Verschwiegenheit des Betriebsrates - Freie Meinungsäußerung?
Hallo zusammen, aus aktuellem Anlass muss ich hier auch mal eine Frage stellen. Ich bin seit zwei Jahren im BR und beobachte, daß unsere Vorsitzende in zunehmendem Maße, egal worum es geht auf, Konfrontation mit der GL geht und quasi bei allem erst mal dagegen ist, weil die GL ja schließlich der feind ist. leider kann Sie eine größeren Teil unseres BR ganz gut manipulieren und immer dazu bewegen Ihrer Meinung zu sein, egal wie blödsinnig es ist. Ein weiterer Kollege und ich sinbd die einzigen, die Ihre Handlungsweise mal hinterfragen und dann oft auch belegen können, daß Sie unsinn verzapft. Heute ist mir bei einer Gelegenheit endgültig der Kragen geplatzt. Als es darum ging der GL mit einem Brief einen "reinzuwürgen", habe ich gesagt, das ich bei so einer "Kindergartenaktion" nicht mitmache und daraus, daß ich anderer Meinung bin auch gegenüber den MA und der GL keinen Hehl machen werde. Daraufhin wollte Sie mir weismachen, daß ich das gar nicht darf, da es geheim sei, wie ein BR darüber Abgestimmt hat, was in einer bestimmten Situation zu tun ist. Meine Einwände, daß es ja wohl nicht sein kann, daß ich mein Grundrecht auf frei Meinungsäußerung mit dem Amt des BR aufgebe, behauptete Sie glatt, alles was im BR besprochen wird ist geheim und sollte ich dagegen verstossen würde ich mich strafbar machen, was für mich in dieser Situation wie eine Drohung anhörte. Ich bin mit zwar sicher, daß ich im Recht bin, würde aber gerne noch Eure Meinung hören. Ich bin stinksauer, denn ich lasse mir ungern den Mund verbieten und dann noch drohen.
Community-Antworten (37)
11.09.2008 um 00:14 Uhr
Bei euch kocht scheinbar die Suppe auf beiden Seiten ein wenig zu hoch - auf BEIDEN Seiten. Auch wenn es dir nicht gefällt - deine Vorsitzende hat in dem Punkt Recht, wenn sie sagt, Abstimmungsergebnisse dürfen nicht nach außen gehen. Das hat mit "Mund verbieten" nichts zu tun (auch wenn sie sich im Ton vergriffen hat ggf.) - und klar hast du ein Recht auf freie Meinungsäusserung, nur halt nicht in den Punkten, wo du Vertrauens-Info allein aus den Betriebsratssitzungen hast (wie Abstimmungsergebnisse).
Beschlüsse vom BR sind Mehrheitsbeschlüsse - das gesamte Gremium trägt sie letztendlich dann (so ist das nun mal in einer Demokratie) - und die einzige reale "Gegenmaßnahme" ist, dass du selbst die besseren Sachargumente bei den nächsten Diskussionen lieferst.
Vielleicht könnt ihr baldmöglichst als Gremium eine Fortbildung machen um Sachauseinandersetzungen, Arbeit des BR, Möglichkeiten, Strategien aber auch Grenzen des BR einmal mit Hilfe eines "Trainers" zu ermöglichen bzw. zu definieren, damit dieser emotionale Stress nicht sinnvolle Massnahmen schon im Vorfeld erstickt !??!
11.09.2008 um 00:31 Uhr
Schlange...
kannst der BRVin mal sagen, dass ein BR kein Geheimrat ist. Geheim zu halten sind vertrauliche Infos vom AG & persönliche Daten, die du aufgrund deiner BR-Tätigkeit erlangt hast.Alle anderen Sachen mußt du sogar verkünden/äußern,damit deine NichtBRKollegen/innen wissen, was ihr zu dessen Wohle erreichen möchtet. Abstimmungsergebnisse kann man sehrwohl nach außen tragen, nur darf nicht erkennbar sein, welches BRM, wie abgestimmt hat.
Warum ist deine BRVin so auf Konfrontation aus? Ist die GF vielleicht doch nicht so nett, wie du denkst?Hinterfrag doch mal die Gründe.
11.09.2008 um 00:33 Uhr
Ich stimme schnepfe voll und ganz zu, habe nur noch ein kleines, aber feines Zitat beizusteuern, denn Georges Simenon lässt seinen Komissar Maigret sagen: "die Leute haben um so mehr Vertrauen in ihr eigenes Urteil, je weniger sie es mit Kenntnissen oder Erfahrungen untermauern können" Wie wahr, wie wahr!
11.09.2008 um 00:38 Uhr
@python67 Das Grundlegende und Hauptsächliche hat schnepfe(geiler Nickname) eigentlich schon gesagt. Aber hast Du Dir schon mal überlegtdas sie dem BR in einigen Dingen nur eine bessere Verhandlungsposition verschaffen will. Denn glaube mir ein AGweiß genau was erdarf und was nicht. und wenn er laufend Dinge einfach macht die er nicht machen dürfte,hilft erst mal nur noch die Keule, um einen Mittelweg zu finden.
11.09.2008 um 09:44 Uhr
@python, auch wenn für Dich die Vorgehensweise deiner BRV ärgerlich ist, so solltest Du doch bedenken, das ein BR-Gremium nach außen hin als Einheit auftreten sollte und auch muß. Wenn Du nach den Zwist im Gremium nach außen trägst, so schwächst Du den BR, freie Meinungsäußerung bei einem BR-Amt ist in einigen Dingen schwierig. Der Weg eines BR wird durch Mehrheitsbildung festgelegt und wenn die Mehrheit für einen härteren Kurs gegenüber dem AG ist, so hast Du den Weg mitzugehen.
