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Umsetzungsantrag -wie stellen wenn Chefin jeden Tag aufs neue tyrannisiert?

D
doro
Nov 2016 bearbeitet

Wie stelle ich einen Umsetzungsantrag? Meine Chefin tyrannisiert mich jeden Tag aufs neue nur weil sie mich nicht leiden kann.Sie hat es einmal sogar fast geschafft,das ich meinen Posten als Stelli verloren hätte.Das geht nun gut eineinhalb Jahre so.Ich kann aber nicht mehr,ich war zwischendurch auch schon mit der Psyche krank geschrieben

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Community-Antworten (6)

S
s.a

08.02.2009 um 17:26 Uhr

den umzugstag steht dir zu da kann deine chefin nicht viej machen .setz dich mit einen therapeutin /therapeut in verbindung .was diejenige mit dir macht ist mobbing

P
pirat

08.02.2009 um 17:55 Uhr

@doro, "Wie stelle ich einen Umsetzungsantrag"....meist du einen Versetzungsantrag?

@s.a, "den umzugstag steht dir zu da kann deine chefin nicht viej machen" verlesen???

D
doro

08.02.2009 um 21:29 Uhr

ja das sehe ich auch so aber ich habe einerseits meine bezirksleiterin hinter mir andererseits aber nicht habe auch schon mit dem betriebsrat gesprochen aber ich weiss nicht was ich davon halten soll ,es wurde mir gesagt ich soll durchhalten und sie hätten sie schon auf dem kieker aber sie haben keine trifftigen gründe.was muss denn noch passieren denn meine chefin ist jetzt schon das zweite mal strafversetzt worden weil das personal nicht mehr mit ihr zusammen arbeiten wollte,das muss der führung doch endlich zudenken geben. muss dazu sagen arbeite in einem großen bekannten discountunternehmen schon seit 9 Jahren und habe so eine führung noch nicht erlebt.ich bin aber mitlerweile nicht die einzige die so behandelt wird aber die anderen trauen sich nicht etwas zu sagen also stehe ich alleine da.ich weiß nocht mehr was ich machen soll ich bin am ende und kann nicht mehr möchte am liebsten irgendwelchen mist verbocken damit ich gekündigt werde und vor dieser person ruhe habe

K
Kriegsrat

08.02.2009 um 22:35 Uhr

"es wurde mir gesagt ich soll durchhalten und sie hätten sie schon auf dem kieker aber sie haben keine trifftigen gründe"

ohne euren betriebsrat jetzt so pauschal der unfähigkeit bezichtigen zu wollen : schreib doch einfach mal eine beschwerde gem. § 84,85 BetrVG an deinen betriebsrat dann hätte er schon mal einen "trifftigen" grund, sich für dich einzusetzen und wenn du noch ein paar kollegen gewinnen könntest, die das genauso machen..... sollte sogar eurem betriebsrat eine lösung für das problem "chefin" einfallen

such dir verbündete, denen es genauso geht wie dir, vereinbart einen gesprächstermin bei eurer "bezirksleiterin", und schildert dort eure probleme mit dieser vorgesetzten

die von dir angesprochene lösung halte ich für die schlechteste....

N
nicoline

09.02.2009 um 01:03 Uhr

Hallo doro, was Du hier schilderst, erinnert mich ziemlich an den Tatort, der vor Kurzem im Fernsehen lief. Ich möchte mich dem, was kriegsrat geschrieben hat, voll anschliessen. Sieh es doch mal so (das soll Dir Mut machen): es kann doch wirklich nicht richtig sein, dass viele Kollegen leiden durch eine Person! Ihr seid doch die Mehrheit!!!!!! Nur wenn die Mehrheit so ein Verhalten duldet, kann es überhaupt weiter existieren. Angst ist in diesem Fall ein ganz schlechter Berater und ihr habt das Recht auf eurer Seite.

