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Aktion GF gegen BRM

S
seesee
Jan 2018 bearbeitet

Hallo, neues vom meinem früheren Thread, erzähle aber nochmal von vorn:

Am 16.11. kam es während des Monatsgesprächs zum einem „Ausraster“ des Geschäftsführers. Im Laufe des Gesprächs gab es mehrere Themen, die diesem nicht „geschmeckt“ haben. In einem Nebensatz teilte er mit (in Bezug auf die immensen Betriebsratszeiten), dass es der Firma „schlecht geht“. Nachdem er im Monatsgespräch 3 Wochen zuvor auf Anfrage des BR erklärt hat, dass alles Paletti sei, wurde ich stutzig über die Aussage, es gehe der Firma schlecht. Ich teilte dem GF mit, dass es hier und heute das erste Mal ist, dass er dies äußert und nicht versucht, die Probleme zu überspielen; und das in einem Nebensatz in Bezug auf die Diskussion um Betriebsratszeiten. Daraufhin verließ der GF mit hochrotem Kopf und wortlos die Sitzung. Unser neuer Personaler übernahm und erklärte, dass GF JETZT versuche, der negativen Entwicklung gegenzusteuern. Als ich ihn fragte, warum ERST JETZT versucht wird gegenzusteuern, kam der GF wieder dazu, hörte, was ich sagte und rastete total aus. Er sprang aus dem Stuhl hoch, knallte mit der Hand auf den Tisch und brüllte: „Jetzt reicht es! Das brauche ich mir nicht gefallen zu lassen! Das ist unverschämt! Was Sie mir immer unterstellen!“, etc. etc. Er packte seine Sachen zusammen, vergaß sein Sakko und verließ das Monatsgespräch.

Den Ausbruch haben alle MA im Erdgeschoss mitbekommen.

Am vergangenen Dienstag, 12.11.13, teilte GF in der Runde des erweiterten Führungskreises (EFK) mit Bezug auf seinen zwischenzeitlich überall bekannt gewordenen Ausraster allen Anwesenden mit, dass es Probleme mit dem Betriebsrat, speziell mit Frau X, gebe. Er wird sich nicht mehr an einen Tisch mit dem Betriebsrat setzen, wenn Frau X dabei ist. Frau X geht unter die Gürtellinie und unterstellt ihm unsägliche Sachen, er muss seine Gesundheit schützen. Er habe versucht, den BR dahin zu bringen, dass die Monatsgespräche nur noch mit BRV und Stelli stattfinden, das hat der BR aber abgelehnt. Er hat leider keine rechtliche Handhabe und schickt jetzt den Personaler in die Monatsgespräche.

Die Abteilungsleiter, die an der EFK-Runde teilgenommen haben, haben jedenfalls zum Teil diese Information 1:1 an ihre Mitarbeiter als offizielle Information aus der EFK-Runde weitergegeben, mit dem Tenor, Frau X ist schuld daran, dass der Chef nicht mehr mit dem BR spricht.

Für mich ist dieses Vorgehen inakzeptabel. Es schwächt meine Position als BR-Mitglied und als Mitarbeiterin. Jeder, der sowieso schon etwas gegen mich hat, bekommt hierdurch Rückenwind und kann die Zusammenarbeit verweigern, da ja der Chef hinter ihm steht. Es hat bereits ein Kollege solches geäußert, dass er nicht mehr mit mir sprechen wird. Mit diesem Kollegen wird gerade eine Betriebsvereinbarung zur Einführung von Barcodescannern erarbeitet, und federführendes BRM in der Arbeitsgruppe ich.

Ich möchte die Aktion von dem GF in der EFK-Runde nicht so stehen lassen und auch nicht, dass die Abteilungsleiter das verbreiten. Welche Möglichkeiten habe ich aus Eurer Sicht? Brauche ich einen Anwalt?

