Ausgeschlossen vom Urlaubskommission-Tagung
Hallo an alle, ich bin im Urlaubskommission (Ausschuss) und morgen tagen wir eigentlich. Da wir ja im Moment Corona haben, wurde mir vom Betriebsratsvorsitzenden gesagt, dass nur ein Teil der Ausschussmitglieder dran teilnehmen wird und ich nicht dabei wäre, also ich wurde nicht eingeladen.
Er meinte von der Arbeitgeberseite sind auch nicht alle eingeladen worden. Er hat mir eine Person vom Betriebsrat genannt und gesagt, dass sie auch nicht dran teilnehmen wird.
Dann habe ich ihn auf einen anderen Mitglied angesprochen, dass ich nix gegen diese Person habe, aber ich fragte ihn wieso er teilnimmt und nicht ich. Habe ihn gefragt, wonach man entschieden hat, wer teilnehmen wird und nicht.
Er meinte zu mir, aus betrieblichen Gründen kann man an dem Tag eher auf ihn verzichten als auf mich im Job.
Also die Aussage ist: durch Corona dürfen nicht alle teilnehmen, da der Kreis angeblich klein gehalten werden muss. Ist sowas möglich? Dürfen die das machen?
Ich freue mich auf hilfreiche Antworten, danke im voraus.
Community-Antworten (12)
13.12.2020 um 18:23 Uhr
Nein, darf man nicht. Stellt sich nur die Frage, was Du mit dieser Info jetzt anfängst.
13.12.2020 um 19:32 Uhr
Vielleicht kann mir jemand eine Antwort geben und sagen wie ich vorzugehen habe, wie ich reagieren kann oder so.
13.12.2020 um 20:36 Uhr
Einfach teilnehmen.
13.12.2020 um 22:55 Uhr
Ich wurde vor ein paar Stunden vom BR-Vorsitzenden angerufen. Er sagte, dass er für 2 Tage in Quarantäne sei, dass ich für ihn dran teilnehmen soll.
So jetzt fängt ein anderes Problem an:
Ich habe meiner Vorgesetzten geschrieben und gefragt, wann die Sitzung stattfindet.
Sie sagte mir um 8:00, aber der Arbeitgeber möchte ein Videokonferenz machen und es stehe noch nix genaueres fest. Sie wollte mir Bescheid geben und tat dies auch.
Wir sind ein Ver- und Entsorgungsbetrieb, ich bin als Müllwerker tätig, arbeite quasi hinter dem Müllwagen.
Sie hat mir Bescheid gegeben und gesagt, dass zu viel Personal krankgeschrieben ist, dass Sie mich morgen braucht und dass Sie morgen früh kurzfristig entscheiden wird, ob ich arbeiten soll oder an der Sitzung teilnehmen soll.
Ich habe dieses aber nicht akzeptiert. Sie bestand darauf, dass ich morgen früh erstmal einsatzbereit sein soll. Danach habe ich Sie auf Paragraph 37 BetrVG aufmerksam gemacht und ihr gesagt, dass Sie mich von der Arbeit befreien muss, egal was es koste. Sie hat wollte danach mit mir nicht weiter disskutieren und meinte ich solle mich an den BR-Vorsitzenden wenden, habe ich auch getan.
Jetzt führe ich mit ihm eine Disskusion. Er sagt schon seit Monaten immer wieder, egal was passiert: „Wir haben eine Ausnahmesituation durch die Pandemie.“ Was mich sehr ankotzt um ehrlich zu sein. Man kann doch nicht immer als Ausrede Corona und die Pandemie benutzen.
Ich überlege mir einfach morgen früh nicht diensbereit zu sein und einfach zur Sitzung zu gehen. Ich weiß aber nicht, ob es dann eine Arbeitsverweigerung wäre, ob ich im nachhinein Probleme kriegen könnte oder würde.