Zu allererst im Grundgesetz, dem obersten Gesetz in Deutschland:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Dann im Betriebsverfassungsgesetz:

§ 75 Grundsätze für die Behandlung der Betriebsangehörigen (1) Arbeitgeber und Betriebsrat haben darüber zu wachen, dass alle im Betrieb tätigen Personen nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit behandelt werden.

kriegsrat hat unbedingt recht: such Dir Verbündete und fangt an zu kämpfen. Wer kämpft kann zwar verlieren, aber wer nicht kämpft hat schon verloren und gemeinsam ist man wirklich stark, jedenfalls stärker als eine Person! Laß es nicht zu, dass diese Vorgesetzte Dich weiter krank macht, sie hat kein Recht dazu. Wenn die Schilderung Deines Problems da bin ich etwas radikaler als kriegsrat, euren BR nicht auf Trab gebracht hat, wird eine offizielle Beschwerde nach §§ 84, 85 evtl. auch nicht viel nützen. Deswegen solltet ihr sie aber trotzdem schreiben, aber auch selber aktiv werden. Hier mal der Gesetzestext, falls Du ihn noch nicht kennst:

§ 84 Beschwerderecht (1) 1Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, sich bei den zuständigen Stellen des Betriebs zu beschweren, wenn er sich vom Arbeitgeber oder von Arbeitnehmern des Betriebs benachteiligt oder ungerecht behandelt oder in sonstiger Weise beeinträchtigt fühlt. 2Er kann ein Mitglied des Betriebsrats zur Unterstützung oder Vermittlung hinzuziehen. (2) Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer über die Behandlung der Beschwerde zu bescheiden und, soweit er die Beschwerde für berechtigt erachtet, ihr abzuhelfen. (3) Wegen der Erhebung einer Beschwerde dürfen dem Arbeitnehmer keine Nachteile entstehen.

§ 85 Behandlung von Beschwerden durch den Betriebsrat (1) Der Betriebsrat hat Beschwerden von Arbeitnehmern entgegenzunehmen und, falls er sie für berechtigt erachtet, beim Arbeitgeber auf Abhilfe hinzuwirken. (2) 1Bestehen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber Meinungsverschiedenheiten über die Berechtigung der Beschwerde, so kann der Betriebsrat die Einigungsstelle anrufen. 2Der Spruch der Einigungsstelle ersetzt die Einigung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat. 3Dies gilt nicht, soweit Gegenstand der Beschwerde ein Rechtsanspruch ist. (3) 1Der Arbeitgeber hat den Betriebsrat über die Behandlung der Beschwerde zu unterrichten. 2§ 84 Abs. 2 bleibt unberührt.

Wenn ihr euch nicht zutraut, dieses schriftlich zu verfassen, geht zum BR teilt ihm mit, dass ihr eine Beschwerde abgeben möchtet und bittet ihn, diese schriftlich aufzusetzen und an den AG weiterzuleiten. Weiterhin solltet ihr unbedingt diesen Rat beherzigen:

vereinbart einen gesprächstermin bei eurer "bezirksleiterin", und schildert dort eure probleme mit dieser vorgesetzten

und sagt ihr ganz klar und deutlich, dass ihr von ihr erwartet, dass sie etwas unternimmt, ganz besonders deswegen:

meine chefin ist jetzt schon das zweite mal strafversetzt worden weil das personal nicht mehr mit ihr zusammen arbeiten wollte

und das ihr nicht länger gewillt seid, das Benehmen der Vorgesetzten tatenlos hinzunehmen.

Und noch ein Tip: ich weiß, dass ihr ziemlich sicher grottenschlecht bezahlt werdet und das ein Gewekschaftsbeitrag ein Loch in das monatliche Einkommen reißt. Aber vielleicht könnte, am Anfang, sich wenigstens eine Kollegin dazu aufraffen, in die Gewerkschaft einzutreten, damit wenigstens eine Unterstützung hat, die auch den anderen nützen kann.

So, jetzt soll mal Schluß sein, ich hoffe Du hast das Gefühl, das Du hier Unterstützung und Rat bekommen hast. Melde Dich wieder, wenn Du noch Fragen hast.

J
Jumper

09.02.2009 um 07:48 Uhr

@Doro,

du solltest auch anfangen ein Mobbingtagebuch zuführen.

In dem schreibst du auf, an welchem Tag und welche Uhrzeit deine Chefin dich angegangen ist. Mit welchen Worten und wie du dich in der Situation gefühlt hast.

Das ist das wichtigste Überhaupt, denn du kannst dir nicht alles merken was wan, wo und wie vorgefallen ist.

So hast du was in der Hand um deine Beschwerderecht bei Betriebsrat wahrzunehmen und notfalls Gerichtliche Schritte einzuleiten.

Empfehle es auch deinen Kolleginnen und Kollegen.

Wie schon meine Vorredner gesagt haben, gemeinsam seid ihr Stark.

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