11.09.2008 um 11:04 Uhr
moin phyton,
kann meinen vorrednern nur beipflichten und euch mit auf den weg geben, daß der AG auf jeden fall gewonnen hat, wenn ihr dieses verhalten weiterhin an den tag legt. das ist in meinen augen der wirkliche kindergarten!
"der GL mit einem Brief einen "reinzuwürgen"" ist in meinen augen und nach mehrjähriger erfahrung oftmals das einzige mittel auch in kleinigkeiten richtig zu reagieren. die beste legitimation für so ein vorgehen seitens des BR ist und bleibt nunmal die augenhöhe. bei uns bekommt ein MA eine abmahnung mit kündigungsdrohung wenn er ein paar minuten zu spät kommt. sollte das bei euch ähnlich sein, dann kann der BR auch nur so reagieren und jedes fehlverhalten des AG, sei es auch noch so unbedeutend (was m.e. prinzipiell! und nicht nach schwere von uns beurteilt werden sollte) mit entsprechenden reaktionen, also höflich aber bestimmt, vom BR angemahnt werden! vieles fühlt sich im ersten moment nach "unsinn" an, ist aber nur ein kleiner fundamentaler baustein um sich als BR respekt zu verschaffen. viele BR sehen sich als vermittler und wollen eine konfliktfreie beziehung zum AG. Ich kenne keinen, bei dem das jemals funktioniert hat. zeig mir einen anwalt des AG, der das so praktiziert...
spielt nach den regeln der demokratie. wenn die BRV nun mal die mehrheit überzeugen kann, dann ist das so von euch zu akzeptieren. stell dich argumentativ besser auf und lass den emotionalen mist weg!!! kannst du generell nicht mit der situation leben und die gemeinsam gefassten beschlüsse als gremium vertreten, dann solltest du ernsthaft über einen rücktritt nachdenken. bedenke, der AG freut sich über ein zerstrittenes gremium mehr als alles andere!
ich wünsch dir weiterhin kraft und geschickfür dein amt!
lieben gruß vom packer
11.09.2008 um 11:12 Uhr
Ob ein BRM seine Meinung nach außen trägt ist erst einmal ganz alleine seine Sache. Ein BRM muss sich nicht der Mehrheit beugen und kann SEINE BR-Arbeit machen. Dazu kann auch gehören dass er sich gegen den Beschluss seines Gremiums ausspricht. BR-Arbeit sollte demokratisch sein und dazu gehört auch dass ich eine abweichende Meinung habe und die auch äußern darf! Sicher sollte man dies nicht an jedem Punkt festmachen und auch mal die eigenen Interessen hinten anstellen. Aber sicher gibt es für jedes BRm eine Grenze die man nicht mehr tragen kann. Die kann nur jedes BRM für sich festlegen. Was wäre denn die Alternative? Zurücktreten? NEIN! Man hat gegenüber dem Wählern eine Verantwortung. Vielleicht haben die ein BRM ja gerade wegen seiner offenen Art und der Befähigung zum eigenen Denken gewählt.
11.09.2008 um 11:46 Uhr
Will an dieser Stelle (weil es mich persönlich aufgewühlt hat) mich paula voll und ganz anschließen! Nur mal ein Beispiel: Wenn 1000 Leute vom Dach eines Hochhauses in den Tot stürzen, springst du dann mit??? Ich hasse diese Art der Gruppenbildung, die hier in den Posts bereits läuft: Du bist BR (oder auch eine Partei) und du hast genauso wie der Rest im Verein zu sein! Habt ihr eigentlich mal überlegt, dass dieses Verhalten nur den Gedanken eines Einzelnen steuert? - Selbst Gedanken machen ist damit schon fast strafbar! Klar werde ich über Beschlüsse im BR nicht draußen so reden, dass sie z.B. mit 3:2 abgelehnt wurden, oder das der Kollege X mit "Nein" gestimmt hat; dennoch werde ich meinen Kollegen im Betrieb sagen, was meine persönliche Meinung dazu ist! Letzendlich bin ich ja auch für meine Einstellung zu verschiedenen Sachen von der Belegschaft gewählt worden - und ich bin nicht vom Betriebsrat (-svorsitzenden) "berufen" worden! Mann, Mann, Mann - Fangt an selber zu denken!
Ich bitte meine vielleicht etwas derben Worte zu entschuldigen, aber da verliere ich leicht die Beherschung!
Gruß STAN
11.09.2008 um 13:39 Uhr
@ stan und paula
alles schön und gut...
ich habe allerdings nicht von gleichschaltung geredet, um das mal ganz klar zu stellen. jeder BR hat seine meinung und kann sie auch vertreten!!! natürlich soll, muß und darf es auch eine opposition geben. diese sollte sich aber dem allgemeinwohl verpflichtet fühlen. sollte es eine "innerparlamentarische" opposition darauf anlegen den BR nach außen hin als zerrüttet darzustellen, dann hat auf jeden fall der AG gewonnen und der AN und der BR verloren! das ist meine langjährige erfahrung... mir ging es um die aussenwirkung eines gremiums, das mit erwachsenen besetzt ist...
und stan: in diesem falle ist es ein vorsitzender der die mehrheit hat. was ist denn, wenn du die mehrheit hast und genauso behandelt wirst? schon schräg, oder?
ich beschreibe einen idealzustand und bin mir klar, daß das oftmals nicht hinhaut. das geht aber immer dann auf kosten der AN... deswegen schrob ich auch "kindergarten"...
@ paula
wenn ich qua demokratischen regeln doch grundsätzlich verpflichtet bin mehrheitsbeschlüsse mitzutragen, sie aber aus politischen und moralischen gründen nicht unterstützen kann, dann kann ich doch nicht mehr mitspielen? dann trete ich aus und spiele APO bis zur nächsten wahl mit hoffentlich anderen mehrheiten... sag niemals nie ;)
es kommt natürlich immer auf den einzelfall an und auf die größe des gremiums. ich würde mir die frage stellen, was dem vetrtretenen AN nützt und was ihm schadet.
aber so emotionale themen sind denkbar schlecht hier im forum auszudiskutieren, leider...
