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Wo bekomme ich Hilfe zu Problemen - ausser von der Gewerkschaft?

H
HaveFun
Nov 2016 bearbeitet

hallo!

komme gerade von einer br sitzung. dort waren auch unsere gewerkschaftsvertreter und es ging mal wieder um anwerbung von mitgliedern.

so weit so gut ist ja auch wichtig organisiert zu sein. was mir dann aber gegen den strich ging ist als gesagt worden ist, dass man als br sich nur um die leute kuemmern soll die auch in der gewerkschaft sind...

als ich dann sagte dass kommt fuer mich gar nicht in frage und dass ich von der ganzen belegschaft gewaehlt worden bin und auch alle vertreten werde ging die diskussion natuerlich los.

am ende waren wir dann so weit, dass es hiess wenn der br probleme hat oder irgendwie nicht weiter kommt ruft man ja die gewerkschaft an und wen denn sonst ?

als ich sagte da gibt es doch bestimmt auch woanders hilfe ansonsten hole ich mir halt nen sachverstaendigen hiess es den darf man gar nicht immer holen weil er ja was kostet und dass muss dann der chef gar nicht zahlen ?!

na ja wenn das so ist was mache ich dann ?

danke

gruss stefan allgaeu

5.640010

Community-Antworten (10)

L
Lustlos

19.02.2008 um 18:27 Uhr

Hallo,

Ich bin auch BR Mitglied und Gewerkschaftsmitglied. Deine sichtweise der Dinge ist, so finde ic genau die Richtige!

Gewählt hat mich nicht die Gerwerkschaft, sondern alle Kollegen/innen meines Betriebes und genauso bin ich auch für ALLE da und nicht nur für Gewerkschaftler. Wäre ja das gleiche wie wenn ich nur für Frauen oder Männer was machen würde. Das ist ja auch nicht richtigt. Ich möchte nicht den falschen Eindruck hinterlassen, Gewerkschaften sind wichtig! Aber ihren "ideologischen Mist" kann ich manchmal auch nicht nachvollziehen.

Wenn ihr anderweitige Hilfe braucht, z.B.: im Beschlussverfahren, einen Beschluss fassen und einen Fachanwalt für Arbeitsrecht damit beauftragen, in dem Fall handelt es sich um Kosten nach § 40 BetrVG.

Anders sieht es im Fall eines Sachverständigen aus, da müßt ihr Euch voher mit den Arbeitgeber einigen und dann den Sachverständigen bestellen.

DAH
Der alte Heini

19.02.2008 um 18:29 Uhr

Der BR soll alle Arbeitnehmer des Betriebes vertreten. Es wählen ja nicht nur Gewerkschaftsmitglieder, sonder auch solche Kollegen die nicht organisiert sind, ihren BR für ihren Betrieb. Auf die genannte Schiene sollte der BR sich nicht drängen lassen. Sicherlich ist es notwendig das Arbeitnehmer sich organisieren, aber das ist nicht die Aufgabe des BR dafür zu sorgen, dass die Gewerkschaft neue Mitglieder bekommt.

Wenn der BR rechtliche Probleme hat dann fast er ein entsprechenden Beschluss und ein Fachanwalt wird zugezogen. Der RA wird schon wissen unter welchen Voraussetzungen er sein Geld bekommt, ansonsten würde er das Mandat nicht annehmen.

Selbst wenn der AG vor einem Gericht recht bekommen würde, dass die Beauftragung eines RA nicht rechtens gewesen ist, kann das Gremium nicht haftbar gemacht werden.

H
HaveFun

19.02.2008 um 18:46 Uhr

bin ja froh dass ich nicht der einzige bin der es so sieht dachte schon irgendetwas stimmt net mit mir :-)

das mit dem beschluss fassen klingt gut aber es ist doch oft so dass man mal eben die gewerkschaft anruft wenn man mal net gleich weiter weiss.

zumindest bei uns ist dies so. einen fachanwalt dann immer extra wegen "kleinigkeiten" ?

na ja auf jedenfall bekommt man rat

danke

gruss stefan allgaeu

DAH
Der alte Heini

19.02.2008 um 18:59 Uhr

HaveFun für die kleinen Fälle, bei denen man nicht weiter weis, kann der BR sich rüsten. Der BR bildet sich umfassend und schafft sich auch eine entsprechende BR Bibliothek an. Ansonsten soll man sich hüten einer Gewerkschaft zu vertrauen, die von Betriebsräte verlangt nur Interessen von Gewerkschaftsmitgliedern zu vertreten.

