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Dieser Beitrag ist vor 14 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Sicherheitsschuhe und Mitbestimmung

N
Nichtswissender
Jan 2018 bearbeitet

Guten Morgen Kollegen/innen, in wie weit hat der BR Mitsprache bzw. Mitbestimmungsrechte, bei vom AG gestellten Sicherheitsschuhen? Im Deatail: Unser AG stellt Sicherheitsschuhe zur Verfügung. Mit diesen sind aber ca. 75 % der Kollegen/innen unzufrieden, da sie scheuern oder einfach zu eng sind. Jeder hat die Möglichkeit sich eigene Schuhe selbst zu besorgen und bekommt dann den Ausgleichsbetrag von 50 Euro erstattet. Jetzt die eigentliche Frage: Können wir zwingend auf den AG einwirken eine andere Schuhmarke zu kaufen oder müssen wir auf das "goodwill" des AG hoffen? Vielen Dank

Gruß Nichtswissender

3.20503

Community-Antworten (3)

G
gironimo

14.03.2012 um 10:46 Uhr

Wo ist das Problem, wenn doch jeder andere Schuhe kaufen kann?

Aber: Da der BR auch für die Gesundheit und den Arbeitsschutz zuständig ist und daher in diesem Feld auch mitbestimmen kann, sollte er den AG auffordern andere Schuhe zur Verfügung zu stellen, da die von ihm gestellten Schuhe den Sicherheits- und Schutzanforderungen nicht entsprechen. (Da ja durch die Schuhe gerade eben Gesundheitsgefahren ausgehen - wie wunde Füße, Druckstellen, Hühneraugen .....)

Ich würde da ggf. das ArbSchG zur Argumentation dem AG vorhalten §§ 3 ff ArbSchG

N
Nichtswissender

14.03.2012 um 11:05 Uhr

@gironimo Das Problem ist das, dass es nicht der Sinn ist, das die Kollegen/innen sich privat Schuhe kaufen wo der AG in der Pflicht ist geeignetes Schuhwerk zur Verfügung zu stellen. Meist sind "bessere" Schuhe auch teurer und der ein oder andere kann aus seiner persönlichen Situation heraus es sich nicht leisten den Mehrbetrag zu bezahlen.

Aber das ArbSchG war der mir fehlende Hinweis.

Danke Gruß Nichtswissender

B
Brigachkatz

14.03.2012 um 16:09 Uhr

Hallo Nichswissender, das Problem mit den Sicherheitsschuhen hatten wir auch. Zuerst wurde jeder nur nach der Schuhgröße und ob er weiße oder blaue Schuhe möchte gefragt. Der Einkauf hat dann einen Riesenposten einheitliche Sicherheitsschuhe bestellt. Da die AN auch bei uns unterschiedliche Füße haben, gingen die Probleme wie oben von gironimo beschrieben los.

Dann wurden verschiedene Modelle in verschiedenen Größen bestellt und jeder konnte probieren. Da diese Auswahl aber auch sehr begrenzt war, konnte das "Schuhproblem" auch nicht für jeden zufriedenstellend gelöst werden.

Jetzt kann man bei Bedarf die Schuhe nachbestellen oder man bekommt einen Bezugsschein über 60 Euro bei einem Großhändler (ist bei uns in der Nähe). Damit kann sich jetzt jeder die für ihn passenden Schuhe raussuchen. Da der Betrieb ja Mengenrabatt bekommt sind es bei uns sehr wenig MA die ein paar Euro zuzahlen.

Ich frage mich jetz wie Du Dir das "zur Verfügung stellen" vorstellst, wenn die MA nicht selbst einkaufen (und die Schuhe dort anprobieren) wollen. Soll er 20 oder 30 verschiedene Modelle jeweils in ? verschiedenen Größen hinstellen in der Hoffnung dass nun auch jeder das passende Paar findet?

Wenn ihr eine andere Schuhmarke nehmt, kann das selbe wieder passieren. Wir haben jetzt unterschiedliche Marken, je nach persönlicher Passform und Geschmack. Lass Dir gesagt sein, auch bei teueren Schuhen gibt es für manche AN(-Füße) Probleme

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