BV Arbeitzeit.. Ampelkonto.... Wie funktioniert es im Krankenhaus?
Ein fröhliches Hallo an alle...
Wir sind ein 7 Mann (Frau ) BR in einem Krankenhaus und befinden uns gerade in den Verhandlungen zur Betriebsvereinbahrung zum Thema Arbeitszeit. Unser Ziel ist es ein Ampelkonto bei den Mehrarbeitsstunden einzuführen. Wir hätten jetzt mal gerne gehört, wer sowas hat und wie gut oder schlecht oder überhaupt das läuft. Außerdem könnten wir noch ein paar Denkanstöße gebrauchen die für den Krankenhausbetrieb wichtig sein könnten. Also wer eine BV zur Arbeitzeit im Krankenhaus hat bitte Infos an uns! Vielen Dank
Community-Antworten (7)
19.03.2014 um 15:08 Uhr
Ein fröhliches Hallo zurück...
Also wir haben ein sogenanntes Ampelkonto.
Grün: bis zu einer Woche im Plus oder Minus - alles i.O.
Gelb: über eine und bis zu zwei Wochen im Plus oder Minus - der Chef sollte schon mal einwirken
Rot : über 2 Wochen im Plus oder Minus - zwingender Handlungsbedarf, Stunden müssen abgebaut oder gebracht werden
Aller 18 Monate muss ein Nulldurchgang stattfinden. Sind zum Nulldurchgang noch Plus-Stunden vorhanden, werden diese ersatzlos gelöscht, gleiches passiert mit Minus-Stunden leider nicht....
Wir sind mit dem System sehr zufrieden und es gibt keinerlei Probleme bei der Umsetzung.
ABER (leider erst im Nachhinein gelesen), wir sind nicht im KH.
19.03.2014 um 15:11 Uhr
Mit Ampelkonto ist das gemeint, z.B. 3 Stufen Grün - gelb- rot. Also ihr vereinbart das + oder Minusstunden bis ....... im grünen Bereich sind, von.......... bis im gelben Bereich, dazu Ausgleich in einem bestimmten Zeitraum, roter Bereich .......keine Zuführung von Mehrarbeitsstunden mehr möglich, als keine Genehmigung zur Ableistung von weiteren Überstunden. Nullstellung einmal im Kalenderjahr. Verfall von Plusstunden vermeiden.
19.03.2014 um 15:44 Uhr
Sind zum Nulldurchgang noch Plus-Stunden vorhanden, werden diese ersatzlos gelöscht, gleiches passiert mit Minus-Stunden leider nicht....
dann ist euer konto rechtlich nicht haltbar und wäre ich euer kollege hätten wir ein schnelles rennen
19.03.2014 um 15:48 Uhr
Tobias Michel wäre da der Mann der Stunde
19.03.2014 um 18:10 Uhr
Derartige Regeln machen natürlich nur Sinn, wenn zu den einzelnen Farbphasen auch klare Regeln in der BV definiert werden, die sich auch tatsächlich umsetzen lassen und die nicht zu Lasten der AN gehen - wie z.B. Kappzeiten.
Das setzt u.a. auch voraus, dass überhaupt genügend Personal zur Verfügung steht, um eventuelle Spitzen im roten Bereich überhaupt ausgleichen zu können (ohne das dafür jemand anderes in Rot rutscht). Wie man hört - ist das im Krankenhaus eher weniger der Fall.
19.03.2014 um 21:48 Uhr
Hallo Chefin Br :-) wir sind eine Einrichtung für geistig behinderte Menschen die bei uns arbeiten wohnen gepflegt werden usw. Also auch Dienst rund um die Uhr 7Tage die Woche. Wir haben ein Arbeitszeitkonto mit dem Korridor von bis zu 100 Plus und 50 Minusstunden drüber und drunter geht nicht . Einmal mit Jahr am 31.12 wird dieses für alle Arbeitnehmer abgerechnet Plusstunden ausbezahlt und Minusstunden verfallen. Da so die Mitarbeiter immer wieder mal extra frei machen können ohne Urlaub zu nehmen haben wir immer gute Rückmeldungen von den Arbeitnehmern.
19.03.2014 um 22:15 Uhr
Hallo, haben die Ampel im Einsatz. Die einzelnen Ampelphasen sind aufgeteilt für 20, 30 Stunden und vollzeitkräfte. Minusstunden bis -20 sind ok. In der Gelbphase müssen die Stunden in einem bestimmten Zeitraum zurückgefahren werden, bei Übergang in die Rotphase gilt auch die Zurückführung und gleichzeitig dürfen die Mitarbeiter nicht mehr eingesetzt werden. Auszahlung nur mit Einverständnis der Mitarbeiter. Kontrolle durch Arbeitsgruppe. Bei länger bestehenden hohen Überstunden in einer Abteilung auch einzelner Personen wird in einem Gremium bestehend aus PA, Vorgesetztem und BR nach Lösungen für Abbau der Überstunden wieder in den grünen Bereich der Ampel gesucht. Auch durch Einsatz von Honorarkräften. Es gibt Abteilungen, da kann man machen was man will, leider bekommt man nichts gewuppt. Bei Einführung der Ampel sollten die Mitarbeiter soweit es geht im Nullbereich sein. Also auch Auszahlungen wenn es die Mitarbeiter nicht so gerne möchten, verständlich. Aber ohne korrekten Schnitt ist die Umsetzung gerade im Krankenhaus schwierig. Das ist nur eine Kurzfassung, alles zu schreiben, sprengt jetzt den Rahmen. Gerne mehr. Jedenfalls kann man über die letzten Jahre gesehen sagen, dass insgesamt weniger Überstunden bei den Mitarbeitern stehen bzw. Vor sich hergeschoben werden. Vielleicht hilft Dir das schon ein wenig.
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