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Dieser Beitrag ist vor 5 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

AN will sich nicht vom BR vertreten lassen

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Itsmenotyou
Nov 2020 bearbeitet

Ist es möglich, dass ich als AN dem BR mitteile, dass ich in Bezug auf die Dienstplanung für mich , meine Interessen dem AG gegenüber selbst vertrete und nicht vom BR vertreten haben möchte?

Hier nochmal für alle: Unser BR vertritt leider nur sich selbst und seine eigenen Interessen, sonst niemanden, egal welche Abteilung in unserem Betrieb. Mittlerweile sind ca. 75% der Belegschaft so genervt, dass sie sogar Unterschriften sammeln wollen, um Neuwahlen zu erzwingen. Dies ist leider ein Recht aussichtsloses Unterfangen, was man nunmal schwer durchbekommt. Und ja, ich springe gerne ein, wenn einer meiner Kollegen krank ist, dann interessiert es mich nicht, ob ich nen kurzen Wechsel mache oder Überstunden, wenn aber dann meine Leitung dafür böse Briefe des BR bekommt finde ich dies mehr als unverschämt.

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Community-Antworten (17)

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ganther

26.11.2020 um 23:49 Uhr

Können kann man viel... Es ist aber hier völlig uninteressant.

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Itsmenotyou

26.11.2020 um 23:55 Uhr

Sehr qualifizierte Antwort.

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celestro

27.11.2020 um 00:06 Uhr

"Sehr qualifizierte Antwort."

Ja, die Antwort ist sehr qualifiziert. Auch wenn Du das so vermutlich nicht hören möchtest.

I
Itsmenotyou

27.11.2020 um 07:38 Uhr

Ich weiß, dass man kaum etwas contra BR online findet, leider. Es sind nunmal nicht alle Betriebsräte die Retter in der Not, sondern es gibt auch, wie bei uns, die totalen Katastrophenfälle. Macht unser BR so weiter, wird der Betrieb demnächst geschlossen und wir stehen alle aufbder Strasse, damit ist keinem geholfen. Daher wäre eine Antwort auf die Frage, anstatt Belehrungen und kluger Sprüche, für mich und viele meiner Kollegen schon sehr wichtig.

U
UdoWoe

27.11.2020 um 08:43 Uhr

Sicher kann man eine Vetretung durch den BR immer ablehnen. Aber ich stelle mir gerade vor, wie dies in diesem Fall laufen soll. Leider weis ich nicht wie groß ihr seid. Aber wenn nun, sagen wir mal 100 MA zum AG laufen und wollen ihren Dienstplan selbst aushandeln, dann weis ich nicht wie der AG reagiert. Auch wenn es nur 10 sind wird es schon schwierig. Im Normalfall achtet der BR ja bei Dienstplänen nur darauf, dass es gerecht zu geht und alle verfügbaren MA gerecht in alle Diensten eingeteilt werden. Ich glaube auch nicht, dass die Einteilung in Dienstpläne der einzige Grund ist warum ein Betrieb geschlossen werden könnte (vorsichtig ausgedrückt, da Hintergrund Infos fehlen). Wenn du, Itsmenotyou Infos suchst, dann findest du auch viele Dinge die gegen einen BR sprechen. Ihr habt ja auch diesen BR gewählt, warum frage ich mich gerade. Wenn der BR wirklich dafür verantwortlich sein soll, dass ein Betrieb geschlossen werden könnte (auch vorsichtig ausgedrückt), dann solltet ihr als MA schnellstens etwas gegen den BR unternehmen. Stichwort: Amtsenthebungsverfahren....

M
Moreno

27.11.2020 um 08:49 Uhr

Nein es geht nicht! Man kann den BR nicht durch Individualabsprachen ausbooten! Das beste was man gegen einen schlechten Betriebsrat machen kann ist sich selber aufstellen lassen und besser machen!

K
Kjarrigan

27.11.2020 um 09:41 Uhr

Hallo Itsmenotyou,

ich formulier das mal so: Alle vom BR (kollektivrechtlichen) Beschlüsse gelten auch für dich. Also auch die Dienstplaneinteilung oder andere BV'en.

Man kann sich als MA nicht davon ausnehmen.

D
DummerHund

27.11.2020 um 09:43 Uhr

Ich habe in meinen Jahren auch noch nie mitbekommen das ein Betrieb wegen eines Betriebsrats die Türen schließen musste. Dies ist immer Gerede von AG die keinen BR wollen oder akzeptieren.

