Sind Praktikanten einzugruppieren?
Hallo zusammen, AG stellt hin und wieder Praktikanten ein (freiwillige Praktika, i.d.R. Studenten). Anhörung nach 99 kam immer, allerdings stets mit 40h/Woche und 400 ? bzw. 450 ?. Wir haben einen Haustarif, der Großteile des Flächentarifvertrages IGM Sachsen Metall/Elektro übernimmt, also auch die Eingruppierungsrichtlinie, nicht jedoch die Vergütungstabelle. Die Praktikas dienen der Berufsorientierung ;-). Natürlich arbeiten die Studenten nach Einarbeitung aber mit - nicht immrr hochwertig, aber auch regelmäßig erledigte Kopierarbeiten sind m.E. eine Arbeitsleistung. AG vertritt die Meinung, wegen des Überwiegens des Ausbildungscharakters seien die Prakt. keine AN und deshalb auch nicht einzugruppieren. Wenn dem so wäre, hàtte er ja auch Recht. Ich bezweifle das aber und gehe von "billigen Arbeitskräften" aus. Deshalb aktuell: 2x nach 99.4 verweigert (fehlende Eingruppierung mit der Absicht, sittenwidrig zu entlohnen [Stundenlohn entspräche rund 2, 50 ?]). Derzeit spielen Praktikanten auch noch keine große Rolle bei uns (180 AN / 4 Pr.). Wir wollen aber für die Zukunft klarstellen, daß wir da hinsehen. Ticken wir da richtig?
Community-Antworten (4)
28.08.2013 um 02:27 Uhr
Laut Dieser Seite gibt es einen TV für Praktikanten, nur kann ich nicht drauf zu greifen.
28.08.2013 um 08:54 Uhr
@Snooker Was hat der TV von Verdi mit der IG Metall/Elektro zu tun?
@GBLSIXTHREE Du kannst der Einstellung nicht widersprechen jedoch dem Entgelt bzw. der fehlenden Eingruppierung!
Es fehlt auch der Sittenwidrigkeit bei bei der Höhe von 400 bis 450 €. Siehe mal diesen Zeitungsartikel. Hier wird über Entgelte im Bereich Praktika-Plätze gesprochen: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/praktikanten-gehaelter-sprechen-wir-ueber-geld-a-409986.html
28.08.2013 um 10:55 Uhr
Lexipedia
Nix, wollte nur aufzeigen das auch Praktikanten eingruppiert werden. Ob es demendsprechend auch beim Fragesteller einen solchen TV gibt, kann er ja selber raus kriegen. Bin ja nicht die Googlebank (smile)
28.08.2013 um 11:32 Uhr
Die Frage ist eben, ob es tatsächlich Praktikanten sind oder doch eher billige Arbeitskräfte. Da gibt es ja doch einen erheblichen Missbrauch der Bezeichnung Praktikant.
Eine studentische Hilfskraft ist wie ein normaler AN einzugruppieren.
Klärt also einmal bei Euch im Betrieb, ob denn da überhaupt so etwas wie ein Ausbildungsplan besteht oder ob es entsprechende Richtlinien gibt, nachdem das Praktikum im Betrieb abgewickelt wird (so ein Praktikum läuft ja auch nur wenige Monate), ob jemand für die Praktikanten zuständig ist, usw.
Wenn es tatsächlich Praktikanten sind, würde ich einmal mit der Gewerkschaft kontakt aufnehmen. Bei uns wird der Ausbildungstarif zur Grundlage genommen. Das kann bei Euch natürlich anders sein.
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