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Unbezahlt nach Hause geschickt

S
santina
Jan 2018 bearbeitet

Hallo zusammen, bin noch relativ neu im BR und bräuchte Eure Hilfe. Wir sind ein CallCenter und telefonieren für verschiedene Auftraggeber. Nun hat einer der Auftraggeber die Vertragsverlängerung einiger Kollegen nicht bei sich eingetragen. Die betroffenen Kollegen können sich nun nicht im System anmelden und ihrer Arbeit nachgehen. Sie wurden deshalb von unserer Teamleitung nach Hause geschickt, bis die Kennungen eingetragen sind. Auf Nachfrage wie lang das dauern kann, kam die Antwort: " unter Umständen bis zu 10 Tage". Die Mitarbeiter sollen nun unbezahlt zu hause bleiben und sich täglich melden ob die Kennungen da sind. Es kann doch nicht sein, das die Kollegen nun nicht bezahlt werden sollen, obwohl sie keine Schuld an der Situation tragen. Welche Möglichkeiten haben wir als BR hier einzugreifen? Könnt ihr uns hierzu weiter helfen?

Vielen Dank schon mal im vorraus. santina

4.50003

Community-Antworten (3)

K
Konrad

09.01.2008 um 11:52 Uhr

Gilt ein Tarifvertrag? Was steht im Arbeitsvertrag bei „unvorgesehenen Betriebsstörungen“ o.ä.? Gibt es ein Stundenkonto das (zum Teil) abgebaut werden könnte?
Wenn im AV oder Tarifvertrag nichts anderes vereinbart wurde ist der Arbeitgeber jedenfalls zu weiteren arbeitsvertraglichen Weiterzahlung verpflichtet. Der AG ist im Annahmeverzug nach § 615 BGB. Zur Abwendung der Lage könnte AG z.B. Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur beantragen, nach Hause schicken ohne Bezahlung geht nicht.

U
uhu

09.01.2008 um 11:56 Uhr

das geht garnicht; das Risiko der Unternehmertätigkeit trägt der AG alleine; siehe auch § 615 BGB; wenn die MA arbeiten wollen, aber vom AG oder einem Vorgesetzten mit Direktionsrecht nach Hause geschickt werden (sogar auf Abruf), dann haben sie Anspruch auf Bezahlung; sie müssen auch keinen Urlaub nehmen;

P
Polle

09.01.2008 um 19:32 Uhr

geh mal auf www.Hensche.de/arbeitsrecht/Arbeitsausfall

hilf Dir bestimmt weiter

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