Ich habe eine Frage zur möglichen Abwahl, bzw. zum möglichen "Sturz" eines Betriebsrates.

Vorgeschichte:
Ich bin gemeinsam mit einer Betriebsratskollegin im Frühjahr aus einem Betriebsrat ausgetreten.
Der Grund: Wahrheitswidrige Informationspolitik seitens des BR-Vorsitzenden, Intrigen seitens desselben, mutmaßliche Arbeitsrechtsverstöße, falsche BR-Arbeitsstundenabrechnungen, und vieles mehr.

Der Betriebsrat besteht aus 9 Personen.

Infolge verschiedener Umstände sind aus der Nachrückerliste (die Gesamtzahl der aufgestellten Kandidaten betrug seinerzeit 24 Personen) mittlerweile fast 50% der Nachrücker ausgefallen.

Der Betriebsrat besteht derzeit theoretisch zwar aus 9 Mitglieder, wovon 3 Frauen sind und 6 Männer. Praktisch sind bei den Sitzungen aber häufig nur noch 5 Mitglieder anwesend.

Ein männlicher Nachrücker, der an der an 15. Stelle des Wahlergebnisses stand, wird wegen der persönlichen Abneigung des BR-Vorsitzenden konsequent nicht für den BR berufen. Dies mit Verweis auf die Frauenquote, die obwohl von Anfang an nicht erfüllt, als Ablehnungsgrund gilt.

Gegen den BR-Vorsitzenden läuft seit Monaten eine (mutmaßlich berechtigte) Kündigung wegen
gefälschter KM-Geldabrechnungen, gegen die er prozessiert

Die Stimmung in der Belegschaft ist schlecht, ein zunehmender Teil wünscht einen neuen Betriebsrat.

Der amtierende BR ist seit 18 Monaten im Amt.

Gibt es rechtliche Möglichkeiten für die Belegschaft, dem jetzigen Betriebsrat das Mißtrauen auszusprechen und zu Neuwahl auszurufen?

Die Belegschaftsgröße beträgt ca. 350 Beschäftigete, die Geschlechterstärke liegt bei 50/50.


Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.



Alastor2262