglichkeiten hat der BR?

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JuliaINXN
Jan 2018 bearbeitet

Hallo zusammen, wir sind Rechenzentrumsbetreiber. Jährlich wachst unser Unternehmen durch Neubauten, jedoch vergrößern sich die operativen Teams, die für die Installation und Kundenaufbauten zuständig sind, nicht im gleichen Verhältnis. Im sogenannten "Business Case" wären zwar jedes Mal weitere Mitarbeiter angefordert, angeblich würde das HQ diese aber ablehnen mit der Begründung, wir hätten genug Mitarbeiter. Die entsprechende Projektabteilung des operativen Bereiches ist dermaßen überlastet und kommt ohne Überstunden überhaupt nicht mehr zu Potte, sodass zu befürchten ist, dass die Kollegen bald reihenweise an Burnout erkranken. Erschwerend kommt hinzu, dass das Team aktuell ohne Führungskraft ist, der Teamleader ist weg und der nächsthöhere Vorgesetzte dauererkrankt. Der Betriebsrat hat nunmehr mehrfach die Geschäftsleitung gebeten, diesem Zustand ein Ende zu bereiten und für Entlastung zu sorgen. Auch haben wir um weiteres Personal gebeten. Jedoch bis heute ohne Erfolg. Daher benötige ich mal eure Unterstützung in der Form, dass ihr mir vielleicht Tipps und Ratschläge geben könnt, wie und mit welchen Mitteln wir die Vergrößerung des Teams durchsetzen können. Wichtig ist, dass nicht unsere Geschäftsleitung das Problem darstellt, sondern das übergeordnete Headquarter (Niederlande). Als deutscher BR hat man denen gegenüber ja keine Handlungsmacht, aber vielleicht gibt es ja doch Mittel und Wege, endlich für Entlastung zu sorgen. Ich freue mich auf euer Feedback.

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Community-Antworten (3)

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gironimo

22.04.2015 um 11:43 Uhr

In erster Linie solltet Ihr das Thema mit dem AG diskutieren und Abhilfe fordern (darum gebeten ist etwas zu schwach - man muss schon konkret fordern). Da hilft die Vorgehensweise nach § 92a BetrVG. Das setzt aber voraus, dass Ihr Euch selbst gründlich in das Thema eingearbeitet habt. Zahlen, Fakten, Argumente, Gegenargumente ......

Zudem solltet Ihr dem AG klar machen, dass Ihr - wenn er nicht gegensteuert - Mehrarbeit nicht mehr zustimmen werdet. (Werdet Ihr überhaupt gefragt????). Reagiert der AG nicht, müsst Ihr Euch an dieser Stelle durchsetzen.

Außerdem solltet Ihr massive Öffentlichkeitsarbeit betreiben (ein namhaftes IT-Unternehmen mit I.. hat vor vielen Jahren schon ein Konzept zu Öffentlichkeitsarbeit mit den Themen Stress, Belastung, usw. entwickelt.

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Fragenmann

22.04.2015 um 14:43 Uhr

Die Überstunden müsst ihr aber genehmigen oder habt ihr eine BV darüber abgeschlossen?

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JuliaINXN

22.04.2015 um 15:29 Uhr

Wir haben eine BV zur Regelung der Arbeitszeiten, diese sind flexibel aber mit einer Ampelregelung versehen. Demnach darf der Mitarbeiter bis zu 10 Stunden am Tag, aber im wochendurchschnitt nur 40 Stunden arbeiten. Der BR wird bei mehr als 30 Überstunden auf dem Gleitzeitkonto informiert, bei mehr als 60 muss der BR und GL handeln. Wir haben bereits weiterer Mehrarbeit widersprochen, sodass die Kollegen nunmehr Stunden abbauen, was aber dem Rest des Teams nicht hilft, weil die Arbeit dann umverlagert wird. Es ist ein Teufelskreis... Zum Thema Zahlen und Fakten vorlegen, stimme ich absolut überein und habe das Team nunmehr auch nochmals aufgefordert, dem BR diese zur Verfügung zu stellen, da wir sonst keine Handlungsmittel haben. Ich werde mir mal die Kommentierung zu § 92a BetrVG durchlesen, da ich verstehen möchte, warum diese Vorgehensweise für uns hilfreich ist. Würde dies bedeuten, dass wir - BR - dem Arbeitgeber einen Vorschlag machen, wie er die Abteilung umzustrukturieren hat?

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