Mobbing durch AG?
Hallo, einer unserer Kollegen wird von der GF ausgegrenzt. Sein Büro ist ein Einzelbüro ohne Telefon und Onlinezugang. Er hat weder einen abschließbaren Schrank für seine persönlichen Sachen noch einen Garderobenständer. Ihm wurde gesagt, er solle die anderen Kollegen/innen nicht mit Gesprächen aufhalten. Der AG weist ihn darauf hin, sich in seinem Büro aufzuhalten und dort seine Arbeit zu erledigen. Alle anderen Büros sind mit mehreren Kollegen/innen besetzt und haben eine komplette Ausstattung. Der Kollege hat sich an uns gewandt mit der Bitte um Hilfe. Können wir als BR ihm helfen? Für mich ist das eindeutig Mobbing (oder Bossing). Wer kann uns helfen? Danke.
Community-Antworten (7)
02.07.2007 um 17:41 Uhr
Viele Kollegen wären vielleicht froh darüber, ein Einzelbüro zu haben. Des Weiteren ist die Frage, in wie weit Telefon und Onlinezugang für die Ausübung der Arbeitspflichten nötig wären. Ich kenne abschließbare Schränke eigentlich nur da, wo Mitarbeiter diese z.B. wegen Kleiderwechsel benötigen. Auch einen Garderobenständer halte ich nicht für ein zwingendes Utensil eines Büros. Möglicherweise ist die Kommunikation mit anderen Kollegen nicht notwendig für die Erledigung der Aufgaben. Das der AG ihn darauf hinweist, das er sich zur Erledigung in seinem Büro aufzu halten hat, dürfte normal sein, die meissten Leute verrichten ihre Arbeit an ihrem Arbeitsplatz. Ich kann aus alle dem nicht erkennen, was daran Mobbing sein soll.
Ich nehme an, der AG hat Zweifel an den bisherigen Leistungen des Mitarbeiters und zieht daher die Zügel etwas an. Er könnte sich natürlich auch etwas einfallen lassen, ganz auf den Mitarbeiter zu verzichten. Vielleicht sollte der Mitarbeiter mal ganz kritisch in sich hineinhorchen, weshalb der AG solche Massnahmen wählt.
02.07.2007 um 18:33 Uhr
Moin zwockel, eine räumliche Isolierung und Kontaktverweigerung zu KollegInnen kann in den den Bereich Mobbing gehen. Gibt es weitere Merkmale?
Sicherlich könnt Ihr bei einer weiteren Häufung von Merkmalen dies bei der GL thematisieren und den Betroffenen über seine Rechte informieren. Siehe §84 und 85 BetrVG.
02.07.2007 um 21:11 Uhr
@Rollie, der Kollege fühlt sich ausgegrenzt, weil er der einzige ist , der nicht verfügt über: Telefon, Online, abschließbarer Schrank, Garderobenständer, etc. Sagt das BetrVVG nicht aus, daß keiner schlechter gestellt sein darf als andere? Andere dürfen sich auch "frei" bewegen, oder mal eine Stunde "gammeln". Wo bleibt da der Gleichbehandlungsgrundsatz? Vielleicht hast Du mit dem zweiten Absatz Recht, das kann ich nicht beurteilen. Ich sehe hier nur die Fakten.
02.07.2007 um 21:23 Uhr
Rollie, wenn der AG Zweifel an den Leistungen des MA hat, dann sollte er das artikulieren und nicht ausgrenzen!
zwockel, kann die Sachlage nicht so eindeutig beurteilen, als dass ich eindeutig mobbing feststellen würde. Wenn sich diese Ausgrenzung über längere Zeit hinzieht und der AG so weitermacht, kann man es aber vermuten. Egal wie es ist, ein Gespräch scheint auf jeden Fall nötig.
02.07.2007 um 21:26 Uhr
es liegt kein Mobbing, vor. Endweder der AG kennt sich mit Mobbing aus oder aber er versucht den Kollegen langsamm "mürbe" zu machen .
23.09.2007 um 17:39 Uhr
Ich bin BRV bei einer Auffanggesellschaft der deutschen Lebensversicherer. Ich werde dermaßen gemobbt, dass ich zwischenzeitlich in psychatrischer Behandlung bin. Wie lange lassen wir uns dies noch in einem pseudodemkratischen Monestarismus gefallen?
Ich Grüße alle Mitgefangenen Bernhard
23.09.2007 um 22:40 Uhr
Wird ein einzelner Arbeitnehmer ohne ersichtlichen Grund anders "gehalten" als die übrigen Arbeitnehmer des Betriebes ( siehe § 75 BetrVG), so ist dies ein Grund für eine ernsthafte Beschwerde beim BR. Gem. §85 BetrVG hat der BR die Beschwerde entgegen zunehmen und wenn er sie für berechtigt erachtet, beim Arbeitgeber auf Abhilfe hinzuwirken. Ist die "Zwangshaltung" des Arbeitnehmers nicht vernünftig begründet und der AG uneinsichtig so sollte der BR die Einigungsstelle anrufen.
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