Unerträgliche Arbeitssituation - Was kann ein BR da machen bzw. was sollte man dem Kollegen raten?
Hallo, ein Kollege ist die Woche über bei einem Kunden eingesetzt, wo er kaum Arbeit hat und aufgrund der Entfernung nur am Wochenende nach Hause kann (im Arbeitsvertrag ist eine solche Reisetätigkeit vereinbart). Aufgrund der fehlenden Aufgaben bekommt er mittlerweile solche Depressionen, dass er schon überlegt hat (auch ohne einen neuen Arbeitgber zu haben), zu kündigen, damit er aus dieser Situation raus kommt. Sein Vorgesetzter ist deisbezüglich auf beiden Ohren taub, weil er dort für das Unternehmen (IT-Diensleister) Geld verdient. Was kann ein BR da amchen bzw. was sollte man dem Kollegen raten?
Community-Antworten (5)
03.09.2009 um 13:57 Uhr
@depri so lange der Kollege vertragsgemäß bezahlt wird ist erstmal soweit alles in Ordnung; dem Kollegen kann man raten : die Zeit zu genießen, Bücher oder Zeitschriften zu lesen, nächstes Jahr für den BR zu kandidieren, sich nach anderem Job umzusehen etc. pp
03.09.2009 um 15:40 Uhr
. . . . das Bezahlen ist die eine Seite, jedoch gibt es genauso wie ein burnout wegen Überforderung auch eins wegen Unterforderung. Das sollte man als BR nicht auf die leichte Schulter nehmen. Hinzu kommt, dass ein Arbeitstag sehr lang werden kann, wenn man nix zu tun hat und vielleicht aus Präsentationsgründen gegenüber dem Kunden eben keine Zeitung oder Bücher lesen kann. Muss er denn die gesamte Woche bei diesem Kunden präsent sein? Als BR würde ich den geschilderten Umstand als Beschwerde nach § 85 BetrVG behandeln und beim Chef auf Abänderung drängen. Ein paar Vorschläge wie: öfterer Wechsel der MA u.ä. könnten u.U hilfreich sein
03.09.2009 um 17:57 Uhr
Ja, die ganze Woche. Und tatsächlich wird der MA aufgrund der Unterforderung krank. Danke für den §85 Hinweis.
03.09.2009 um 18:13 Uhr
na, da darf man gespannt sein, was als Abhilfe i.S. von § 85 BetrVG rauskommt...
04.09.2009 um 00:17 Uhr
. . . versuchen kann man es doch immerhin, oder? Wenn alle immer meinen würden: so ist die Rechtslage und nicht anders, dann würde es keine Veränderungen geben. Nach meiner Erfahrung lohnt es sich immer, sich als BR für die Kollegen einzusetzen und wenn ich dazu alles total verbiegen müsste . . .
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