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Dieser Beitrag ist vor 18 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Vorgesetzter im BR?

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Faberge
Nov 2016 bearbeitet

Hallo, Darf ein disziplinarischer Vorgesetzter Mitglied im BR sein? Bei mir in der Firma sind Mitglieder des BR auch gleichzeitig Vorgesetzte. Da muß es doch zu Konfliktsituationen kommen. Als die jetzigen Vorgesetzten erstmalig gewählt wurden waren sie aber noch Arbeitnehmer.

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Community-Antworten (6)

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ratve

23.04.2008 um 16:35 Uhr

Sind sie denn jetzt keine arbeitnehmer mehr? Das BetrVG entscheidet nur zwischen Arbeitnehmern und leitenden Angestellten. Leitender Angestellter ist, wer nach Arbeitsvertrag und Stellung im Betrieb

  1. zur selbstständigen Einstellung und Entlassung von AN berechtigt ist
  2. Generalvollmacht oder Prokura hat
  3. regelmäßig sonstige aufgaben wahrnimmt die für den bestand und die Entwicklung des Unternehmens von Bedeutung sind.....im wesentlichen frei von Weisungen Entscheidungen trifft... ratve
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wölfchen

23.04.2008 um 17:32 Uhr

. . . um das mal mit einem Beispiel aus der Praxis zu untermauern: ich bin teilfreigestellter BRV, meine direkte Vorgesetzte ist BR- Mitglied . . . eine hübsche Konstellation, aber ich muss dazu anmerken - da sie eine recht pragmatische Frau ist, stellt das kein Problem dar, ganz im Gegenteil - Freistellungsfragen lassen sich ganz unkompliziert und direkt lösen. Es kommt also immer auf die Person an. Wenns natürlich jemand ist, der gern den Chef raushängen lässt, wirds schwierig . . .

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Faberge

24.04.2008 um 20:47 Uhr

Hallo, Nein, im dem Sinne sind sie keine Vorgesetzten,..., aber sie müßen Entscheidungen des Arbeitgebers(der auch nur von höherer Stelle befehle empfängt) an uns weiterleiten. Und da sehe ich das Problem, Sie müßen Entscheidungen vertreten mit dem ein BR-Mitglied nicht einverstanden sein kann!!! Sie sind auch im Werks- , Fabrik- leitungsteam und hören Dinge die sie NICHT an den Betriebsrat (vice versa)weitergeben dürfen./.../ Sie vertreten Dinge gegen die sie evtl. im BR gestimmt haben. das kann doch nicht sein, oder ???

EDIT: Hab betreffende Stelle gelöscht, war vielleicht etwas zu hart ausgedrückt.

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wölfchen

24.04.2008 um 23:28 Uhr

. . . ich versuchs nochmal mit einer Antwort: die "Vorgesetzten" pauschal zu verurteilen finde ich nicht gut. Beispiel: ich bin Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat - dadurch weiß ich viele Dinge, die manche Abteilungsleiter nicht mal wissen. Wenn diese sich nun hinstellen und irgendwelchen Müll erzählen, schnürt es mir manchmal regelrecht die Luft ab, weil ichs besser weiß, aber nicht sagen darf. Das ist das Elend der AN- vertreter im AR. Andererseits habe ich schon zweimal den AR überzeugen können, zu Gunsten der AN zu entscheiden, finde also diese Funktion schon wichtig. Bin ich nun Deiner Meinung nach auch ein Lügner und Scheinheiliger? ;-)

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wölfchen

24.04.2008 um 23:30 Uhr

Alle Hagel! Es hat diesmal auf Anhieb geklappt, nachdem ich die identische Antwort vorhin mehrmals erfolglos speichern wollte . . . seltsam, seltsam!

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jotim

27.04.2008 um 16:39 Uhr

Nach der erläuterten Darstellung sehe ich kein Problem für den BR als Gremium. Da doch jeder weis in welcher Funktion der andere sein Geld verdient, ist das eigentlich eine "normale" Situation, die in vielen BR-Gremien besteht. Der BR soll ja die gesamte Belegschaft vertreten, wird von Allen gewählt und soll ja auch möglichst repräsentativ sein. Wobei es ja für die Meinungsbildung sogar hilfreich ist, betrieblich kompetente "höherstehende" Mitglieder zu haben, wenn sie sich aktiv einbringen.

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