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Stellenabbau (privater Postdienstleister)- Was hätten wir sonst noch für Chancen, wenigstens einen Teil der Mitarbeiter zu retten?

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Poppei
Jan 2018 bearbeitet

Wir sind ein privater Postdienstleister! Unser Arbeitgeber hat vor, von über 500 Briefzustellbezirken, 50 zu schließen und bei den Kollegen die Verträge auslaufen zu lassen. Nun haben wir als BR ja bei befristeten Verträgen kein Mitspracherecht, sie verlängern einfach nicht und gut ist. Begründen werden sie das mit den aufkommenden Sendungsmengen, die weniger geworden sind, somit wäre es sicher kein schlagendes Argument, mit dann anfallenden Überstunden für die Kollegen zu kommen. Was hätten wir sonst noch für Chancen, wenigstens einen Teil der Mitarbeiter zu retten?

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Community-Antworten (4)

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paula

09.04.2008 um 23:14 Uhr

Wenn es die Überstunden nicht sind, gibt es andere Koppelungsgeschäfte die der BR hier ins Spiel bringen könnte? So ein Deal hat schon manchmal was bewirkt

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Poppei

10.04.2008 um 00:39 Uhr

Leider nicht, dass Größte was sich unsere Mitarbeiter wünschen ist, von 35 auf 40 Stunden setzen. Das will er dann mit mehreren Mitarbeitern auch durchziehen. Das hilft nur leider den Befristeten nicht, die gehen müssen.

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paula

10.04.2008 um 02:14 Uhr

bei der Erhöhung der Stunden ist der BR aber mit im Boot. Nach der Rechtsprechung handelt es sich um eine Einstellung nach § 99 BetrVG... da könnt ihr vielleicht ansetzen

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Efaienaerbeer

10.04.2008 um 18:13 Uhr

Wenn er eine Vielzahl von befristeten Arbeitsverträgen auslaufen läßt und damit die regelmäßige Zahl der Beschäftigten (bewußt) senkt, dann kann das durchaus eine Betriebsänderung sein, nämlich eine Einschränkung des Betriebs oder von wesentlichen Betriebsteilen nach § 111 Nr. 1 BetrVG. Außerdem schließt er doch Briefzustellbezirke, also sind wir vielleicht auch beim Thema Betriebsteilstilllegung. Also verlangt einen Interessenausgleich und prüft, ob auch Sozialplanpflich besteht (seid ihr mehr als 300 Beschäftigte, dann könnt ihr euch ohne Zustimmung des AG eine/n Juristen als Sachverständige/n dazu holen) und versucht darüber zusätzlich Druck aufzubauen, um etwas für die Kollegen zu erreichen.

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