11.09.2008 um 14:55 Uhr
@packer: Nicht überall bin ich deiner Meinung! Meiner Meinung nach ist ein BR erst dann stark, wenn er sich durch verschiedene Sichtweisen (auch innerhalb des Gremiums) stark gemacht hat! - Wenn ich nur eine Seite kenne und lebe, verliere ich den Gesamtüberblick und damit die Fähigkeit (zumindest halbwegs) objektiv zu bewerten und zu handeln! Für mich ist ein BR, der im Abstimmungsergebnisbei X:0 liegt, ein schlechter BR! Entweder ein Einzelner hat es geschafft, das Gremium voll "hinter sich zu bringen", oder der BR besteht aus einem "Leitbullen" und alle anderen folgen blind! - Damit will ich jetzt nicht gesagt haben, dass die Entscheidung des BR falsch ist - im Gegenteil, sie kann abslout richtig sein! - Aber ob dann die Argumente gegenüber dem Arbeitgeber (der eigentlichen "Gegenseite") ausreichen, wage ich zu bezweifeln... Kennst du nicht den Spruch: "Deinem Freund sei nah, deinem Feinde noch viel näher"? - Was ich damit sagen will, dass es wichtig ist sich in die Gegenseite hinein zu versetzen und da die Stärken und Schwächen abzuklopfen. Erst dann kann man sich bei eventuellen Verhandlungen vernünftig aufstellen und dieTaktik darauf auslegen, den "wirklichen Gegenüber" an seinen Schwachstellen treffen. Recht gebe ich dir insofern, als dass ich nicht über den BR oder eine Entscheidung gegenüber den KollegInnen "her ziehe" - Ich werde aber trotzdem meine Meinung zu einer Entscheidung kund tun , wobei ich aber auch die Gegenargumente des Gremiums nenne - Letzendlich ist es dann die Entscheidung des Kollegen, ob er mehr meinen Argumenten oder denen "der anderen" folgt. Insofern sehe ich es nicht als "schräg" an, wenn die Situation anders herum ist. Ein Beispiel: Bei uns gibt es Jahreskonten, die (nach BV vor meiner Zeit geschlossen wurden) mit bis zu 45 Gut-Stunden. Mit guter Auftragslage bis zum Ende letzten Jahres waren die Konten auch immer gut gefüllt. Als die Auftragslage sich verschlechterte, war man bei uns im Gremium der Meinung, dass es "günstiger wäre" einige "Leiharbeitnehmer" und "Befristete" aus dem Unternehmen zu entlassen. Ich persönlich habe mich auf den Standpunkt gestellt, dass in erster Linie das Konto für jeden drastisch reduziert wird, um damit wenigstens einen Teil der Beschäftigten zu halten. Für die (die du hier niemals finden wirst, weil sie sich nicht mit der Materie auseinandersetzen werden) einen war und ist es ein grober Einschnitt in ihre persönlichen Rechte laut BV - die haben nur ihren persönlichen Vorteil gesehen (Die 45 Stunden kann man abfeiern, bezahlen lassen oder stehen lassen). Denen hab ich auch gesagt: Für jeden Mitarbeiter (egal ob Leih- oder befristet) der mehr auf der Straße steht, geht es mir (und allen anderen) dann schlecht, wenn die Zahlen bei der Bundesanstalt für Arbeit wieder so groß sind, dass die Abgaben für den Steuerzahler immer höher werden - und die werden idR. nicht zurück genommen. Wie nun der Rest der Belegschaft meiner Agumentation folgen kann/konnte, werde ich bei der nächsten BR-Wahl feststellen, wenn ich mich nicht mehr im Gremium befinde lach Ich gebe dir aber insofern Recht, als das man für den Arbeitnehmer nach bestem Wissen und Gewissen auf Seiten des BR "für den AN" handeln soll.
11.09.2008 um 15:55 Uhr
Endlich, gegen Ende dieser Diskussion, kommen die richtigen Meinungen dazu....
Natürlich bin im im BR dem Gremium verpflichtet, und bin gehalten, gemeinsame Beschlüsse mitzutragen, aber das darf nicht heißen, dass ich meine Minderheitsmeinung dazu, und die Tatsache, dass ich den Beschluss nicht unterstütze, aber doch mittrage, öffentlich machen darf, und bei uns passiert das völlig konfliktfrei - auch in Betriebsversammlungen. Gut wäre es natürlich, eine abweichende Meinung auch gut begründen zu können. Dazu reicht es dann nicht zu sagen, ich bin anderer Meinung, weil die beschlossene Ansicht des Gremiums aus der grundsätzlichen Ablehnung der BRV gegen die IL herrührt. Damit würde ich nämlich den Konflikt im BR an die Öffentlichkeit tragen, und nicht mehr sachlich argumentieren. In Deinem Falle, python67, kannst Du sicherlich begründen, dass Du mehr Wert legst auf vertrauensvolle, denn auf konfrontative "Zusammen"arbeit mit der GF
Was ich sicher nicht darf: Andere als Minderheit bei der Abstimmung oder Meinungsäußerung zu outen, aber in Bezug auf die eigene abweichende Meinung muss ich mich nicht zurückhalten (natürlich nur, soweit nicht die tatsächlich vertraulichen Tatbestände betroffen sind)
Weiter oben stand es schon: Ein BR ist kein Geheimrat. Transparenz der Entscheidungen schafft auch hier sicher mehr Vertrauen in der Belegschaft, als offen ausgetragene Konflikte im BR.
