Hallo zusammen,

wir haben derzeit ein etwas kniffliges Problem bei uns im Betrieb:

Ein Mitarbeiter soll gekündigt werden, da er mehrfach negativ aufgefallen ist. Wir sind allerdings der Meinung, dass dieser in der Hinsicht nicht unbedingt immer daran nur selbst Schuld trägt und dass es durchaus sinnvoll sein kann ihn weiter bei uns zu beschäftigen. Wir stehen also ums kurz zu machen voll hinter ihm.

Am 21.12. bekamen wir ein Kündigungsschreiben vorgelegt, welches wir ja innerhalb von einer Woche beantworten müssen. Zunächst einmal:

Hat unsere mit Sicherheit berechtigte Ablehnung dieser Kündigung überhaupt einen Effekt? Können wir damit eine Kündigung abwenden? Oder ist dies nur relevant für eine spätere Verhandlung vor einem Arbeitsgericht? -

Darüber hinaus sind wir am letzten Freitag zu der verantwortlichen Person gegangen. Dieser hat uns angeboten mit betreffenden Personen (Vorgesetzten, Personalabteilung) noch einmal zu sprechen, um die Kündigung gegen ein letztes Ultimatum an die betreffende Person einzutauschen. Dafür allerdings will er vom Betriebsrat ein Schreiben (Aktenvermerk, warum auch immer?), in welchem steht, dass wir bei einem weiteren Verstoß der betreffenden Person einer Kündigung zustimmen werden.

Quintessenz: Wir im Betriebsrat sind extremst zwiegespalten. Zum einen ist halt die Aussicht da die Kündigung doch noch einmal abzuwenden. Dafür würden wir allerdings der GF einen Freifahrtschein ausstellen. Zum einen stößt an, dass wir diese Entscheidung unter immensem Zeitdruck treffen müssen (nämlich bis heute um 18 Uhr). Zum zweiten wurde uns ja nicht einmal versichert, dass die Kündigung wirklich aufgehoben werden wird.

Darüber hinaus sind wir uns gar nicht sicher, ob wir so ein Schreiben überhaupt aufsetzen dürfen? Diese ist für mich die schwerwiegenste Frage, gefolgt davon, ob ein Arbeitgeber so einen Schrieb verlangen darf?

Über Eure Hilfe wären wir sehr dankbar, gerade in der noch kurz verbliebenen Zeit.

Gruß, Mischa