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Freiwilliger Arbeitsverzicht - Möglichkeiten, zu handeln und/oder Vorschläge zu unterbreiten, um so auch den Kollegen zu helfen?

B
Beize
Feb 2019 bearbeitet

Gestern wurde ich von unseren beiden Geschäftsführern zum Gespräch gebeten. Die Zahlen in unserem Unternehmen (Massivhausbau) stimmen nicht mehr. Wir kämpfen schon seit ca. 1,5 Jahren. Heute wollen die GF´s den Mitarbeitern mitteilen, dass sie nunmehr an der Hauptverwaltung ansetzen müssen. Sie wollen die AN den Vorschlag unterbreiten, in sich zu gehen und zu überlegen, wer auf Stunden oder gar seinen Job von sich aus verzichten kann. Dafür werden sie 2 Wochen Überlegungsfrist geben. Wenn sich keiner freiwillig dazu bereit erklärt, wollen Sie betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. Laut unserem Leiter des Rechnungswesen wäre das Unternehmen in der Lage, zu überleben, wenn einige Sachen anders laufen würden (wozu er nicht Entlassungen oder ähnliches zählt). Aber auf ihn wurde nicht gehört. In wiefern habe ich in dieser Situation Möglichkeiten, zu handeln und/oder Vorschläge zu unterbreiten, um so auch den Kollegen zu helfen? Wie angefordert mehr Infos: Wir haben einen Betriebsrat und ich bin Mitglied. Zur Zeit haben wir allein in der Hauptverwaltung 11 festangestellte und 1 Auszubildene. In den Zweigstellen gibt es mittlerweile noch 8 Festangestellte. Wir sind nicht im Arbeitgeberverband. Mit den Sachen, die anders laufen sollen, sind die Ausgaben gemeint, wie z.B. der Verkauf von Immobilien, die der Firma gehören und die überteuert verkauft werden sollen und es wird sich geweigert, mit dem Preis runterzugehen, so dass man lieber das Gebäude leer stehen lässt.

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Community-Antworten (4)

J
Jumper

26.02.2009 um 10:31 Uhr

@Beize, ein bisschen mehr Infos wären nicht schlecht.

Habt ihr einen BR und bist du dort Mitglied?

Wieviele Beschäftigte habt ihr?

Seit ihr im AG Verband?

Und welche Sachen sollten anders laufen?

B
Beize

26.02.2009 um 10:54 Uhr

Wir haben einen Betriebsrat und ich bin Mitglied. Zur Zeit haben wir allein in der Hauptverwaltung 11 festangestellte und 1 Auszubildene. In den Zweigstellen gibt es mittlerweile noch 8 Festangestellte. Wir sind nicht im Arbeitgeberverband. Mit den Sachen, die anders laufen sollen, sind die Ausgaben gemeint, wie z.B. der Verkauf von Immobilien, die der Firma gehören und die überteuert verkauft werden sollen und es wird sich geweigert, mit dem Preis runterzugehen, so dass man lieber das Gebäude leer stehen lässt.

A
Antrial

26.02.2009 um 11:43 Uhr

@Beize

Wenn ich das richtig lese will der AG die Koll. moralisch unter Druck setzen. Verzicht auf Arbeitsplatz fällt schon mal ganz weg. Über eine Stundenreduzierung kann nur jeder einzelln entscheiden. Falls es doch dabei bleibt solltet ihr mit dem AG über eine BV verhandeln die dann Kündigungen ausschließt. Ansonsten kann es passieren das die Leute erst auf Stunden verzichten und dann trotzdem gekündigt werden.

J
Jumper

26.02.2009 um 12:26 Uhr

@ Beize, würde dir den § 80 Abs. 1 Punkt 8 und Abs 3. BetrVG empfehlen.

Der BR hat die Aufgabe die Beschäftigung im Betrieb zu fördern und zu sichern.

Und da dieses halt nicht so einfach ist und nicht jeder BR dieses Kenntnisse hat ziehst du dir einen Sachverständigen zurate.

Wenn du das BetrVG von Däubler und Kittner hast schaue dir den § 80 an und zwar die RN 127 bis 130

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