I
Itsmenotyou

27.11.2020 um 10:07 Uhr

@udoWoe, Danke Dir für Deine Antwort. Natürlich wird der Betrieb nicht deshalb geschlossen, dafür sind eher andere Machenschaften des BR verantwortlich. In Bezug auf meine Frage ist es halt so, dass der BR z.B. uns Mitarbeiter in de Pflege nicht fragt, was wir wollen (Stichwort kurze Wechsel z.B.), stattdessen wird eine BV boykottiert, obwohl wir einstimmig für kurze Wechsel sind. Ich könnte noch mehr schreiben, was hier aber zu weit gehen würde. Ich möchte halt solche Sachen selbst vertreten. Im Übrgen ist der BR zwar gewählt, aber nicht von einem Mitarbeiter aus unserem Bereich. Es ist halt schade, dass der BR ständig gegen die eigenen Mitarbeiter schießt, immerhin ist es ja eigentlich eine Mitarbeitervertretung. Und nein, die Mitarbeiter reden mittlerweile so und haben Angst, da unser BR das Geld für Anwälte und FO nur so zum Fenster heraus wirft. Es istjedem Mitarbeiter klar, dass dies von jedem anderen mit erwirtschaftet werden muss.

R
RudiRadeberger

27.11.2020 um 10:19 Uhr

1.) Kein Betrieb geht aufgrund von Kosten pleite, die der BR (manchmal ohne Sinn und Verstand) produziert - bei einer Pleite waren und sind andere kaufmännische Dinge in Schieflage. 2.) wie schon oft beschrieben, kannst du dich nicht aus dem Zuständigkeitsbereich des BR rausnehmen - es sei denn, du wirst zeitnah Leitender Angestellter mit personeller Handlungsvollmacht 3.) erinnert ihn freundlich mal an §80 Abs. 3 - manchmal muss man Mandatsträger auch wieder etwas erden

K
kratzbürste

27.11.2020 um 10:41 Uhr

Und 1922 sind Neuwahlen. Dann am besten selbst kandidieren.

Im übrigen - nicht derjenige, der sein Recht einfordert (ggf. per Anwalt oder Gericht) stört den Frieden, sondern derjenige, der diese Rechte verweigert. Im dem Fall wohl der Arbeitgeber. Aber der lässt jetzt im Betrieb verbreiten, dass der BR der Übeltäter sei. Und viele gutgläubigen AN (wie zum Beispiel du), glauben daran.

Du solltest den BR auffordern, eine bessere Informationspolitik zu machen.

G
Galaxy

27.11.2020 um 11:06 Uhr

Zitat: "In Bezug auf meine Frage ist es halt so, dass der BR z.B. uns Mitarbeiter in de Pflege nicht fragt, was wir wollen (Stichwort kurze Wechsel z.B.), stattdessen wird eine BV boykottiert, obwohl wir einstimmig für kurze Wechsel sind." "Kurze Wechsel" (von Spätdienst in Frühdienst vermute ich) sind in der Pflege nur unter Einhaltung des Arbeitsschutzgesetzes möglich, d.h. eine Mindestruhezeit von 11 bzw. 10 Std. zwischen den beiden Schichten ist einzuhalten. Darauf hat der BR zu achten und dieses, wenn es nicht eingehalten wird, auch durch eine "Nichtgenehmigung" des Dienstplanes zu untersagen. Da spielt es auch keine Rolle, wenn Du oder Ihr als Gruppe es einstimmig befürwortet, es gibt nun mal gesetzliche Vorgaben und diese sind einzuhalten. Ihr könnt nicht vom BR verlangen, dass er einer BV zustimmt, die entgegengesetzt zu Gesetzen ist.

Gruß Galaxy

I
Itsmenotyou

27.11.2020 um 11:31 Uhr

Im Rahmen einer BV kann man die Ruhezeit um.bis zu 1h verkürzen, dafür haben sich alle Mitarbeiter ausgesprochen (auch in anderen Bereichen). Da der BR aber gerne die Konfrontation mit dem AG sucht, wird dies komplett boykottiert. Nun denn, ich merke auch hier, dass es leider scheinbar nirgends Menschen gibt, die das Handeln eines BR auch mal kritisch hinterfragen. Das ist sehr schade. Ich für meinen Fall habe bis dato alle für mich wichtigen Sachen schnell und komplikationslos mit meinem AG selbst aushandeln können. Bis zur Wahl dieses aktuellen BR herrschte bei uns ein tolles Betriebsklima, was mittlerweile immer mehr den Bach runter geht. Und nein, es ist nicht der erste BR, sondern es gibt bei uns bereits seit fast 25 Jahren einen BR. Damit möchte ich die Diskussion hier auch schließen, ich denke, ich werde weiterhin einfach ignorieren, was der BR schreibt und meine Angelegenheiten selbst klären.

