W.A.F. LogoSeminare

Zerstrittenes Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber - wie kann das durch BRV wieder aufgebaut werden?

M7
melli 77
Jan 2018 bearbeitet

hallo, seit einem jahr gibt es in unserem betrieb ein 3er gremium, von dem ich die 1. vorsitzende bin. nun kommt zum ersten mal ein richtiges problem auf mich zu, worauf ich überhaupt nicht sagen kann wie ich mich dem gegenüber verhalten soll. hier mein problem. mein arbeitskollege wünscht sich ein personalgespräch mit der geschäftsführung und bittet um unsere beisitzung. ich denke das es ein richtig ernstes gespräch wird, denn er fühlst sich von der geschäftsleitung gedisst. die geschäftsführung fühlt sich (auch ein weinig berechtigt) von ihm gedisst und er wird zunehmend beleidigend. ich denke es wird zur abmahnung und/oder kündigung kommen können. und nun??? wie es mit dem kündigungsschutz aussieht ist mir bekannt, leider weiss ich überhaupt nicht wie ich weiter damit umgehen soll, denn eine versetzung in eine andere abteilung (nicht so chef nah) ist von meinen kollegen nicht gewünscht. kennt sich jemand damit aus, wie ein total zerstrittenes verhältnis zwischen arbeitgeber und arbeitnehmer wieder aufgebaut werden kann?

8.51504

Community-Antworten (4)

P
pirat

26.10.2008 um 14:43 Uhr

@melli 77,

"ein total zerstrittenes verhältnis zwischen arbeitgeber und arbeitnehmer wieder aufgebaut werden kann?", nun ja, unter den von dir geschilderten Vorraussetzungen, schwierig, oder sogar unmöglich...du kannst nur als Deeskalationsmediator auftreten. Der BR sollte in dieser Situation nicht Partei ergreifen, wohl aber den Vorgesetzten auf seine Fürsorgepflicht hinweisen. Du solltest versuchen durch eine Vermittlung, dass ein sachliches Gespräch geführt wird und die Streitpunkte offen auf den Tisch gelegt werden. Am Ende des Gesprächs sollte eine einvernehmliche Regelung stehen, wie mit dem Konflikt weiter umgegangen wird. Wenn der AN und die GL nicht in der Lage sind, der Situation sinnvoll/einigungswillig/lösungsorientiert zu händeln.... sollte der MA das Unternehmen verlassen.

I
Immie

26.10.2008 um 16:11 Uhr

@pirat "du kannst nur als Deeskalationsmediatorauftreten" Ist das nicht ein wenig viel verlangt;-) Wieviele BR haben wohl diese Ausbildung?

P
pirat

26.10.2008 um 17:11 Uhr

Ahoi Immi, meine Liebe ^^

IMHO.... Deeskalation (verhindern von Konflikten) faire Methoden der Dialektik einsetzen...müsste man als BR ohnehin beherrschen... Mediation ( Vermittlung) ein weiteres Attribut über welches man verfügen sollte...

aber wie Friedrich II der Große schon sagte, laaange bevor es ein Wort wie * Deeskalationsmediator* schon gab....

"Kenntnisse kann jedermann haben, aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur." .-)

M
Magenta

27.10.2008 um 11:05 Uhr

Es besteht auch die Möglichkeit, einen externen Mediator zu beauftragen. Wenn beide Seiten ihn (und der mediator geschult ist, unabhängig und was drauf het) akzeptieren kann das viel bewirken. Wenn beide Seiten eine Deeskalation wollen, dann kann auch ein zerstrittenes verhältnis wieder so gekittet werden, dass eine zusammenarbeit wieder möglich ist.

Ihre Antwort