Arbeitsaufwand eines Betriebsrates
Hallo,
ich hätte gerne von Euch mal gewusst, wie hoch Euer Zeitaufwand im Betrieb für die BR-Arbeit ist.
Zur Erklärung, ich bin Teilzeitangestellte und mir wird neuerdings vorgeworfen, dass ich zuviel Zeit für mein Ehrenamt als BR Vorsitzende vergeude.
Wir sind knapp über 100 Mitarbeiter, also 7 BR.
Da sich kein Schriftführer zur Verfügung gestellt hat, schreibe ich meine Sachen selber.
Ich kenne die Rechtslage, hätte jedoch einfach mal einen Stunden Vergleich gewusst.
Euch vielen Dank
Community-Antworten (19)
18.11.2014 um 15:15 Uhr
Pro Woche 2 Stunden + 2 Stunden Monatsgespräch / Monat.
18.11.2014 um 15:34 Uhr
Pro Woche 2 Stunden??
Also realistischer sind pro Tag 2 Stunden und dies ist aber schon das Minimum aus meiner Sicht.
Wir sind knapp 180 MA und ca. 50% meiner AZ gehen bestimmt an BR Arbeit drauf.
Je nach dem was so ansteht kann es auch gerne mal mehr sein oder weniger..
Kleiner Tipp:
Nimm dir Zeit und lass dir nichts einreden du brauchst zu lange, es dauert so lange wie es eben dauert. Auf die Schiene kommt der AG anfangs gerne, da er ja will das du so wenig wie möglich machst.
Teilzeit und BRV:
Da geht eigentlich deine komplette Zeit drauf wenn du deine Aufgaben richtig machst.
Gruß
18.11.2014 um 15:34 Uhr
Hallo betonchris,
da du BR Vorsitzende und Protokollführer in Persolaunion bist has du schon perse mehr zu tun als ein BR Mitglied. Ich denke es ist nicht so einfach zu sagen, sounsoviel Stunden pro Tag/Woche/Monat.
Wenn du das Ehrenamt gewissenhaft betreibst, solltest du dir die Zeit nehmen die Du für deine BR Arbeit brauchst. Du stellst dich selbst von deiner normalenarbeit frei, solange du für die Erfüllung deiner BR/Schriftführeraufgaben brauchst. Punkt
Gruß
Tatekuru
18.11.2014 um 15:39 Uhr
@betonchris bloß nicht auf den Pickel hören!!!! So pauschal kann man so eine Frage garnicht beantworten es kommt ganz auf dem Betrieb und was grade aktuell anliegt drauf an. Nimm Dir die Zeit die Du brauchst grade im Hinblick auf die Doppelbelastung BRV und Schriftführer was ich persönlich eh nicht für gut halte!
18.11.2014 um 16:13 Uhr
Es kommt nicht nur auf den Betrieb sondern auch darauf an, wie stark Du Dich im Amt engagieren willst.
Wenn Dir ein Thema besonders wichtig ist, brauchst Du Zeit für die Einarbeitung in die Materie; und wenn Du dann auch noch die Kollegen vom Initiativrecht des BR überzeugen willst um nicht nur auf den AG zu reagieren sondern selbst ein Thema anzustoßen, brauchst Du noch mehr Zeit.
Der § 37 BetrVG stellt die BR-Arbeit vor die arbeitsvertraglichen Verpflichtungen. Du nimmst so viel Zeit in Anspruch, wie Du selbst zur Wahrnehmung Deiner Aufgaben im BR für erforderlich und richtig ansiehst.
Die Zeiten können also stark schwanken. Kritik ist fehl am Platze und Du solltest sie zurückweisen. Selbst wenn es mal Tage gibt, an denen Du vollständig im BR aufgehst. Es ist Aufgabe des AG Dir hier den Rücken freizuhalten.
18.11.2014 um 22:33 Uhr
Ich bin engagiertes BRM, also nicht BRV, und brauche im Schnitt 15 bis 20 Std. pro Woche. Dafür haben wir BRM, die vlt. 4 Std. in der Woche zur Teilnahme an der Sitzung azfwenden und sonst nicht viel machen... 140 MA.
18.11.2014 um 23:09 Uhr
Wie? Bei nur 140 MA ist das ja bereits eine halbe Freistellung für ein BRM.
Was treibst du denn da die ganze Zeit? Und was macht euer BRV, Stellv. und Schriftführer die ganze Zeit? Oder übernimmst du deren Jobs gleich mit?
Als Freigestellter kann ich da natürlich jetzt nicht mitreden, bzw. Angaben machen.