11.09.2008 um 17:09 Uhr
@all Jetzt hab ich mir die ganze Diskusion 3 mal durchgelesen und mußte festellen das man verschieden Argumentieren- und zum gleichen Ergebniß kommen kann. Denn bei genauer Betrachtung ist genau das hier passiert. Wenn dies so in jedem einzelnem Gremium Ausdiskutiert wird ist es niemals ein Problem auch mal anderer Meinung zu sein. Ob ich alleine anderer Meinung bin oder ein Beschluß knapp gegen meiner Meinung gefasst wird spielt dann keine Rolle. Wichtig ist , wie gehe ich damit um. Sicherlich ist es wichtig nach außen hin als eine Einheit aufzutreten, aber jedes BRM ist auch Arbeitnehmer und hat auch eine persönliche Meinung, oder lassen wir die im Spind liegen ?
11.09.2008 um 19:43 Uhr
@ all
Richtig geile Diskussion hier - lach - so und nun komme ich mit "meiner Sicht" der Dinge. In meiner so leibreizenden Art der Konfrontation!
Also ich will nciht dumm babbeln (doch will ich doch), aber ihr verliert vermutlich ein wenig das Ziel aus den Augen. Es wurde gesagt, dass die BRV immer auf Konfrontationskurs zur GL geht! Hey, genau dafür ist der BR da - wie schon jemand sagte, dass die MA auf Augenhöhe mit der GL sind! Wir, also die Gremien, sind einseitig für die MA da. Das bedeutet wir stehen auf ihrer seite, bzw als Schutzschild davor. Auch ich sehe es so, dass wenn der AG kommt, ich erst mal gegen seine Meinung bin - er kann mich überzeugen, aber erstmal will der nur eines - sein Wohlergehen. Wenn er immer alles für die AN machen würde, bräuchte es keinen BR!!!!! Der Meinung zu sein, immer erst gegen den AG zu sein, entspricht also unseren Auftrag! Dafür wurden wir gewählt und haben einige Werkzeuge bekommen. Immerhin sind wir Betriegsverfassungsorgane!!! Klar, man kann es übertreiben, aber auch das wurde hier schon gesagt - das macht der AG auch - warum dürfen wir dann nciht?
Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte und um diese Mitte zu erreichen bleibt uns nichts anderes übrig als die überzogenen Forderungen der AG mit genauso übertriebenen Forderungen des BR zu antworten.
Man trifft sich in der Mitte - wie bei der Einigungsstelle! Wenn der Spruch der einigungsstelle von beiden Parteien als schlecht dargestellt wurde, ist er genau richtig!
Und ich denke schon, dass wenn bei den MA bekannt wird, dass ein Gremium sich nciht an Beschlüsse hält, oder die die "unterlegen" waren die Beschlüsse anzweifeln, ist das eine schlechte Außenwirkung des Gremiums.
So und nun stellt mich wegen meiner Meinung an den Pranger
11.09.2008 um 20:10 Uhr
@Don Johnson Willst Du nur gefesselt oder auch geknebelt werden? Wenn Du die Texte inhaltlich liest wirst Du feststellen das hier nichts anderes versucht wird Auszudrücken. Bloß darf ein BRM nicht meinen die Belegschaft ist bekloppt und merkt nichts. Deshalb ist es für jeden durchaus mal erlaubt auch einzelne Entscheidungen weiter öffentl. zu Diskutieren.NICHT WETTERN GEGEN DEN BR UND DEN BESCHLUß. Denn nur wo Diskusionen sind ist Weiterentwicklung.
11.09.2008 um 20:18 Uhr
Solange du mir nciht die Peitsche gibst... lach! Also ich dachte wir diskutieren hier die Frage die gestellt wurde und nciht alles was hier geschrieben wurde und unsere Gedanken als solches... darum vergesse ich jetzt mal, dass du versuchst deine Meinung näher zu erklären... lach - ich rede hier von der eigentlichen Frage um ncihts anderes geht es hier! Dass man mal so oder so ähnlich argumentieren kann, ist schon klar. Wir reden aber um diesen Fall zu demuns im Übrigen weitere Infos fehlen - wäre schön zu wissen worum es geht nur dann könnten wir entscheiden was nach unserer Meinung vertretbar wäre, gell?
11.09.2008 um 20:35 Uhr
Na dann packe ich meinen Ochsenstriemer wieder ein. Recht hast Du wenn Du sagst wir wissen viel zu wenig über den einzelnen Fall.Es ist aber auch so das von den 115553 Beiträgen hier im Forum die gestellt wurden fast immer eine Antwort mit einer persönlichen Meinung kommt, denn sonst würden wir hier nur Zahlen und Pharagrafen sehen.Hier geht es doch, wie interpretiere ich was. Entgültige Lösungen finden wir doch nur vor am geschen vor Ort. Und hast Du dich nicht letztendlich auch auf die Diskusion eingelassen indem Du Deine Meinung geschrieben hast.?!
11.09.2008 um 20:56 Uhr
klar habe ich - und ich mache das gerne! Vielleicht zu Überdruss einiger alt eingesessener, nenne ich meine Sichtweise der Dinge. Und das hab ich auch jetzt mal wieder getan! Wo wir stehen als Gremium sollte bekannt sein! Interessant ist es immer wenn gefragt wird wo der BR politisch steht! Die meisten Leute sehen den BR zwischen AG und AN. Na, das sehe ich anders - und ganz ehrlich, es ist anders, das weißt du auch. Dieses BRM hat die politische Ausrichtung des Gremiums aber nciht verinnerlicht und steht wie es aussieht in einem Fall wo fast das ganze Gremium auf Seiten der BRV steht, auf Seiten des AG! Ich weiß nicht warum und um was es ging oder geht, aber eines ist sicher - die politische Ausrichtung des Gremiums und das wofür es steht: eine Arbeitnehmervertretung!!! Ich finde es einfach bedenktlich, wenn Arbeitnehmervertreter auf Seiten des AG stehen - sorry, da bekomme ich ne Gänsehaut - und dass hier dann gefaselt wird, was weiter getragen werden darf oder nciht, das bringt mir eine gewisse Übelkeit in der Magengegend. Hier wird nciht diskutiert worum es geht, sondern nur ob es richtig ist was auszuplaudern - überspitzt gesagt - das Nest zu beschmutzen und zu vergessen worum es geht - ARBEITNEHMERVERTRETUNG zu sein - also absolut auf Seiten der AN - und so steht es sogar in der Komentierung des BetrVG!!!
