Hallo ihr Wissenden,

wir haben folgenden Fall:
Bei uns ist eine Verlagerung von allen Arbeitsplätzen des Innendienstes (also Verwaltung) ins Ausland angedacht. Der Außendienst bleibt in Deutschland, weil diese bei den Kunden vor Ort bleiben sollen.

Zum einen versuchen wir mittels Interessensausgleich noch einiges abzuwenden, aber laut Anwalt und Gewerkschaft ist dies wohl schon bei der Geschäftsleitung beschlossen, sodass wir hier nur noch möglichst viel für die Mitarbeiter rausholen können.

Uns stellen sich 2 Hauptfragen:
1. Wenn Mitarbeiter freie Stellen im Ausland ablehnen (weil Familienbedingt oder warum auch immer nicht möglich), könnten diese dann trotzdem Anspruch auf Abfindung haben?
Dies wollen wir zwar versuchen durch zu bringen, aber es kann ja sein, dass die Geschäftsleitung sich hinstellt und sagt, wer nicht ins Ausland will, der wird gekündigt und erhält nichts oder max. das Gesetzliche...

2. Wir haben eine Betriebsrätin, die schwanger ist. Wie verhält es sich mit der Kündigungsschutzzeit von ihr? Hat sie während der Schwangerschaft, danach während der Elternzeit, danach die 12 Monate vom Betriebsrat und dann noch die Monate, die sie durch die Betriebszugehörigkeit erlangt hat als Kündigungsschutzzeit?
Also z.B. Entbindung im März 2011. Elternzeit wäre angenommen bis März 2012. Dann Betriebsratskündigungsschutz bis März 2013 und dann noch 4 Monate (lt. Tarifvertrag) Kündigungsschutzzeit, d.h. man wäre sie erst ab 1. August 2013 los und muss nach der Elternzeit auch wieder Gehalt zahlen, weil man ihr wahrscheinlich dann keinen Arbeitsplatz mehr im Ausland anbieten kann, oder wie?

Wie ist das mit den anderen Betriebsräten. Haben die dann 12 Monate durch das Betriebsratsamt und danach noch die Kündigungsschutzzeit lt. Tarifvertrag?

Danke für's Licht ins Dunkel bringen :o)

Bebe