Test bei Mitarbeitern wegen Nacharbeitsteilen durchführen - Was sollte der Betriebsrat unternehmen?
In unserem Betrieb sind CNC Maschinen im Einsatz. Seit längerer Zeit treten vermehrt Ausschussteile und Nacharbeitsteile auf. Der Betriebsleiter hat daher die Mitarbeiter einen Testbogen ausfüllen lassen, um zu überprüfen, wo die Defizite sind.
- Ist der Betriebsrat hierüber zu informieren und hat er Mitbestimmungsrecht?
- Ist solch ein Test überhaupt erlaubt?
- Können die Mitarbeiter sich wehren, solch einen Test zu machen?
- Was sollte der Betriebsrat unternehmen?
Community-Antworten (6)
08.02.2008 um 18:48 Uhr
Wenn der Testbogen Fehler im Fertigungsablauf aufdecken soll, sehe ich keine Rechte des BR. Selbst wenn mit diesen Testbogen das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer überwacht werden soll sehe ich keine Möglichkeiten, solange die Auswertung manuell geschieht. Würde aber die Auswertung mit technischen Gerät durchgeführt, dürfte § 87 Abs.1, Ziffer 6 BetrVG greifen.
08.02.2008 um 19:22 Uhr
@Peterle
"um zu überprüfen, wo die Defizite sind"....bei den MA? ... oder wie Hein meint in der Fertigung?
was ist mit der ....Informationspflicht nach § 80 Absatz 2 BetrVG bei Mitarbeiterbefragung?
08.02.2008 um 19:39 Uhr
pirat wenn der Testbogen nur dazu dient um den Fertigungsablauf nachzuvollziehen,was für mich in der genannten Situation nur Sinn macht, würde ich eine Beteiligung des BR nicht sehen. Aber letztendlich wissen wir nicht was im Testbogen steht.
08.02.2008 um 19:56 Uhr
Ahoi, Hein jepp!
aber ich könnte mir auch beides vorstellen. CNC mit Teach-In-Methode, eine spezielle Form der Programmierung, ein Schelm wer schlechtes dabei denkt.......
08.02.2008 um 20:11 Uhr
pirat das ist schon richtig, aber wir spekulieren nur was sein könnte. Drum sollte peterle näheres berichten.
11.02.2008 um 10:08 Uhr
Hallo zusammen, der Test stellt fragen zum MA, ob er in der Lage ist die Maschine ohne Fehler bedienen zu können und warum sie für manche Teile zulange brauchen, um dann angeblich Schulungen durchzuführen. Die Kollegen wurden nach der regulären Arbeitszeit geladen, um den Test durchzuführen. Einzeln an Tischen, wie in der Schule mit Aufpasser. Außerdem wurde nicht allen gesagt, dass der Test angeblich freiwillig ist. Ich denke, dass hierüber doch zumindest eine Informationspflicht dem BR gegenüber besteht, oder?
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