Zum Hintergrund:
Ich bin BR-Vorsitzender in einer privaten Klinik, die nicht tarifgebunden ist. Wir streben derzeit an, zu einer Reihe von Angelegenheiten (Entlohnungsrichtlinien, Lage von Arbeitszeit etc.) wenigstens Betriebsvereinbarungen zu erzwingen, da es bislang nicht einmal das gibt. Mit dem Arbeitgeber gibt es da natürlich auch jetzt Schwierigkeiten.

Aktuelles Problem:
unser neuer Geschäftsführer hat sich neue Arbeitsverträge ausgedacht. Neu eingestellte Kollegen sollen jetzt unter anderem unterschreiben, dass die Regelungen des Arbeitsvertrages auch dann durch eine Betriebsvereinbarung bzw. Haustarif nichtig werden, wenn die Regelungen des Arbeitsvertrages für die Arbeitnehmer günstig sind.

Gehe ich recht in der Annahme, dass dieser Passus der neuen Arbeitsverträge nichtig ist, da das Günstigkeitsprinzip nicht durch Vertrag ausgeschlossen werden kann? Oder kann sich der Arbeitgeber hierauf tatsächlich berufen?
Falls ja, wäre das eine sehr effektive Methode, Verhandlungen über BVs zu unseren Herzensangelegenheiten zu blockieren, da wir nur noch damit beschäftigt wären zu prüfen, welche Kollegen sich durch eine BV verschlechtern würden!

Vielen Dank für eine Klarstellung