11.09.2008 um 21:06 Uhr
Also: Mir gefällt es lach Viele, die ich hier lese, hätte ich ausgesprochen gerne in "meinem" Betriebsrat (ich bin auch nur BRM) - auch "packer" (auch wenn es sich vielleicht nicht so angehört "gelesen" hat). Ich liebe diese Diskussionen und hier sind dann wenigstens welche, mit denen man diskutieren kann! - Bei uns im 5er Gremium findest du davon im Prinzip nur einen, oder vielleicht mal 2 - aber nicht mehr! Der Rest besteht (leider) nur aus "Kopfnickern"... Damit sind wir eigentlich auch nur ein schwacher BR, der meist auch nur mit 5:0 abstimmt - und damit fehlt mir eindeutig ein Gegenpart, an dem ich wachsen kann! Ob letztendlich meine Idee oder die des Gegenparts durchkommt, ist dabei nebensächlich! Wichtig ist, dass man sich voll in die Frage hinein begibt und damit alle Möglichkeiten erörtert. Erst damit ist man vernünftig für alle "Für und Wider" gewappnet.
11.09.2008 um 21:31 Uhr
Hallo an alle und vielen Dank erst mal für die vielen Antworten. Wie ich beim lesen so gemerkt habe, sind "Stan" und "Paula" so ziemlich die einzigen, die mich richtig verstanden haben und auch meiner Ansicht sind. Noch mal, es geht mir nicht darum dem BR in der Öffentlichkeit zu schaden, ich bin aber nicht gewillt Entscheidungen nach aussen hin mit zu vertreten, mit denen ich nicht konform gehe. Solche Aussagen, wie Zitat:".....Es wurde gesagt, dass die BRV immer auf Konfrontationskurs zur GL geht! Hey, genau dafür ist der BR da" sind genauso unnötig wie unsinnig. Nur weil ich der BR bin, bin ich doch nicht automatisch gegen alles, nur weil es die GL vorgeschlagen hat. Hin und wieder muß man eben auch mal den gesunden Menschenverstand einschalten und ein wenig betriebswirtschaftliches Denken anwenden um einige Sachen richtig zu verstehen, bevor man, nur weil man ja der BR ist und grundsätzlich gegen alles ist, auf Konfrontation geht. Im übrigen habe ich auch niemals gesagt, daß ich irgendwelche Abstimmungsergebnisse nach aussen tragen will, ich möchte nur meine Meinung als Individum auch nach aussen vertreten dürfen. Einen schönen Abend wünscht python67!! ;-) PS.: ich bin übrigens kfm. Angestellter in der Bekleidungsindustrie und Mitglied in einem 9-köpfigen BR
11.09.2008 um 21:35 Uhr
Jo Stan, da bin ich deiner Meinung - drum bin ich hier so oft drin, spare mir aber Komentare zu Dingen, die mir dann echt manchmal zu blöd klingen. Na und ich gebe zu, mir gehen ab und an mal die Pferde mit mir durch, darum meine teils schroffe Meinungsäußerung. Auch bei uns gibt es leider den ein oder anderen, der die politische Richtung eines BRM nciht sieht oder sehen will. Ich rede jetzt nicht von GEW, sondern davon, auch Seminare besuchen zu müssen. Das ist eine Verpflichtung in meinen Augen und stellt wenn man es nciht macht eine grobe Verletzung der Pflichten nach 23 nach sich. Aber das ist ein anderes Thema.
11.09.2008 um 22:15 Uhr
@Don Johnson nachdem ich mir jetzt noch einmal alles durchgelesen habe, muß ich nochmal was klar stellen: In jeder Lebenslage, auch im Verhältnis zwischen BR und GL, macht der Ton die Musik. Auch wenn man anderer Meinung ist, sollte man sich meiner Meinung nach mit Respekt und im Rahmen des üblichen höflichen Verhaltenskodex begegnen. Wenn dieses von der Mehrheit meiner BR-Kollegen ignoriert wird, will ich einfach das Recht haben, mich von dieser unangebrachten Vorgehensweise, auch öffentlich, zu distanzieren. Ich hoffe diese etwas mehr ins Detail gehende Erklärung ermöglicht es jetzt allen die Situation und meinen Standpunkt zu verstehen.
11.09.2008 um 22:46 Uhr
Und genau da liegt doch der Hase im Pfeffer! Wie es in den Wald schallt, so hallt es hinaus! Du sagtest nie nciht, wie es herein geschallt hat. Von deiner "öffentlichen Meinung" im Sinne eines gestehenden Beschlusses zu disstanzieren - sorry, das ist Nest beschmutzen! Wieso, wenn deine Meinung die richtige ist, und alle anderen Unrecht haben, dass entzieht sich meiner Kenntnis. Vom Grundsatz her, sehe ich es nicht ein, dass ein "abrtünniges" BRM alles an die große Glocke hängen darf und somit die Arbeit des Gremiums in den Dreck zieht! Sorry! Sag endlich worum es geht - vielleicht bin ich dann deiner Meinung und kann dir sogar dazu raten vertrauensbruch zu begehen!!!!