19.11.2014 um 09:50 Uhr
lasse Dich nicht beirren. Du brauchst die Zeit die Du brauchst. Engagierte BRs gibt es leider nicht genug.
19.11.2014 um 11:22 Uhr
cosinus, bei 201 ist es ne ganze freistellung plus die freistellungen für die 7 anderen. warum empfindest du eine halbe bei 140 dann als viel?
19.11.2014 um 12:06 Uhr
@Cosinus: Der BRV kann mit Schreibkram, Recherchen etc. nicht so. Außerdem ist er stark ins operative Geschäft involviert. Was er abgeben kann, gibt er an den Stelli und mich ab. Aber auch der Stelli ist stark operativ tätig... So ist die Arbeitsteilung bei uns eben. Meine berufliche Arbeit ist nicht so stark an Termine gebunden, ich kann mich für BR-Arbeit flexibler freistellen. Hinzu kommt, dass wir vom Hauptsitz aus noch zwei weitere Standorte vertreten, da von dort keine BRM gewählt wurden. So entstehen also auch noch Reise-/Fahrzeiten, die ja auch berechnet werden müssen...
19.11.2014 um 12:20 Uhr
200 MA hier. Zeitbedarf ist ca. 8-10 Personentage pro Woche verteilt auf die BRM, plus 1 Sitzungstag pro Woche für alle, zzgl. etwa 3-4 PT pro Woche für GBR(-Ausschüsse).
19.11.2014 um 12:53 Uhr
Frage den Vorwerfenden mal ob er den Terminus "Behinderung der BR-Arbeit" kennt, denn dies ist es offensichtlich. Derjenige wirft Dir vor zu viel BR-Arbeit(zeit) für erforderliche BR-Arbeit aufzuwenden und versucht psychischen Druck auf Dich aufzubauen, was strafbar ist. Behinderung der BR-Arbeit kann von jederman, also auch von AN, AG, BRM und Vorgesetzten, begangen werden.
Selbst wenn Du jeden Tag wie eine VZK BR-Zeiten hast, ist das rechtlich OK und nicht zu hinterfragen!
19.11.2014 um 14:04 Uhr
Mit Verlaub, PeterPaula, aber das ist Quatsch. Der AG hat sehrwohl das Recht, die Erforderlichkeit eines Stundenaufwands anzuzweifeln und dies dem BR mitzuteilen.
Natürlich ist es sehr einfach, dem dann mit Floskeln erst einmal zu begegnen und weiterzumachen - eine Behinderung der BR-Arbeit lässt sich aus dem Hinweis, dass man die Summe als auffallend hoch ansieht, aber nicht ableiten.
19.11.2014 um 14:14 Uhr
@Pickel, Welcher Zweck soll denn diese Aussage sonst haben? Kostensenkung? Bei einem BR und über 100 AN? Zudem spricht @betonchris von "Vorwürfen" und nicht nur von einem beiläufigen Hinweis ;)
19.11.2014 um 14:48 Uhr
@Pickel Anzweifeln kann der AG vieles; ist auch sein gutes Recht. Nur NOTFALLS muss er sich dazu ans Arbeitsgericht wenden wenn er dies bezweifelt. Im Einzelfall entscheidet es jedes BRM für sich selbst wie lange es für welche BR arbeiten braucht, da hat selbst das Gremium nix rdin zu reden.
19.11.2014 um 15:44 Uhr
Snooker völlig richtig. Es ging mir darum dass PeterPaula meinte, der Vorwurf von Vorgesetzten, der MA mache zu viel BR-Arbeit, sei eine Behinderung eben dieser. Und das ist einfach mal nicht so.
Wer kein Rückgrat hätte, schon diesen Gegenwind auszuhalten, wäre ohnehin falsch am Platz ;-)
19.11.2014 um 21:10 Uhr
@Pickel, wer sagt denn das die Vorwürfe von Seiten des Vorgesetzten kam? Und mit Rückrad hat das wenig zu tun, sondern mehr mit Durchsetzungsvermögen, sein Mandat gegen jedwede Angriffe bereits am Anfang zu verteidigen, um in Zukunft vor solchen Gerede Ruhe zu haben.
20.11.2014 um 13:49 Uhr
Hallo betonchris, hast du den schon eine Grundschulung? Da werden auch diese Fragen Beantwortet und du erhälst mehr Sicherheit.
20.11.2014 um 14:25 Uhr
Na Pickel von Rückgrat zu sprechen (ich denk noch an Deinen Verzicht aufs BR Büro) und dann zwei Stunden die Woche für nen BRV der auch noch die Protokolle schreibt anzusetzen da kann ich mir deine Betriebsratsarbeit gut vorstellen!
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