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Mitbestimmung bei Einstellungen

H
Hansilein
Jan 2018 bearbeitet

Unser Arbeitgeber will eine Aushilfe für eine langzeitkranke Mitarbeiterin befristet einstellen. Wir haben aber Teilzeitkräfte die am Existenzminimum leben und gerne diese Vertretung zusätzlich übernehmen könnten und auch möchten. Reicht ein Widerspruch zur Einstellung mit der Begründung der Benachteiligung bereits vorhandener Mitarbeiterinnen aus?

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Community-Antworten (8)

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wölfchen

09.05.2007 um 10:10 Uhr

Hallo Hansilein, die Begründung reicht aus, besser ist jedoch, wenn auch noch konkret benannt wird, welche Mitarbeiter/innen konkret gemeint sind. Das kann ruhig eine ganze Liste sein, Ihr müsst da keine Auswahl treffen (Ihr wollt doch nicht die Arbeit des Arbeitgebers machen ;-))

K
Konrad

09.05.2007 um 10:24 Uhr

Hallo Eine direkte Benachteiligung kann ich in diesem Fall nicht erkennen, da die Vertretung keine der bestehenden Arbeitsplätze verdrängt oder benachteiligt Eine Zustimmungsverweigerung muss zutreffend und korrekt und mit Namen hinterlget sein. Sonst hat es juristisch keinen Bestand.

Bitte abklären:

Wurde die Stelle intern ausgeschrieben, so dass davon Mitarbeiter Kenntnis davon haben konnten? Ja? Haben sich die Teilzeitkräfte auf diese Stelle beworben und wurden abgelehnt ? ja? Sind die Teilzeitkräfte für diese Aufgabe geeignet ? ja? Wenn alle Fragen mit ja beantwortet wurden ist ein Sachgrund und dann ein Verstoß gegen die Auswahlrichtlinie nach § 99 Abs. 2 BetrVG Ziffer 3.

H
Hansilein

09.05.2007 um 11:32 Uhr

Die Stelle wurde nicht ausgeschrieben, aber die Teilzeitkräfte haben gegenüber dem Arbeitgeber und dem BR schon vorher erklärt, dass sie mehr arbeiten möchten. Die Aushilfe soll ganztags eingesetzt werden. Darin liegt aus meiner Sicht die Benachteiligung. Die entsprechende Arbeitszeit könnte auf die Teilzeitkräfte bis zur Rückkehr der erkrankten Mitarbeiterin verteilt werden Die Tätigkeit ist die gleiche. Außerdem müßte die Aushilfe erst eingewiesen werden.

S
SSGG

09.05.2007 um 12:09 Uhr

Moin Hansilein,

besteht ihr grundsätzlich auf eine imterne Ausschreibung?

H
Hansilein

09.05.2007 um 14:23 Uhr

Guten Tag alle zusammen und Moin SSGG, wir bestehen nicht grundsätzlich auf eine interne Ausschreibung. In dem konkreten Fall sehen wir eigentlich die Möglichkeit für eine unbestimmte Zeit die finanziell schwachen alleinerziehenden Teilzeitkräfte zu unterstützen, denn die sind nur zu 50 bzw. 70% beschäftigt. Vielleicht sind es nur noch ein paar Wochen.

F
Fritz

09.05.2007 um 14:35 Uhr

Hallo Hansilein Ich denke bei Teilzeit ist die Stundenanzahl im Arbeitsvertrag geregelt eine eröhung der Arbeitszeit ist nur im beiderseitigen einvernehmen möglich da ihr keine interne Ausschreibung verlangt sehe ich auch keine Benachteiligung

Gruss Fritz

R
rolfo2

09.05.2007 um 16:13 Uhr

Guckst du in TzBfG

§ 9 TzBfG verpflichtet den Arbeitgeber, einen teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer, der ihm den Wunsch nach einer Verlängerung seiner vertraglichen Arbeitszeit angezeigt hat, bei der Besetzung eines entsprechenden freien Arbeitsplatzes bei gleicher Eignung bevorzugt zu berücksichtigen

H
Hansilein

09.05.2007 um 16:38 Uhr

Ich habe geguckt

Danke für die Antworten, ihr habt mir schon viel geholfen. Der Arbeitgeber droht jetzt damit die Einstellung ganz zu unterlassen und nichts zu tun. Die Mehrbelastung hat dann der BR zu vertreten. Wir sollten uns überlegen was wir tun.

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