13.12.2020 um 23:09 Uhr
Ich persönlich würde meine Teilnahme davon abhängig machen wie wichtig die Sitzung ist und dem Verhalten der Vorgesetzten. Sie könnte sich dafür einsetzten, dass die Sitzung verschoben wird. Du hast das Recht und die Pflicht daran teilzunehmen.
13.12.2020 um 23:15 Uhr
Genau, so habe ich es dem BR-Vorsitzenden auch gesagt. Ich habe gesagt, dass man die Sitzung auf Nachmittags verschieben kann oder auf einen anderen Tag.
Aber allein schon, dass meine Vorgesetzte so reagiert und meine Arbeit behindern will, möchte ich einfach daran teilnehmen.
Bei meiner Vorgesetzten handelt es sich um eine Frau, mit der ich schon am Anfang der Pandemie eine Auseinandersetzung hatte und seitdem spüre ich, dass Sie definitiv was gegen mich hat.
14.12.2020 um 01:08 Uhr
Schau auch mal § 23 BetrVG
14.12.2020 um 09:26 Uhr
ist die Urlaubskommission ein Ausschuss des BR? Wenn ja, was hat die Vorgesetzte da dann überhaupt zu kamellen? Wenn nein, wie bist du in diesen Ausschuss gekommen? solltest Du vom Gremium in diesen Ausschuss gewählt worden sein, ob nun ein reiner BR-Ausschuss oder etwas gemeinsames mit dem AG, dann hat weder der BRV noch Deine Vorgesetzte das Recht, dir die Teilnahme zu untersagen, aber Du musst entscheiden ob die Lage im Betrieb evtl so schwerwiegend gestört ist dass alles zusammenbricht wenn Du nicht deiner Arbeit nachgehst. Was macht die Urlaubskommission denn überhaupt?
14.12.2020 um 20:13 Uhr
Sooo...
Ich habe heute an der Sitzung teilgenommen.
Urlaubskommission ist ein Ausschuss und ich wurde vom Gremium reingewählt, wir sind 5 BR-Mitglieder die im Ausschuss sind und dann kommen noch ein paar Leute von der Arbeitgeberseite hinzu.
Die genannte Vorgesetzte ist unser Dispositionsleitung, bei ihr geben wir unsere Urlaubsscheine ab. Sie arbeitet es ab, genehmigt die Urlaube oder verschiebt einiges und zum Schluss gehen wir als Ausschuss drüber, ändern gegebenenfalls ein paar Dinge.
Beispiel:
Mitarbeiter X möchte nächstes Jahr 4 Wochen Urlaub haben von Kalenderwoche 10 bis Kalenderwoche 13. Die Frau genehmigt ihm aber nur 3 Wochen von KW 10 bis KW 12. Dann arbeiten wir halt alles so ab, schauen wie viele Mitarbeiter gleichzeitig Urlaub wollen und den Krankenstand muss man auch berücksichtigen. Je nach Situation wird der Urlaub komplett nach den Wünschen genehmigt oder auch nicht, oder nur ein Teil wird genehmigt und man bietet ihm eine Alternative an. Das sind so unsere Aufgaben im Urlaubskommission.
15.12.2020 um 01:24 Uhr
"Mitarbeiter X möchte nächstes Jahr 4 Wochen Urlaub haben von Kalenderwoche 10 bis Kalenderwoche 13. Die Frau genehmigt ihm aber nur 3 Wochen von KW 10 bis KW 12."
Hat bei Euch schon einmal jemand ins BUrlG geguckt? Um den Wunsch des MA nicht zu erfüllen, muss man schon sehr gute Gründe ins Feld führen.