11.09.2008 um 23:22 Uhr
@python67 DJ hat recht gebe endlich Hinweise um was es hier geht, sonst kommen wir in 5 Jahren noch nicht auf einen Nenner und Dir haftet es an gegen den BR zu arbeiten.
11.09.2008 um 23:34 Uhr
Und ich könnte mit dir wetten, dass wir diese Antwort nie nciht bekommen!
11.09.2008 um 23:42 Uhr
Mich umschleicht der Gedanke das wir sie deshalb nicht bekommen weil sie nicht auf ein Thema zu spezifizieren ist
12.09.2008 um 00:03 Uhr
und dann ist die Frage nach der politischen Anordnung oder Ausrichtung nciht zuviel, oder?
12.09.2008 um 00:31 Uhr
Ist sie das unter den Umständen denn je gewesen, oder sind wir einfach nur Bauernopfer?
12.09.2008 um 00:47 Uhr
Merkt ihr es eigentlich noch?? Was hat denn meine Frage mit politischer Ausrichtung zu tun?? Es geht doch nur um das einfache Recht seine Meinung vertreten zu dürfen. Ich wette, wenn die Sachlage umgekehrt wäre, ich also geschildert hätte, daß meine BR-Kollegen immer alles was von der GL kommt soforgt annehmen und ich der einzige wäre, der immer gegen die GL ist, hätte ich hier sofortigen Zuspruch, ohne jede Nachfrage nach details bekommen. Das zeigt mir nur das, was ich mir von vornherein gedacht hatte, daß es nämlich ein Fehler war mein Anliegen hier darzustellen. Lasst euch nur weiter fernlenken, das ist ja auch so schön bequem, da muß man nicht selber nachdenken oder sich selber eine Meinung bilden.
12.09.2008 um 08:09 Uhr
Mich stört dabei noch die Sache mit der "Nestbeschmutzung"... Es kann in meinen Augen nicht sein, dass ich mich einem BR (oder einer Partei) anschließe und dann "dem Führer" blind folge!?! - Dann wäre ich sofort für eine Diktatur... Gott sei Dank ist es ja nicht so. Es geht jetzt nicht darum nach der Sitzung herauszurennen und überall lauthals zu erzählen, dass das Gremium "wieder mal Scheiße beschlossen hat" und das "besonders Kollege X und Y da absolut anderer Meinung ist, als ich". Es geht um die Diskussion und die Frage, wie es die Mehrheit in der Belegschaft sieht. Ich würde so etwas in der Richtung sagen, dass das Gremium "Dies und Das beschlossen hat - und das werden wir versuchen durch zu bringen ... allerdings habe ich an der und der Stelle meine Zweifel, weil... usw." @ python67: mit "politischer Ausrichtung" ist wohl mehr gemeint, wie man sich grundsätzlich aufstellt (Beim BR im Sinne von "für den AN"). Damit diskutieren wir hier im Prinzip 2 Fragen: a) politische Ausrichtung (die ist bei allen hoffe ich gleich) und b) den Weg zu Punkt a... Und bei dem 2ten diskutieren wir im Moment herum. Bei uns ist es häufig so, dass bereits der Vorschlag des AG bereits der Beste ist (ist nicht überall so - vor allem nicht, wenn der Betrieb eine AktienGesellschaft ist) und dann wäre eine Einstellung wie es "pyhton67" am Anfang beschrieben hat, sehr schlecht - Damit wäre der BR zwingend gegen den besten Vorschlag. Keine Frage: Die Situation bei uns im Haus ist damit im Prinzip eine Ringeltaube. Aber es gibt auch Ausnahmen. Und welcher Weg zum Ziel nachher der beste ist, gilt es in offener Diskussion zu finden! - Oder? Und da beziehe ich auch die Kolleginnen und Kollegen mit ein.
12.09.2008 um 10:15 Uhr
@python jetzt ergeht es Dir hier wie in Deinem BR, die Mehrheit ist anderer Meinung wie Du, und dadurch sind die anderen ferngelenkt, die nicht Deine Ansicht vertreten. Ich unterstelle mal allen die an dieser Diskussion, und das läuft hier doch letzendlich, beteiligt sind, das BR-Arbeit im Gremium kein Neuland ist und in einem BR Vorgehensweisen und Richtungen kontrovers diskutiert werden (zumindest ist es bei uns so). DJ hat schon Recht, wenn er von "Nestbeschmutzung" spricht und ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, das es letztendlich vielleicht auch darum geht, nach außen hin in Opposition zu gehen (weil dies im BR nicht klappt) um die Deiner Meinung nach falsche Vorgehensweise und Meinung Deiner BR-Kollegen publik zu machen. Dabei ist es nicht von Belang, ob Abstimmungsergebnisse mitgeliefert werden. Opposition ist immer gut, Diskussionen noch besser, so was bringt einen schließlich auch weiter, aber man sollte schon gründlich darüber nachdenken, wo ein Gremium das ausführt. Aus Erfahrung heraus kann ich Dir auch versichern, das der AG solche Situationen beim BR liebend gerne für seine Zwecke ausnutzt. Seine persönliche Meinung innerhalb des Gremiums zu vertreten und auch versuchen durchzusetzen, ist doch das Salz in der Suppe. Aber wenn jeder nach außen hin seine persönliche Meinung darstellt und nicht den Beschluß oder die Richtung mitträgt, kann das auch mal ganz locker zu Verwirrung innerhalb der Belegschaft führen.
