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"Silent Monitoring" - als Beweis vor Gericht zulässig?

C
Claudia65
Jan 2018 bearbeitet

Hallo Zusammen,

ist sogenanntes "Silent Monitoring" bzw. sind Testanrufe/- ergebnisse des Anrufaufkommens in einem Kundenservicecenter vor Gericht zulässig?

Fakt ist, dass einer Kollegin fristlos gekündigt worden ist, da ihre Testergebnisse abweichend von denen anderer Kollegen waren. Kann der Arbeitgeber diese Daten bei Gericht verwerden? Der BR ist der Meinung, dass eine Abmahnung in diesem Fall angebrachter gewesen wäre, als die Kollegin unmittelbar zu entlassen.

Vielen Dank für eure Hilfe!

5.78908

Community-Antworten (8)

B
BMW

15.08.2007 um 20:42 Uhr

Hallo Warum ist keine Anhörung erfolgt?

BMW

C
Claudia65

15.08.2007 um 21:08 Uhr

@ BMW

Eine Anhörung der Kollegin ist durch die GF erfolgt, allerdings wurden ihr nicht die Zahlen / Fakten gezeigt. Ihr wurde es nur mündlich mitgeteilt.Ich hatte gerade Einsicht, und muss sagen " Wenn ich ihr nicht so vertauen würde, hätte sie schlechte Karten". Die Zahlen weichen sehr der Norm der anderen Kollegen ab" :- ( Sind diese Listen vor Gericht zulässig ??

Gruss Claudia

I
Immie

15.08.2007 um 22:31 Uhr

Claudia, schau dir mal §102 BetrVG an. Der BR ist vor jeder Kündigung zu hören. So wie es sich liest, könnte da etwas nicht stimmen. Oder habe ich falsch gelesen?

D
DonJohnson

16.08.2007 um 00:30 Uhr

Claudia, was BMW meint, ist der BR vor der Kündigung gehört worden? Das ist die erste von vielen Fragen, aber eine wichtige! Wenn nciht, ist die Kündigung nämlich unwirksam, und somit habt ihr dem Kollegen den Popo gerettet fürs erste. Für weitere Vorgehensweise müßte man dann tiefer in die Materie eintauchen.

C
Claudia65

16.08.2007 um 10:45 Uhr

Der BR wird am Freitag 17.08.angehört !!

S
Sternburg

16.08.2007 um 11:28 Uhr

Aua!

Der Kollegin ist bereits fristlos gekündigt worden - und die BR-Anhörung soll erst noch stattfinden?

Dann ist doch die Kündigung ohnehin schon unwirksam. Selbst eine nachträgliche Zustimmung des Betriebsrats ändert daran nichts.

B
betriebsratten

16.08.2007 um 17:13 Uhr

Nochn Gedicht....ist das ganze zulässig oder gibt es eine Betriebsvereinbarung dazu? Die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes hat immerhin Verfassungsrang.

§ 201 Strafgesetzbuch Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt

  1. das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt oder
  2. eine so hergestellte Aufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.

(2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt

  1. das nicht zu seiner Kenntnis bestimmte nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen mit einem Abhörgerät abhört oder
  2. das nach Absatz 1 Nr. 1 aufgenommene oder nach Absatz 2 Nr. 1 abgehörte nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen im Wortlaut oder seinem wesentlichen Inhalt nach öffentlich mitteilt.
DAH
Der alte Heini

17.08.2007 um 01:52 Uhr

Ich sehe keine Begründung die eine fristlose Kündigung begründen würde und wenn das Ergebnis der Testanrufe noch so schlecht ausfallen würde.

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