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Darf der Betriebsleiter einem Mitarbeiter eine innerbetrieblich ausgeschriebene Stelle verweigern?

N
nörres
Nov 2016 bearbeitet

Hallo liebe Kollegen,

auf eine innerbetriebliche Stellenausschreibung hat sich ein Kollege beworben den der entsprechende Abteilungsleiter auch gerne nehmen würde, bzw. Er hat dem Kollegen gesagt er hätte sich für Ihn entschieden. Der jetzige Abteilungsleiter des Kollegen will diesen aber nicht gehen lassen und hat beim Betriebsleiter interveniert so das dieser entschieden hat die Stelle von aussen zu besetzen um den Kollegen in seiner jetzigen Abteilung zu halten. Welche Rechte hat der Kollege und welche Rechte bzw. Pflichten hat der BR?

Vielen Dank für eure Hilfe

1.864010

Community-Antworten (10)

T
Tanzbär

31.07.2012 um 08:30 Uhr

Wer von den Bewerbern genommen wird, entscheidet der Arbeitgeber. Dabei ist der BR raus. Auch der Kollege hat da keinerlei Sonderrechte. Das ist zwar traurig für ihn, aber so ist das Leben ...

G
gironimo

31.07.2012 um 09:28 Uhr

aus dem § 99 BetrVG heraus hat der BR alle erforderlichen Unterlagen und Auskünfte zu bekommen, die zur Entscheidung geführt haben (gibt es Auswahlrichtlinien?). Auch muss der BR prüfen, ob durch die Maßnahme andere AN "sonstige" Nachteile erleiden.

Bei der Argumentation der eine will den anderen nicht gehen lassen, würde ich den Schritt wagen und einer externen Einstellung die Zustimmung verweigern. Durch die Haltung des bisherigen Vorgesetzten wird der AN benachteiligt. (§ 99 Abs.2 Nr. 3 BetrVG).

Dann muss der AG ja erst einmal zum Gericht - und wer weiß - auf hoher See und vor Gericht .......

Ich kann es zwar nicht garantieren aber meist enden derartige Konflikte mit einem Kompromiss.

L
Lernender

31.07.2012 um 10:40 Uhr

@gironimo

haben wir schon durchgespielt und dem AG die Möglichkeit gegeben diese Stelle nicht zu besetzen. AG hat sich die Zustimmung nicht ersetzen lassen, sondern einfach keinen eingestellt. Der blöde BR war schuld.

R
rtjum

31.07.2012 um 12:27 Uhr

Hallo, daraus lernen und versuchen mit dem AG eine BV zu vereinbaren inder dann z.B. geregelt ist, dass interne Bewerber nicht durch den bisherigen Vorgesetzten an einer "Versetzung/Veränderung" gehindert werden können.

L
Lernender

31.07.2012 um 13:10 Uhr

@rtjum

Papier ist geduldig.

G
ganther

31.07.2012 um 16:24 Uhr

@rtjum

warum sollte ein AG so eine BV unterschreiben?

S
schmuelling

31.07.2012 um 17:18 Uhr

so lang kein MA oder anderer Bewerber benachteiligt wird, kann der BR nicht tun. Die Zustimmung zu verweigern, sehe ich nicht als wirksames Mittel. Dabei gewinnt am Ende niemand und der AG stelt im Zweifel gar keinen ein.

Ich frage mich, wer letzlich die Entscheidung trifft. Wenn ein Chef a. sagt und er der andere b., muss ja eine Instanz eine Entscheidung herbeiführen. Also eine GF oder Prokuristen etc. Da würde ich versuchen die Kuh vom Eis zu holen.

Man kann ja keinem MA die berufliche Perspektive verbauen, indem man ihn nicht "gehen lassen " will.

G
gironimo

31.07.2012 um 21:59 Uhr

Hallo Lernender

kommt sicher auf den Betrieb an. Ich habe mit Zustimmungsverweigerungen ganz gute Erfahrungen gemacht - alle Fälle endeten mit einem Kompromiss, mit dem alle gut leben konnten.

Klar muss man immer auch abwägen - aber ganz allgemein stellt der AG ja ohnehin nur ein, wenn er jemanden braucht.

B
BRUTUS

01.08.2012 um 04:23 Uhr

wieder mal ein BR, der meint, er kocht mit, obwohl er nur noch die Suppe würzt, obwohl das Menü bereits ohne Suppe verspeist wurde

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