12.09.2008 um 10:45 Uhr
@ all
ich bin ein vielschichtiger mensch und in solchen fragen polarisiere ich allzu gerne um die negativen aspekte einer sicht hearuszuarbeiten. da wird man gerne auch mal in eine schublade gesteckt... schade, daß die schriftliche kommunikation um so vieles "ärmer" ist als die direkte... auf jeden fall eine schöne diskussion hier... viele meinungen und ansichten machen halt das leben bunt :)
das problem, dem ich hier oft begne ist, daß in der frage hintergründig eher emotional geschrieben wird und dann im fred später nachträglich entscheidende fakten nachgereicht werden. das problem an den eher emotional begründeten geschichten ist, daß der/diejenige sich dann auch oftmals die antworten raussuchen die ihnen passen und die kontroversen oder unpopulären geschichten dann eher verlieren... aber so ist das leben eben...
12.09.2008 um 11:56 Uhr
die Diskussion hier ist sehr interessant. Sie zeigt nämlich wie unterschiedlich die BR-Arbeit wahrgenommen wird.
Nehmen wir doch einmal das Gesetz als Grundlage. Das Gesetz schützt das BRM damit er SEINE BR-Arbeit betreiben kann. Die hier vertretene Meinung, dass ein BRM seine Meinung nicht äußern sollte wenn das Gremium es anders sieht finde keine Stütze im Gesetz. Das hat der Gesetzgeber ganz bewußt so gemacht denn auch dieser sieht das BR-Gremium als demokratische Einrichtung an und ein Grundpfeiler dieses demokratischen Verständnisses ist die auch im Grundgesetz niedergelegte Meinungsfreiheit und Selbstbestimmtheit.
Natürlich muss ein BRM mit seinen Rechten verantwortungsvoll umgehen. Nicht in jedem Punkt sollte man SEIN DING durchziehen. Aber jedes BRM ist seinem Gewissen und seinen Wählern verantwortlich. Und da kann man nicht unbedingt zu Allem ja und Amen sagen.
Was passiert denn in vielen Großbetrieben mit mehrern Listen im BR. Auch hier wird eine differenzierte kommunikation gefahren. Denn jede Liste ist mit einem eigenen Programm angetreten. Das stellt man auch durchaus mal dar auch wenn der BR dann anders entscheidet. Daran geht die Welt nicht zu Grunde und man ist auch nicht gleich ein Nestbeschmutzer. Es kommt auch da auf den Stil und die verantwortungsvolle Kommunikation an.
Der BR soll auf der Seite der AN stehen. Was aber für die AN das Beste ist entscheidet nicht ein Gremium sondern jedes BRM für sich selbst. Und danach sollte es handeln und seine Verantwortung wahrnehmen. Dazu gehört die AN-Vertretung nicht zu beschädigen da sonst nicht die Interessen der AN durchgesetzt werden können. Aber trotzdem kann man eine eigene BR-Arbeit betreiebn und eine eigene Meinug haben und ggf. auch vertreten.
BR-Arbeit ist nicht einfach! Aber nur nicken weil das Gremium es für richtig hält ist kein Weg
Ich bin bei diesem Thema immer sehr vorsichtig da ich schon genug gute BRM gesehen habe die sich dem Gruppendruck des BR nicht beugen wollten aber eben leider nicht genug Kraft hatten auch in die Oposition zu gehen. Und das ist sehr bedauerlich
12.09.2008 um 15:49 Uhr
Ach ich liebe Euch. Gut gefrüstückt und dann kann man wieder gut Argumentieren und Diskutieren. Aber bei allen Antworten die ich hier gelesen habe werde ich immer noch das Gefühl nicht los, das wir im Endergebnis der selben Meinung sind; die Da ist: Freie Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit ja, nur nicht zum Schaden und Ansehen des gesamten Gremiums. Oder sehe ich das jetzt verkehrt? Ich denke mal das Problem ist hier gewesen das python67 es am Anfang so dargestellt hat als gebe es 2 Lager innerhalb des BR´s ,wiel er davon spricht das die BRV dies ständig so macht,natürlich abgedeckt durch die Mehrheit des Gremiums. Dann ist es für python67 doch nur legetim wenn er versucht sich Rückenstärke durch eine breite Masse zu holen, solange dies nicht auf kosten des gesamten Gremiums geht. Die Leittragenden wären dann nämlich nicht die einzelnen BRM´s wenn´s mal keinen Betriebsrat mehr gibt, sondern Die Belegschaft die keinen BR mehr hat. Meine Philosophie ist immer, die ganze Belegschaft ist der BR und wir als gewählte der breiten Masse sind nur das ausführende Organ mit einem Sprecher an der Spitze. Das sich da auch mal unterschiedliche Meinungen auftuhen ist doch da ganz normal. iemachen wir das denn im engsten Familienkreis wenn es mal Meinungsverschiden- heiten gibt,da lassen wir uns doch auch nicht gleich scheiden, oder? Es wird ein Weg gesucht! Im Jahre 03 habe ich mit einem Kollegen den BR und ein Jahr später den KBR gegründet. Der Kollege wude im BR 1.Vorsitzender und im KBR Stellvertreter. 2007 war ich 11Mon. krank und als ich wieder kam, war ein neuer BRV und im KBR war der Kollege gar nicht mehr entsandt. Alles nur weil sich zwei Lager gebildet hatten und der AG zum schluß der lachende dritte war. Unter dem neuen BRV wurde eine BV rauchen abgeschlossen, die so eigentlich nicht tragbar war. Der brv war redegewandt und hatte alle schnell auf seiner Seite, zumal die meisten bis heute noch nicht mal wissen was in dem kleinen roten Buch das sich BetrVG nennt drin steht. Ich für meinen teil hätte diebezüglich überhaupt keine BV abgeschlossen und hätte es drauf an kommen lassen ob der AG die AN hätte abstempeln lassen, denn bei uns ist der Weg länger als wie das Rauchen dauert. Und abziehen darf er ja nur das Rauchen und nicht den weg dorthin. Das interessante daran war das Rauchverbot bezog sich nur eine Stunde vor Arbeitsbeginn auf dem Werksgelände und zwei Stunden nach Arbeitsbeginn. Und das in einem Dreischichtbetrieb. Dazu kommen dann noch die Zwischenschichten und das die Verwaltung ja auch andere Arbeitszeiten hat. Fremdfirmen waren von dieser Regelung ausgeschlossen. Wer wollte das noch kontrollieren ? Nachdem ich dann Anfang des Jahres wieder arbeiten durfte, habe ich die BR Kollegen erst mal Aufgeklärt und auch öffentl. darüber Diskutiert das dies so nicht geht. Der Druck auf den BRV und den Rest wurde dann so groß das die BV gekündigt und eine neue erstellt werden mußte. Hier wurden dann wenigstens feste Uhrzeiten festgeschrieben und das auch die Fremdfirmen sich daran zu halten haben. Verziehen hat der BRV mir das bis heute noch nicht, aber wir raufen uns immer wieder zusammen . So viel mal als Beispiel wenn man nicht mit einander kann, und wie man es dann machen kann.