15.12.2020 um 09:10 Uhr
Ich habe es mir jetzt angeschaut @celestro. Wenn es möglich ist, werden die Wünsche ja berücksichtigt. Manchmal geht es aus betrieblichen Gründen nicht z.B:
Ein Müllfahrzeug ist besetzt mit 3 Angestellten. 1 Fahrer und 2 Lader. 2 Lader dürfen nicht oder beziehungsweise sollten nicht gleichzeitig im Urlaub sein, da der Fahrer alleine nicht immer weiß wo die Mülltonnen versteckt sind und wenn 2 Springerlader die 2 festen Lader ersetzen müssen, kommt es öfters vor, dass so manch Mülltonne nicht gesehen und geleert wird. Das ist z.B so ein betriebliches Grund.
Oder wenn wir davon ausgehen, dass wir 50 Müllfahrzeuge haben und 80 Fahrer:
Wir schauen immer nach, wie viele Fahrer zu welchem Zeitpunkt krank waren und sagen wir mal, im August sind es durchschnittlich 15 Fahrer. Dann berücksichtigen wir den möglichen Krankenstand und die Fahrzeuge die besetzt werden müssen.
Nach dieser Beispielrechnung können wir im August z.B 15 Fahrern den Urlaub gewähren.
Insgesamt 80 Fahrer, 50 Fahrzeuge, durchschnittlich 15 kranke Fahrer, bleiben theoretisch 15 Fahrer übrig.
Wir sind ein kommunales Betrieb im Auftrag der Stadt und bei uns läuft eigentlich schon alles nach den Gesetzen etc.
Ich würde jetzt mal behaupten, nur das Verhalten der Vorgesetzten gegenüber zu mir läuft nicht immer richtig. Ich denke, dass es daran liegt, dass ich immer mein Mund aufmache und mir nichts gefallen lasse. Das können die nicht ab. Die wollen am liebsten Mitarbeiter, die zu allem „ja, wird gemacht“ sagen.
Deshalb passe ich denen nicht, da ich als Betriebsratsmitglied immer mein Mund aufmache.
Ich habe desöfteren mit dem BR-Vorsitzenden darüber gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich der Meinung bin, dass die Disponenten was gegen mich haben und mich versuchen psyichisch fertig zu machen.
Ich denke und spüre auch, dass es bei uns eine zwei Klassengesellschaft gibt. Also die orangenen Müllmänner sind nur dumme Sklaven in deren Augen, so kommt es mir vor, wenn ich mir den Umgang anschsaue.
Der BR-Vorsitzender sagt immer „nein, das stimmt definitiv nicht, komm bloß weg von dieser Gedanke“.
Mir kommt es so vor, als würde er eher die Arbeitgeberseite beschützen als die richtigen Arbeiter die ihr Geld hart erarbeiten müssen. Und das passt mir gar nicht.
Als ich vor längerer Zeit mit meinem Disponenten mal stress hatte und eine sehr lautstarke Disskusion, hat der BR-Vorsitzender mit mir gesprochen und mich versucht zu beruhigen, er hat mir auch recht gegeben. Und bei seinem Gespräch mit dem Disponenten bezüglich des Streits, hat er ihm auch recht gegeben meines Gefühls nach.
Also er redet mit mir so, mit der anderen Seite so und versucht bei beiden Seiten gut da zu stehen in dem er beiden recht gibt etc.
Ich bin dem BR-Vorsitzenden dankbar dafür, da ich vor 10 Jahren durch seine Mühe quasi in die Firma reinkam. Ich habe ihm auch immer alles anvertraut auch meine privaten Probleme, er war für mich als BR-Mitglied immer ein Vorbild. Aber mittlerweile wo ich seit 2.5 Jahren selber im BR bin, verliere ich so langsam den Vertrauen zu ihm und denke er lügt desöfteren und verdreht die Dinge.
15.12.2020 um 09:38 Uhr
ich glaube Ihr habt einen guten BRV. Als BRM muss ich mich eben in alle AN rein versetzen und vom Denken ...wir Kleinen und ihr Großen da oben....weg bewegen. Ich habe das Gefühl, dass dir das noch nicht gelungen ist?
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