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Dieser Beitrag ist vor 12 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Überflüssige Formulierung - Mobbing?

G
George
Mrz 2020 bearbeitet

Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Hausmeister entdeckte am vergangenen Montag einen Glasbruchachaden im Betrieb. Sofort fotografierte er die eingeworfenen Fensterscheiben und schickte die Bilder zwei Tage später der Verwaltung mit der Bitte um weitere Bearbeitung (Versicherung, Reparatur usw.) . Die Verwaltungsmitarbeiterin mailt den Fall am Mittwoch der übergeordneten Dienststelle mit der Formulierung: " unser Hausmeister hat zwei eingeworfene Fenster entdeckt und mir dann heute (endlich) gemeldet".

Wir sind der Meinung, dass der Zusatz (endlich) völlig überflüssig ist und den Hausmeister bei der übergeordneten Dienststelle in ein schlechtes Licht setzt. U.E. ist das Mobbing. Eine sachliche Meldung ohne den Zusatz hätte gereicht, zumal es eine akzeptable Begründung für die zeitliche Verzögerung von zwei Tagen gibt. Wie seht Ihr den Fall? Sollten wir nicht Mobbing in jeder Form im Keim ersticken?

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Community-Antworten (5)

L
Lotte

19.10.2013 um 15:22 Uhr

Hallo George, Hier von Mobbing zu sprechen finde ich etwas übertrieben. Woher wisst Ihr denn von der Mail mit dem Zusatz? Gab es schon häufiger Ärger zwischen den Beiden? Wenn es ein Dauerproblem ist, würde ich es grundsätzlich ansprechen. LG Lotte

N
nicoline

19.10.2013 um 15:24 Uhr

Das (endlich) war sicher ein entbehrliches Wort, mit Mobbing hat das erstmal nichts zu tun und ihr solltet euch an dem inflationären Gebrauch dieses Wortes nicht beteiligen.

Mobbing => Wikipedia Mobbing oder Mobben steht im engeren Sinn für „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln. Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen ständig bzw. wiederholt und regelmäßig zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen, beispielsweise Mobbing in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein, im Altersheim, im Gefängnis und im Internet (Cyber-Mobbing). Typische Mobbinghandlungen sind die Verbreitung falscher Tatsachen, die Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige Kritik an der Arbeit.

Ein Gespräch und der deutliche Hinweis an die Verwaltungsmitarbeiterin so etwas zukünftig bitte zu unterlassen sollte hier die angebrachte Vorgehensweise sein.

G
gironimo

19.10.2013 um 15:26 Uhr

In der Tat ist der Zusatz zweifelsfrei dazu gedacht gewesen, eine negative Wertung weiter zu geben.

Mobbing ist es dennoch nicht. Mobbing ist wiederholtes und fortgesetztes handeln, mit dem Ziel jemanden zu schädigen. Ein Einzelfall also nicht. Wenn die Kollegin natürlich ständig gegen den Hausmeister stichelt - dann schon.

Wenn es aber nun schonmal beim BR ist, würde ich sie Fragen, warum sie das gemacht hat. Dann habt Ihr vielleicht zur Vorbeugung etwas beigetragen. (Oder sie ist sauer und denkt sich - jetzt erst recht.....). Also taktisch geschickt agieren.

K
Kölner

19.10.2013 um 18:50 Uhr

...man kann sich als BR auch regelmäßig und ohne Not in die Nesseln setzen, wenn man sich hier zu weit aus dem Fenster lehnt.

H
Hartmut

20.10.2013 um 23:12 Uhr

Hallo George, zu deiner letzten Frage: Ja, man sollte Mobbing im Keim ersticken, wenn möglich. Und wenn angezeigt - was hier m. E. nicht der Fall ist.

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