12.09.2008 um 15:50 Uhr
Danke für diesen letzten Beitrag paula. Das spricht mir aus der Seele.
Dem salbadern von Don Johnson entnehme ich, dass er durch seine eigene GL bereits so verdorben ist, dass er zur vertrauensvollen Zusammenarbeit durch sachliche Auseinandersetzung nicht mehr fähig ist.
Ich habe oben schon mal versucht, den Unterschied zwischen der Vertretung der eigenen (abweichenden) Meinung und dem Mittragen von Beschlüssen darzulegen, aber anscheinend kam das bei ihm nicht an.
Don Johnson, wenn das , was Du politische Ausrichtung nennst, darin besteht, dass ein Gremium von Schafen dem Willen des BRV folgt, dann darf das nicht dazu führen, dass diejenigen die nicht mitgehen wollen zum Kadavergehorsam verpflichtet sind.
Und wenn es so, wie Du vermutest "in den Wald hineinschallt", warum muss ich es dann als BR genauso heraushallen lassen. Meine Meinung: Als BR sachlich bleiben. Man muss Pöbeleien nicht mit dem gleichen Unrecht bedenken. Und wenn das Verhalten der GL gesetzeswidrig wäre, dann gibt es im BetrVG einen bunten Strauss von Reaktionsmöglichkeiten.
Ich hatte aber bei python67 nicht den Eindruck, dass er gegen die GL wettert, sondern gegen eine ungerechtfertigte Aversionshaltung eines durch die BRV aufgewiegelten Gremiums.
12.09.2008 um 17:16 Uhr
@paula willst Du mich heiraten??? Endlich jemand, der mich versteht!! ;-) ;-) Spaß beiseite, denn ich habe für meich ein Resume gezogen: ich werde, weiterhin meine persönliche Meinung vertreten, denn wegen dieser habe diejenigen im Betrieb, die mich gewählt haben, dies getan und werden dies dann auch wieder tun, da Sie sicher sein können, daß ich damit Ihre Meinung vertrete. Weil ja einige nicht verstehen, worum es mir eigentlich geht hier dann doch ein Beispiel aus unserer Firmenvergangenheit: Unsere GL hatte bei Tarifverhandlungen gefordert die Wochenarbeitszeit um 1,5 Stunden, ohne Lohnausgleich, anzuheben , was vom BRV kategorisch abgelehnt wurde ohne die weiteren Details zu hören. Da sich aus Kostengründen ein Konsens finden musste, schlug der BRV vor statt dessen allen MA die Jahressonderzahlung zu streichen und hat dies dann auch durchgedrückt. Ich hatte darauf plediert hier das gesamte Personal zu befragen um wirklich das richtige zu tun, was aber auch abgelehnt wurde. Als dann auf einer Betriebsversammlung im Oktober bekannt gegeben wurde, daß die GL das Weihnachtsgeld, daß immer im November gezahlt wurde gestrichen hat, war das Geschrei groß und ein großer Teil der MA sagte, er hätte lieber die 1,5 Stunden mehr gearbeitet und es hat nie jemand erwähnt, daß dieser Vorschlag in Wirklichkeit vom BRV kam. Ist es denn dann falsch, wenn ich den MA, die mich darauf anspreche die Wahrheit sage und daß ich es anders wollte?? Ich glaube kaum!!!
12.09.2008 um 19:59 Uhr
python67
gibt es bei euch einen Tarifvertrag? Wenn ja, können nur die Tarifvertragsparteien, das sind in der Regel:die Gewerkschaft./. AG-Vertreter,eine Erhöhung/Verringerung der Arbeitszeit vereinbaren.Würdet ihr einen HausTV abschließen, würden auch diese beiden Tarifpartner,natürlich mit euch als Gremium, darüber verhandeln. Dies wird wiederum schwierig, da Konkurenzunternehmen einen Wettbewerbsnachteil erwittern werden und ihr vielleicht einen Flächenbrand lostretet. ... aber ich schätze mal,dass ihr keinem TV unterliegt, denn ansonsten kann der AG das Weihnachtsgeld, wenn es dort festgeschrieben steht & der TV nicht gekündigt ist,nicht ohne weiteres streichen. Als Nächstes frage ich: Warum er das Weihnachtsgeld streicht? Möchte der AG eine Gewinnmaximierung erreichen? Hat er euch die Wirtschaftszahlen o. dem WIA vorgelegt & habt ihr diese von unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen? AG's versuchen alle ihnen nur mögliche Zulagen zu streichen!
12.09.2008 um 20:26 Uhr
@python Na es geht doch. Diese Information in den ersten Tread gepackt und man hätte Dich viel besser verstanden. Denn Dein handeln bezüglich der 1,5 Std. und des streichen des Weihnachtsgeldes ist 120% richtig!!!!!!!!!
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