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Flugblätter der Gewerkschaft verteilen i.O.?

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Fluffi
Jan 2018 bearbeitet

Hallo Alle zusammen,

wir vom Kfz-Gewerbe in NRW werden in dieser Woche (12.-14.03.2008) Warnstreiks durchführen. Ich habe Gestern Flugblätter der IG-Metall (Aufruf zum Warnstreik) an markanten Punkten in unserer Firma ausgelegt und AN ,die mich darauf ansprachen, Rede und Antwort gestanden. Jetzt drohte der GF heute morgen mit einer Abmahnung, sollte der BR nochmals Flugblätter der Gewerkschaft verteilen. Wie sieht die Rechtslage dort aus ??

Vielen Dank im Voraus, Gruß, ULF

7.021012

Community-Antworten (12)

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pirat

12.03.2008 um 09:26 Uhr

@ Fluffi hoffentlich tatest du das in deiner Pause...sprich mit deiner GEW! hier noch Info´s... http://www.arbeitsrecht.org/themen-a-z/rechtsprechung/topnews06332.html#

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pehoe

12.03.2008 um 11:03 Uhr

Fluffi, ein Betriebsrat ist keine Gewerkschaft. Ein Betriebsrat darf nicht zum Arbeitskampf aufrufen ( Fiedenspflicht ). Bist Du gleichzeitig Gewerkschaftsmitglied darfst Du als dieses zum Streik aufrufen, allerdings nur in Deiner Freizeit und Du mußt deutlich machen, dass Du zum Streik als Gewerkschaftsmitglied aufrufst und nicht als BRM.

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Konrad

12.03.2008 um 11:18 Uhr

@Pirat was ist den das für ein AG freundlicher Link? BR vertreten ist erster Linie die Interessen der Kollegen/-innen, dazu gehören manchmal auch Gew. Pfui !!!

@Fluffi es geht vermutlich um den Erhalt des Flächen TV im KFZ Gewerbe und das ist schon wichtig.

Rechtslage: während der bezahlten Arbeitszeit nur BR Tätigkeit zulässig, aber in Pausen nach der Arbeit, während des legalen Streiks, ( Ausstempeln nicht vergessen) ist Gewerkschaftstätigkeit legal und zulässig. Hoffe Du bist Gew. Mitglied und erhältst dann von Gew. Streikgeld.
Bitte Maßnahmen und Streik mit der Gew. abstimmen.

F
Fluffi

12.03.2008 um 15:47 Uhr

Richtig es geht um den Flächentarifvertrag.

Leider schlage die wogen hier etwas höher. Die GF will um jeden Preis verhindern, dass jemand zum Streik geht !!! Daher will sie auch unterbinden, dass jemand die Flugblätter lieset.

Ich bin glücklicherweise in der Lage Freigestellter BR zu sein, so dass ich keine fixen Pausenzeiten habe. Wie du ja schreibst kann ich in meiner Pause, Freizeit diese Flugblätter verteilen. Auch wenn ich Vertrauen in deine Aussage habe, gibt es einen Gesetzenstext (§) aus dem dies hervorgeht ??

Vielen Dank im Voraus.

P
Petrus

12.03.2008 um 16:03 Uhr

§§ 2, 74 BetrVG Natürlich solltest Du die Kollegen auch nicht von der Arbeit abhalten. Aber in der Mittagspause vor der Kantine als Gewerkschaftsmitglied Flugblätter verteilen ist ok. Und damit klar ist, dass Du dort als Gew.-vertreter stehst, IGM-Kluft anlegen und die Pause nicht überziehen!

P
pirat

12.03.2008 um 16:07 Uhr

@Konrad sach mal, hammer........ich bin der Meinug
"Wer kämpfen will, muss seinen Gegner kennen - dieser Satz hatte schon zu Cäsars Zeiten größte Bedeutung. ...

ich bin BRV und Mitglied der GEW, was, manch einer in diesem Forum nicht von sich behaupten kann.....und das ist in meinen Augen MEGA PFUI!

...gewerkschaftliche Kollegiale Grüße

K
Konrad

12.03.2008 um 16:35 Uhr

@pirat na das sind wir uns mal einig! Gwerkschaftliche Kollegiale Grüße zurück.

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paula

12.03.2008 um 22:14 Uhr

@pirat @konrad

das weder pfui noch sonst was! Schon die Verfassung schützt die Interessenverbände aber auch die negative Koalitionsfreiheit. Wer mir sagen will ich kann nur BR arbeit als Gewerkschaftsmitglied machen der sollte sich mal anschauen was die Gewerkschaften teilweise treiben.

