Mobbing durch Vorgesetzten
Hallo, sind ein recht neuer BR und haben nun unser erstes richtiges Problem. eine Mitarbeiterin wird offensichtlich vom Vorgesetzten gemobbt. Alles was sie tut ist flasch, telefongespräche werden beobachtet und hinterher in den Dreck gezogen, sie sei unhöflich und nicht kompetent. Seit 3 Jahren macht sie aber einen gleichbleibend guten Job.
Wenn der chef wirklich was auszusetzen hat, was sja sein kann, sollte er doch wohl eher das persönliche Gespräch suchen statt die MA auf der Fläche (Verkauf) anzugehen. Wie können und müssen wir uns hier verhalten? Kollegin hat eigenltich kaum den Mut das Gespräch nach oben zu suchen aus angst, dass dann gleich die Kündigung kommt.
Community-Antworten (3)
01.09.2010 um 21:41 Uhr
Hallo heihei
Wir hatten bei uns ein ähnliches Problem, was damit endete das der nächstbeste Grund ausreichte um den MA zu kündigen. Natürlich hatte offiziell das eine mit dem anderen nichts zu tun!!!! Ich kann Euch nur raten,benutzt auf keinen Fall bei Gesprächen das Wort Mobbing. Die MA sollte in jedem Fall anfangen ein "Mobbingtagebuch" zu führen, denn mobbing ohne Beweise wäre schwer zu beweisen. In dem Tagebuch sollten nach Möglichkeit Zeit und Art des Mobbings und am besten ein Zeuge (welcher auch unterschreibt) aufgeführt sein.Und das Tagebuch muß über einen längeren Zeitraum geführt werden (mehrere Monate).Ihr sollten trotz allem das Gespräch mit beiden Beteiligten suchen und Euch jedes Wort gut überlegen. Ich hoffe ich konnte wenigstens etwas helfen denn Mobbing ist ein heikles Thema Gruß KillerMiller
02.09.2010 um 10:26 Uhr
@heihei Wir haben bei uns im Betrieb eine BV zum Thema Mobbing gemacht. Nicht, weil wir einen konkreten Fall hatten, sondern weil wir alle Parteien damit sensibilisieren. Die Betroffenen haben eine Richtlinie, auf die sie sich berufen können, die "Mobber" können ersehen, was Mobbing ist und was für Konsequenzen sich daraus ergeben. Das Wort Mobbing wird heute leider sehr schnell gebraucht, meist auch schon, wenn sich jemand in seinen Befindlichkeiten gestört fühlt (ohne damit eurer Kollegin zu nahe zu treten). Bei uns fühlte sich ein Kollege gemobbt, weil er verboten bekam, die Füsse auf dem Tisch zu parken (Call Center mit Wechselarbeitsplätzen) und am Platz zu essen. Das Mobbing begründete er damit, er habe jemand anderen auch essen gesehen und beschuldigte einen Vorgesetzten des Mobbings. Fakt war, das der Andere die Anweisung genauso hatte, und sich genauso einfach nicht dran hielt. Das haben wir dem MA dann klar gemacht. Aber deswegen sehe ich es als wichtig an, hier entsprechende Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn ein "Beklagter" kann auch mal ganz schnell den Spiess umdrehen.
02.09.2010 um 10:55 Uhr
@heihei Das ist ein ganz heißes Eisen, wie ich gerade an einem persönlichen Fall merke. Punkt 1: Mobbingtagebuch sehr gut Punkt 2: Im Gespräch mit GL das Wort Mobbing vermeiden! Punkt 3: Falls vorhanden Betriebsärztin aufsuchen ansonsten Hausarzt da Mobbingopfer ja im normalfall stark psychisch angeschlagen sind Es gibt externe Beratungsstellen die speziell für das Thema Mobbing geschult sind.
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