Abbruch Standort BR Wahl zu gunsten einer GBR Wahl
Unser Betrieb befindet sich derzeit unter Administration (Insolvenzverwaltung) und wird derzeit Schritt für Schritt verkauft.
Dadurch verändert sich die Mitarbeiterzahl stetig nach unten. Nach dem Prozedere wäre eine BR Wahl für unseren Standort notwendig. Nun wurde aber die Option diskutiert für die verbleibenden Betriebsteile einen deutschlandweiten GBR zu wählen. Dies wurde vom derzeitigen BR begrüsst und nun dem Wahlvorstand für unseren Standort zur Prüfung und Kommentierung vorgelegt.
Nach Abschluss dieser Vereinbarung soll demzufolge der GBR einen Wahlvorstand mit der Einleitung einer bundesweiten BR-Wahl zur Errichtung eines Gemeinschaftsbetriebsrats beauftragen.
Der BR Frankfurt hat in seiner Sitzung heute die Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen und beschlossen, dem geplanten Ansinnen zuzustimmen.
Nun steht der Wunsch "Prüfung des Wegfalls der Geschäftsgrundlage zur Durchführung einer Standortbetriebsratswahl " für den Wahlvorstand im Raum. Ergebnis sollte sein, dass der Abbruch der bereits eingeleiteten BR-Wahl 2010 für den Standort erfolgt. Sobald ein solcher Beschluss des Wahlvorstands kommuniziert worden ist, könnte der GBR einen Wahlvorstand für die Gemeinschaftsbetriebsratswahl 2010 bestellen.
Da ich in diesem Fall auf keinerlei Erfahrung zurückgreifen kann, bin ich für jede Hilfe bei diesem Thema dankbar.
Community-Antworten (2)
17.03.2010 um 12:32 Uhr
Push!
Schieb!
17.03.2010 um 13:32 Uhr
Dann führt doch eine Abstimmung nach §4 unter eurer Belegschaft durch...
Persönliche Meinung: Ich würde gerade im Abwicklungsfall für einen starken lokalen BR plädieren. Denn die GemBR-Mitglieder haben durchaus ihre lokalen Interessen... Bei uns ging mal so ein Fall durch die Presse, dass der Insolvenzverwalter auf den Dreh kam, Sozialplan und Interessenausgleich statt mit dem lokalen BR mit dem GBR zu verhandeln. Und das lief dann nach dem Motto: Wir machen entweder den Standort E platt und geben dort auch möglichst wenig Geld für den Sozialplan aus (den Mitarbeitern bieten wir "großzügig" einen Ersatzarbeitzplatz in D an - wohl wissend, dass nur wenige ans andere Ende von Deutschland ziehen werden.) oder aber wir verkleinern beide Standorte proportional - bauen also in D doppelt so viele wie in E ab. Und jeder Euro im Sozialplan fehlt für Invest und führt zu weiteren Entlassungen... Zum Glück hat das ArbGer den sogar mit 2/3-Mehrheit im GBR beschlossenen Sozialplan/Interessensausgleich gekippt...
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