H
HaveFun

19.02.2008 um 20:55 Uhr

"Ansonsten soll man sich hüten einer Gewerkschaft zu vertrauen, die von Betriebsräte verlangt nur Interessen von Gewerkschaftsmitgliedern zu vertreten"

die gewerkschaft kann man sich ja leider nicht aussuchen. ich denke es liegt viel am sekretaer

gruss stefan allgaeu

P
Pandora

19.02.2008 um 22:29 Uhr

Hallo,

bleib auf jden Fall bei Deiner Einstellung !!!

Ich glaube Euer Gewerkschaftssekretär verwechselt BR-Mitglieder mit den Vertrauensmännern/frauen.

Hier ist mal wieder ein gutes Beispiel für die sinkende Qualiät der Gewerkschaftssekretäre.

Bei uns (ca.700 MA / Tendenz steigend) haben wir das Problem, das kaum jemand in der Gewerkschaft ist und die Gewerkschaft auch nicht so wirklich versucht dies zu ändern.

Zusätzlich haben wir einen eher schlechten Gewerkschaftsekretär vor Ort haben.

So haben wir mit einer Anwaltskanzlei, die nur Arbeitnehmer vertritt Kontakt aufgenommen und lassen uns mitleiweile auch nur noch von dieser Kanzlei vertreten.

Da sich so ein guter Kontakt aufgebaut hat, können wir auch bei kleinen Auskünften dort nachfragen, ohne das dies gleich in Rechnung gestellt wird.

Vielleich ist das auch was für Euch?

Pandora

K
khel

20.02.2008 um 10:12 Uhr

Hallo HaveFun,

ich bin auch beides: BR-Mitglied und Gewerkschaftsmitglied. Und ich sehe es so wie Du und die anderen User: der BR ist für alle da. Warum Euer Gewerkschaftsvertreter da anscheinend anderer Meinung ist, weiss ich nicht. Er scheint seinen Job jedenfalls nicht besonders gut zu machen.

Die anderen User haben Dir ja schon gute Tipps gegeben, wo Du außerhalb der Gewerkschaft fündig wirst. Das will ich jetzt nicht nochmal wiederkäuen. Etwas anderes ist mir aber wichtig: macht am besten keinerlei Gewerkschaftsarbeit im Rahmen der Betriebsratsarbeit (Bsp.: Beratung über die Anwerbung neuer Gewerkschaftsmitglieder in einer BR-Sitzung)! Das kann u.U. gegen den §74 BetrVG verstoßen (muss aber nicht). BR-Mitglieder, die in einer Gewerkschaft sind, dürfen natürlich im Betrieb für diese tätig werden. Aber sie sollten es, um jeden unnötigen Ärger zu vermeiden, nicht in ihrer Eigenschaft als BR-Mitglied tun.

Gruß khel

K
Konrad

20.02.2008 um 12:28 Uhr

Die Antworten die hier einige von sich geben, sind betrieblich mit Sicherheit nicht tarifgebunden, nicht gut organisiert, streben auch keine Tarifbindung, regeln das selber oder gar nicht!

Was ich bei den Antworten vermisse ist die Differenzierung um Themen die es geht z.B. der Betriebsverfassung ist jedes BR Mitglied klar verpflichtet. Aber wenn es um rein gewerkschaftliche Themen wie Tarif oder Rechtsrat zum Individualrecht geht, glauben dann manche liebe Kollegen, dass organisierte BR-Mitglied müsste Rechtauskunft im Auftrag der nichtorganisierten Leute bei Gew. einholen. Tarifhandbücher erhalten bei uns auch nur Mitglieder.

Sich auf „Sachverständige“ Rechtsanwalt zu berufen geht nur bei eindeutigen Kollektivrecht, aber auch der wird nicht schaffen wie z.B. Lohn und Gehalt erfolgreich verhandeln zu können.

J
Jollygolfer

20.02.2008 um 15:49 Uhr

Hallo HaveFun, was ich bei den ganzen Antworten vermisse, ist dieses Forum hier. Jede menge Leute haben sich hier schon Rat geholt (Du ja auch). Das Niveu in diesem Froum ist im großen und ganzen recht hoch. Es muss nicht immer ein sogenannter Experte zu Rate gezogen werden, vieles findet man mit der Zeit selbst raus. Natürlich hast du mit deiner Einstellung recht, bleib so.

Gruß Jollygolfer

H
HaveFun

20.02.2008 um 18:28 Uhr

vielen dank fuer eure antworten

hat mir sehr geholfen

gruss stefan allgaeu

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