M
Matthias8282

27.11.2020 um 11:37 Uhr

Es gibt auch MA die wollen auch keine Pause machen und wollen 15h am Tag arbeiten. Hier ist ganz wichtig das der BR reingrätscht, auch wenn der AG es zulassen würde. Wenn ein Betrieb nicht ohne Einhaltung des Gesetz überleben kann, dann muss er schließen. Dafür kann man nicht den BR verantwortlich machen, der auf das Gesamtwohl der Mitarbeiter achtet.

Zitat: "Damit möchte ich die Diskussion hier auch schließen, ich denke, ich werde weiterhin einfach ignorieren, was der BR schreibt und meine Angelegenheiten selbst klären."

Wo hier das eigendliche Problem und vielleicht auch der Stimmungsmacher sitzt, dürfte dann auch geklärt sein.

C
celestro

27.11.2020 um 11:42 Uhr

"Daher wäre eine Antwort auf die Frage, anstatt Belehrungen und kluger Sprüche, für mich und viele meiner Kollegen schon sehr wichtig."

Das Problem ist, Du hast die Antwort bekommen (und siehst sie vielleicht nicht?). Die Antwort ist eben, das die Meinung des Mitarbeiters hier irrelevant ist. Der BR vertritt die Mitarbeiter im Rahmen der in den Sitzungen gefassten Beschlüsse. Wenn das den Mitarbeitern nicht gefällt, so ist das traurig, aber nicht zu ändern (außer eben bei den nächsten Wahlen Kandidaten rein wählen, die anders handeln).

"Sicher kann man eine Vetretung durch den BR immer ablehnen."

Rechtlich gesehen ist diese Aussage Unsinn.

"Nun denn, ich merke auch hier, dass es leider scheinbar nirgends Menschen gibt, die das Handeln eines BR auch mal kritisch hinterfragen."

Wo soll es solche Menschen hier geben? Du ziehst einen Schluss aus den Aussagen, den man objektiv NICHT ziehen kann. Wir haben viel zu wenig Informationen, um Deine Aussagen beurteilen zu können. Und selbst wenn wir das überprüfen könnten und würden ... und Dir dann zustimmen würden. Es ändert nichts an der Tatsache, das die Mitarbeiter rechtlich keine Möglichkeit haben, etwas am BR vorbei zu vereinbaren.

In Deinem Fall mag das schlecht / traurig whatever sein. Aber es ist die Realität.

T
takkus

27.11.2020 um 11:50 Uhr

  • Mitarbeiter in de Pflege
  • kurze Wechsel Na das sagt mir schon alles! Aber glaub mir, nach 30 Arbeitsjahren in der Pflege wirst Du wahrscheinlich über einen solchen selbstbewussten Betriebsrat glücklich sein.
P
paula

27.11.2020 um 15:03 Uhr

der BR vertritt die gesamte Belegschaft und wurde ja auch von dieser gewählt. Der BR soll alle MA im Blick haben und nicht nur den einzelnen oder eine Teilmenge. Daher geht es erst einmal in die falsche Richtung, wenn man als einzelner der Meinung ist, dass man sich alleine besser vertreten kann, denn als Einzelner hat man sicher nicht alle MA im Blick, sondern es sind ja wohl meistens die Einzelinteressen. Das zeigt sich besonders bei einem Thema wie Einsatzplanung. Jede Entscheidung zum Einzelnen hat Auswirkung auf die Kollegen, denn der Bedarf ist ja quasi vorgegeben und es geht um den Verteilung dieses Bedarfs auf alle Kollegen. Daher wäre es auch völlig falsch, wenn sich einer hier alleine vertreten könnte. Und selbst wenn Du und Deine Kollegen hier manche Sachen gerne anders hätten: vielleicht hat der BR übergeordnete Punkte im Blick und gerade Ruhezeiten ist ein sehr sensibles Thema (siehe auch takkus) bei dem ich mich als BR auch kaum bewegen würde. Es geht hier um elementares Arbeitsschutzrecht!

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