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Community-Antworten (5)

G
gironimo

15.11.2013 um 16:45 Uhr

Wenn es dem BRV nicht gelingt die Wogen zu glätten, ist es vielleicht das Beste einen Externen (hier Fachanwalt) mit der Angelegenheit zu betrauen.

Vielleicht kannst Du auch die nächste Betriebsversammlung dazu nutzen, in sachlichen Worten Deine Sicht der Dinge zu schildern.

P
Pjöööng

15.11.2013 um 16:53 Uhr

Kann es sein, dass Du ein Talent entwickelt hast, den Finger in offene Wunden zu legen um diesen dann mit viel Druck mehrmals umzudrehen?

Es scheint mir hier etwas viel zu menscheln...

S
seesee

16.11.2013 um 00:12 Uhr

Naja, Diplomatie zählt nicht gerade zu meinen Stärken... Aber das ist ja eher eine Stilfrage, sollte aber doch kein Grund für einen Geschäftsführer sein, die sachliche Gesprächsebene zu verlassen - und nicht wieder dazu zurück kehren zu können... Anwalt ist zur Prüfung eines Rechtsanspruchs auf Unterlassung bzw. Wiederherstellung der vertrauensvollen Zusammenarbeit eingeschaltet.

S
Snooker

16.11.2013 um 12:49 Uhr

Hi seesee Man muss nicht gerade Diplomat sein um mehr Stärke zu zeigen als sein Gegenüber. Im Hintergrund könnte man dies erst im Rahmen des Monatsgespräches noch mal auf die TO rufen was da genau gelaufen ist. Mit ein wenig Abstand bei Meinungsverschiedenheiten lassen sich dann auch oftmals die Art und Weise wieder gerade rücken. Man artikuliert klar was einem in der Vergangenheit nicht passt und findet dann auf dem Level, wir müssen ja mit einander auskommen, eine Basis. Erst wenn das nicht Funktioniert sollte man im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit die MA darüber informieren warum man mit dem einem oder anderem Thema nicht weiter kommt und das es hier dem BR außerordentlich leid tut immer öfters einen Rechtsbeistand zu rate ziehen zu müssen, oder auch Gerichte und Einigungsstellen bemühen zu müssen. Weiter könnt ihr zum Ausdruck bringen das ihr es als Interessenvertreter nicht so ganz nach vollziehen könnt warum sich die Geschäftsleitung immer öfters für diesen Kostenintensiveren Weg der Kommunikation entscheidend. Denn letztendlich ist es egal wer diesen Weg als erstes beschreitet, es läuft immer darauf hinaus das man sich immer über bestimmte Themen im Rahmen des gesamten Unternehmens einigen müsst. Dieses ist dann auch unabhängig von Stand und Position der einzelnen Verhandlungspartnern und deren Mitglieder.

So oder so ähnlich würde ich als erstes vor gehen. Und erst wenn dies nicht fruchtet könntet ihr schauen ob ihr bei Weigerung mit einzelnen BRM´S zu sprechen nicht eine Behinderung der Betriebsratsarbeit seht. Dann jeden Fall und jede Weigerung einzeln betrachten. So kann man dann schnell mal 30-40 Fälle, von Behinderung der Betriebsratsarbeit zusammen haben. Grüssle Rainer

P
polybär

16.11.2013 um 19:07 Uhr

@seesee, es wurde gegen die Vertrauliche zusammen Arbeitverstossen, der AG hätte NIE seine Probleme mit DIR andren übermitteln dürfen ! MG´s sind immer in eim Geschütztenraum abzuhalten, dein Chef hat sich damit keinen gefallen getan. Dein BRV ist nun in der Pflicht sich zu dich Stark zu machen ob mit einem Anwalt oder Moderatot/Mediator. Wie auch immer SO geht es nicht weiter ! Da deine BR Arbeit füher oder etwas später Behindert wird, bzw du in die Mobbigopfer Rolle kommst.

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