Seit verdi für die Versicherungswirtschaft zuständig ist kann man den Gewerkschaftsbeitritt keinem Kollegen mehr zumuten. Diese Gewerkschaft unterstützt aus politischen Interessen heraus Vorschläge die in Deutschland zehntausende von Arbeitsplätzen kostet. Bei uns haben die Mitarbeiter den Gewerkschaftssekretär deshalb aus der Halle gebuht... was da abgeht ist nicht interessenvertretung für MA sondern für die SPD und das brauche ich nicht.

Als BR bin ich meinen Kollegen gegenüber verpflichtet. Sicher gibt es Betriebe und Situationen wo man die Gewerkschaft braucht und diese sinnvoll ist! Aber das muss und darf jeder selbst entscheiden...

K
Konrad

13.03.2008 um 08:58 Uhr

@paula Dein negativer „Fall“ mit den Gewerkschaften insbesondere mit VERDI in der Versicherungswirtschaft, das kann ich gut nachvollziehen wenn verschlimmbessert wird. Aber das ist doch eher der Einzelfall, dass Tarifbindung und zugehörige Tarifpartner die Beschäftigten schlechter Stellen als ohne Gewerkschaft, oder ? Im konkreten Fall geht es um gute tarifliche Regelungen der IG Metall im Kfz Handwerk (Entgelt, Arbeitszeit, Urlaub, Weihnachts- und Urlaubsgeld usw.) oder die Alternative gesetzliche Regelungen die viel schlechter sind. Es lohnt sich in diesem Fall was zu tun.

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Petrus

13.03.2008 um 10:38 Uhr

@Konrad: Naja, da liegt wohl manches an den GEW-Sekretären. Und manche kriegen es eben nicht auf die Reihe, dass es in einer 50-MA-Filiale etwas anders läuft als in einem 500-1000 MA-Unternehmen oder gar einem Konzern. Da prallen eben bei Verdi die großen Behörden, kommunalen Krankenhäuser, Sparkassen... mit "Lokaldirektionen" von Versicherungen zusammen, wo 30-50 Leute für ganz Süddeutschland zuständig sind. Und der "Direktionsmanager" ist trotz seines Titels letztlich nur ein kleiner Hansel, der umzusetzen hat, was die Konzernspitze vorgibt und deren Meinung zu vertreten hat, obwohl er teilweise ähnlich betroffen ist, wie die "einfachen" MA.

Und im Metallbereich ist das auch nicht anders. Da gibt es ein paar Großkonzerne, die entsprechende Vorgaben machen - und jede Menge kleiner Buden. Ich bin hier als BR mittendrin und krieg mit, was abgeht. Entsprechend "beliebt" hat sich auf der letzten BV auch unser Gewerkschaftssekretär gemacht, als er unseren Standortchef persönlich angriff. Der hat zwar diverse Ecken und Kanten und macht manchmal auf groß - ist aber auch nur ein kleines Licht, der zwischen zwei "großen" zerrieben wird: Der eine Konzern gibt die Preise fix vor und unsere "Konzernmutter" legt fest, wieviel wir zu verdienen haben. Und bei beiden Konzernen sitzt die IGM im Aufsichtsrat und stimmt durchaus auch im Sinne der Konzerne ab - und den "kleinen Schrauber" machen sie übel von der Seite an... Dabei sorgt sie eben in den Aufsichtsräten durchaus mit dafür, dass bei den "kleinen" nichts mehr übrig bleibt, was man an die MA verteilen könnte.

Und weil Paula die "parteiverbundenheit" anspricht: Den Leuten entgeht nicht unbedingt, dass unter den Abgeodneten der Regierung, die "Hartz 1" bis "Hartz 4" und ähnliche arbeitnehmerfreundliche Regelungen beschlossen haben, ca. 40% Gewerkschaftsfunktionäre und über 60% Gew-Mitgl. waren...

Und die "Einzelfälle", wo MA durch Flächentarif schlechter gestellt werden als vorher, nehmen wohl auch eher zu. Die Zahl der "Spezialgewerkschaften", die aus dem Tarifverbund ausscheren, wird nicht auf Piloten, Ärzte und Lokführer beschränkt bleiben - warum haben die denn plötzlich solchen Zulauf?

K
Konrad

13.03.2008 um 12:45 Uhr

@Petrus, @Paula Die Problematik mit fehlenden Realität einiger Gew. Sekretäre kenne ich auch, auch der „politischen Interessenvertretung „ nicht immer gut im Sinne der Beschäftigten und der zahlenden Gew Mitglieder entschieden wurde. Es gibt kein Patetrezept. Das Thema könnte man lange ausdehnen. DANKE!

K
Kölner

13.03.2008 um 12:48 Uhr

@paula Der Witz ist ja auch, dass man mit "durch Ver.di autorisierte" Werbung zugeschüttet wird - zumeist von Versicherungen... übel

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