Gewerkschaft gründen Rechtsweg?
Hallo, ich möchte eine Gewerkschaft gründen für eine Branche, in der es diese Idee noch nicht gibt. Es geht nicht um Löhne, sondern Arbeitsbedingungen und Menschenrechte auf der Arbeit. Ich habe viel hier gelesen, was Meinung dazu ist, doch das Vorgehen blieb aussen vor. Ist eine Gewerkschaft ein einfacher Verein? Dann wüsste ich, was zu tun ist. Aber auch das ist mir nirgends untergekommen. Was braucht es konkret? Viele Grüsse Verena
Community-Antworten (18)
19.09.2019 um 09:55 Uhr
Du brauchst viele Mitglieder, die dafür sorgen, dass der Verein Tariffähig wird. Also durch Streik einen Tarifvertrag erstreiten kann. Wende dich doch mal an den DGB- die müssen es ja wissen.
Vielleicht stellt sich dabei heraus, dass es doch eine Gewerkschaft für euch gibt und nur zu wenige Mitglied werden wollen.
19.09.2019 um 14:06 Uhr
Vor längerer Zeit hat mal jemand eine Gewerkschaft nur für Pflege gegründet. Die musste nach einigen Jahren wegen Mitgliederschwund aufgeben. Wenn ich hier Löhne und Menschenrechte lese, fällt mir spontan Pflege ein. Sind in der Presse ja einige der Schlagworte.
19.09.2019 um 14:26 Uhr
Und dann wäre wohl ver.di die "zuständige" Gewerkschaft.
19.09.2019 um 15:02 Uhr
Außerdem wäre das Thema Löhne ja wohl sehr wichtig in der Pflege also denke ich, dass es sich um eine andere Branche geht. Obwohl mir keine einfällt wo es um Arbeitsbedingungen und Menschenrechte geht aber nicht um die Entlohnung.
19.09.2019 um 16:33 Uhr
Ich glaube nicht das es für die Branche noch keine Gewerkschaft gibt. Ob sie Durchsetzungsvermögen hat ist eine andere Geschichte. Aber das hängt zu aller erst mal von den Mitgliedern ab. Deshalb wäre mein Tipp versuch lieber mit der bestehenden Gewerkschaft etwas durch zusetzen. Den eine neue Gewerkschaft auf zubauen dauert Jahre ( wenn nicht sogar Jahrzehnte) und verursacht unter Umständen auch hohe Kosten für Werbung, Rechtsanwälte und Gerichtsverfahren.
19.09.2019 um 17:04 Uhr
Es geht um eine Branche, bei der 35 h / Woche Leistungspflicht vor Ort, ( unbezahlt) und zusätzlich etwa 10 h Heimarbeit (auch ohne Bezahlung ) Alltag sind. Ab dem 10 Lebensjahr. Voher etwas softer. Ab 16 Jahren sind 40 Stundenwoche plus zusätzlich Heimarbeit keine Seltenheit. Bezahlt wird nichts, es ist Zwangsarbeit und zusätzlich Zwangsmassnahmen in Sachen Gesundheit, sprich Körperverletzung. Keine bestehende Gewerkschaft dieser Breiten wird es wagen, hier Vertreter zu sein.
19.09.2019 um 17:57 Uhr
Um welche Branche geht es denn? Und vor allem in welchem Land? Wenn es in Deutschland ist würde ich nicht über eine Gewerkschaftsgründung nachdenken sondern den Rechtsweg beschreiten und die zuständigen Behörden Informieren.
19.09.2019 um 18:44 Uhr
Deutschland, tatort Schule
19.09.2019 um 18:51 Uhr
Dann geht es ja wohl um etwas wie Kinderheime. Also gründen wir eine Gewerkschaft, hoffen dass alle Betroffenen Mitglied werden (um wie viele geht es hier etwa? 100.000?), legen einen satzungsgemäßen Beitrag von 1% des Brutto fest (also 0.- €), meinetwegen noch einen Mindestbetrag von 5,- € pro Monat (das dürfte aber den Zustrom reduzieren) und haben mit viel viel Glück am Ende des Jahres einen Umstz von 1.000.000,- € gemacht. Dann gehen wir auf eine Heimleitung zu und fordern Tarifverhandlungen. Also, wir stellen uns vor die Tür und fordern Tarifverhandlungen, weil die uns ja nicht reinlassen. Dann rufen wir zum Streik auf. Das Heim glaubt dass der Streik rechtswidrig ist und verklagt uns, schade um das angesparte Geld...
Eine Gewerkschaft ist hier sicherlich nicht das Mittel der Wahl. Das kann doch ein Verein viel besser leisten.
19.09.2019 um 18:54 Uhr
Oh Schule! Ja, da liegt das Ganze natürlich noch etwas anders. Da legt man sich ja auch gleich noch mit der GEW an...
Und als Reichsbürger da wird es mit der Suche nach dem zuständigen Vereinsregister natürlich schwierig...
20.09.2019 um 00:26 Uhr
Ich denke es geht hier um die Schüler an den Schulen dieses Landes. Da Schüler aber keine Arbeitnehmer sind, nutz auch keine Gewerkschaft etwas. Ansonsten hätten Ver di und die GEW schon lange etwas unternommen.
20.09.2019 um 06:56 Uhr
Ja sie sind keine AN aber Kinder-Zwangsarbeit machen sie täglich. Ich weiß nicht, was das Post mit Reichsbürger soll oder was das ist, aber es hört sich nach Nazi an und ich finde es unangemessen und unverschämt spekulative Hetze hier zu verbreiten. Einwenig mehr Respekt und Vorsicht wäre angebracht. Aber mit Widerständen ist die Gewerkschaftsidee ja bekannt. Kann mich so schon mal drauf einstellen.
20.09.2019 um 09:38 Uhr
Völker hört die Signale. Schüler der Welt, ihr habt nichts zu verlieren ausser euren Ketten!
20.09.2019 um 10:07 Uhr
Hahahaha. köstlich! Hahahaha. Ist das grandios! Wie darf ich mir die Zwangsarbeit von Schülerinnen und Schülern in einer Schule denn vorstellen? Kommt nach "Fridays for future" noch was?? :-)) Streik gegen die Schulpflicht?
20.09.2019 um 10:43 Uhr
Sind 6 Monate bis zum 1.April schon rum? Hatte ich einen Schwarzaus :-) ?
20.09.2019 um 12:25 Uhr
Sorry, mir fehlen gerade die Worte..... wie kann man das Recht von Kindern auf Unterricht und Bildung mit Zwangsarbeit vergleichen ??
20.09.2019 um 13:09 Uhr
Das kann wohl nur ein Witz sein. Schule die Bildung vermittelt mit Kinder Zwangsarbeit gleichzusetzen. Da fallen mir auf Anhieb ganz viel böse Kommentare ein. Es soll Länder geben, da gibt es Zwangsarbeit für Kinder, diese Kinder wären froh wenn sie in die Schule gehen dürften. Schule ist ein Privileg,Bildung ohne dafür bezahlen zu müssen ist ein Privileg. Wer das mit Zwangsarbeit gleichsetzt ,hat keine Ahnung von Zwangsarbeit. Ich würde da nicht die Gründung einer Gewerkschaft empfehlen, sondern bei solchen Gedanken den Weg zu einem guten Psychologen.
20.09.2019 um 13:24 Uhr
Verena La kann grade nicht antworten. Die ist mit den Anderen aus der 8en Klasse bei FFF in Berlin.
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