Firmen-PKW soll abgegeben werden, aber wie?
Hallo @ all,
ich habe mal wieder einen Fall, der mich in den Wahnsinn treibt. Wir haben eine AN die in Ihrem Arbeitsvertrag einen Firmen PKW stehen hat, weil es zu Ihrer Tätigkeit notwendig war. Nun hat Sie eine Stelle im Innendienst beim Kunden angenommen. D.h.: Sie fährt das Auto zu 100% privat, weil die Firma Sie nicht mehr an verschiedene Orte schickt. Nun möchte der AG aber gerne das Blech in Geld umwandeln, weil er sagt: In der vorhergehenden Tätigkeit wurde das Auto zu dienstlichen Zwecken benutzt, nun aber nicht mehr. Jetzt hat der AG der AN`in folgende Lösungen vorgeschlagen:
- Wenn Sie das Auto zum 01-06-2007 abgibt, erhält Sie zu dem "Blechwert" + x% Brutto auf Ihr Gehalt obendrauf.
- Wenn Sie das Auto zum 01-12-2007 abgibt, bekommt Sie Blech in Geld umgewandelt.
- Sie das Auto weiterhin fahren möchte, zu 100% privat, dann darf Sie das Auto behalten, wenn Sie es zu 100% bezahlt.
Nun bekomme ich eine Mail, das Sie mit keiner Lösung einverstanden ist und fordert eine gewaltige Gehaltserhöhung, PLUS eine Abschlagszahlung, damit Sie den Verlust des Firmen PKWs einholen kann, um sie Privat einen gleichwertigen Wagen kaufen zu können.
Mh, schon mal das der AG ein 3/4 Jahr das Auto zur reinen Privatnutzung mitfinanziert finde ich schon mal positiv. Das er 3 Möglichkeiten auf den Tisch legt, auch toll, unfair deren gegenüber, die kein Firmenwagen haben, aber erst mal egal.
Wie kommen wir den aus der Sache am Besten raus? Zum einen wird das Auto NUR Privat genutzt, Möglichkeiten wurden auf den Tisch gelegt und unser AG ist säuerlich weil er sagt, das wir hier nicht auf dem Flohmarkt sind, wo wir um jeden Cent feilen..... Hat er auch wieder Recht.
Es grüßt aus Hessen vip3k
Community-Antworten (6)
08.05.2007 um 11:56 Uhr
Hallo,
ich würde der MA empfehlen sich schnellstmöglich für einen der Vorschläge zu entscheiden. Wenn der AG leicht sauer reagiert,was ich voll verstehen kann,wird er sicher irgendwann auf die Idee kommen der MA eine Änderungskündigung vorzulegen,und dann hat sie gar nichts mehr.
Ob ihr da als Betriebsrat überhaupt was mit zu tun habt bezweifele ich zudem,das geht doch hier richtung Individualrecht.
08.05.2007 um 11:59 Uhr
@ vio3k, Hat sie Bei der Stellenänderung keinen neuen oder einen Zusatz zum alten Vertrag bekommen? Wo liegt der Unterschied, sich ein gleichwertiges Auto zu kaufen, statt den, den sie schon nutzt? Hört sich so an, als könne man mit der AN nicht vernünftig reden, aber auch diese Leute gibt es. Ich könnte den AG sogar verstehen, wenn er ihr den jetzigen einfach wegnimmt, ihr im Falle einer von ihr gewonnenen Klage später dann die älteste Gurke zur Verfügung stellt, die er auftreiben kann.
08.05.2007 um 12:40 Uhr
@ vip3k ,
ich würde die erste Lösung annehmen !!Auf die Jahre gerechnet springt da ein neues Auto heraus !!
08.05.2007 um 12:44 Uhr
Als erstes würde ich mal in den bestehenden Arbeitsvertrag schauen, was dort über die private Nutzung drinsteht. Als zweites schaue ich mir die gegebenen Bedingungen nach der Versetzung (durch den AG? Anhörung BR?) an. Und drittens schliesslich und endlich überlege ich mir welches der drei Angebote am besten zusagt.
Die saftige Gehaltserhöhung kann sie sicherlich fordern, ich bezweifle aber das sie eine andere Wahl hat.
08.05.2007 um 17:17 Uhr
Also mal langsam. In der Regel wird zusätzlich zum Arbeitsvertrag ein Überlassungsvertrag für das Fahrzeug ausgestellt. Gibt es so etwas? Hier ist normalerweise die private Nutzung geregelt. Sollte eine private Nutzung gerereglt sein, interessiert es besonders das Finanzamt, da ein geldwerter Vorteil vorliegt. Wenn Sie vorher nichts versteuert hat, ist davon auszugehen, dass der Firmenwagen lediglich für Dienstfahrten zur Verfügung gestellt wurde. Also ein paar Fakten könnten da vorher noch geklärt werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird. In der Regel gehe ich aber davon aus, dass es keine Angelegenheit für den Betriebsrat ist sondern Individualrecht.
08.05.2007 um 20:59 Uhr
Hallo von vip3k,
Frage:Warum private Nutzung ? Nun hat Sie eine Stelle im Innendienst beim Kunden angenommen. D.h.: Sie fährt das Auto zu 100% privat, weil die Firma Sie nicht mehr an verschiedene Orte schickt.
AN wird doch immer noch von eurem AG eingesetzt! er arbeitet immer noch für deinen AG. AG setzt womöglich noch Fahrkosten in Rechnung oder.........
Warum nur noch private Nutzung?
BMW
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