"käuflicher Betriebsrat" - ist so ein Angebot seriös ?
Hallo Kollegen, oftmals wurde schon erwähnt, daß ein AG den einen oder anderen kritischen BR "weggelobt" hat. Das kann durchaus ja für beide Seiten vorteilhaft sein. Mein AG hat mir die Möglichkeit eines Übergleitens in die Rente angeboten (ohne weitere Arbeitsleistung!). Zu den Fakten: Ich bin 58 Jahre alt und habe 5 Monate Krankengeld bezogen. Ich habe (noch) keine Schwerbehindertenprozente, werde aber bald einen Antrag stellen. Vielleicht erreiche ich 30 oder 50 %. Das Angebot meines AG: Den Krankengeldbezug wieder aufleben lassen, dann Kündigung (Freistellung während der Kündigungsfrist) und 18 Monate ALG I beziehen. Anschliessend mit 62,5 Jahren in den Ruhestand (bei prozentualem Abzug von der Regelrente). Finanzielle Verluste möchte mein AG großzügig ausgleichen.
Was haltet Ihr von solch einem Angebot? Gibt es sonst noch eine Möglichkeit, andere Einrichtungen mit ins Boot zu nehmen? Ich habe im Augenblick ein mulmiges Gefühl und weiß noch nicht so recht, was ich von dem Angebot halten soll. Kennt jemand einen ähnlichen Fall oder hat eine gute Idee?????? Viele Grüße, Krabbe
Community-Antworten (4)
25.08.2006 um 00:38 Uhr
"Das Angebot meines AG: Den Krankengeldbezug wieder aufleben lassen, "
Was soll denn der Quatsch? Dieses Angebot kann nicht vom AG unterbreitet werden, Grundlage dürfte noch immer eine AU-Bescheinigung bzw. Stempel und Unterschrift auf einem Auszahlungsschein sein!!
- Je nachdem ob Du Männlein oder Weiblein bist, geltern andere Termine, zu denen Du in "offizielle" Rente gehen kannst!
Bevor Du Dir nicht durch einen Rentenberater, Abzüge etc. hast berechnen lassen, würde ich einen Teufel tun, ein solches Angebot anzunehmen!
Als Möglichkeit müsste/könnte ebenfalls eine ATZ-Regelung in Betracht kommen! Die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt für Sozialrecht wäre mit Sicherheit kein schlecht investiertes Geld!
P.S. Manchmal habe ich das Gefühl, dass, sobald eine grössere Anhäufung von Euros in Kombination mit "Nichtstun", den normalen Menschenverstand ausser Kraft setzt! Sorry, entspricht aber meiner Erfahrung und ist nicht persönlich gemeint!
25.08.2006 um 01:37 Uhr
@Fayence mit Deinem Nachsatz hast Du natürlich recht. Das mit dem Krankengeldbezug war ein augenzwinkernder Hinweis des AG. Die AU zu bekommen dürfte kein Problem sein und daraus 4 - 5 Monate zu machen, ebensowenig. Wollte damit nur andeuten, daß der AG im Augenblick eine Möglichkeit sucht, um mich loszuwerden, weil ihm meine BR Tätigkeit unbequem ist. Beim Rentenberater war ich, die Abzüge lebenslang sind hoch, aber wie gesagt: AG will großzügig ausgleichen. ATZ in Verbindung mit betriesbedingter Kündigung sind m. E. nicht möglich, bei Kündigung zahlt ARGE. Fachanwalt sollte später kommen, wenn alles andere steht.
P.S. Bin Männlein
25.08.2006 um 10:39 Uhr
Ich würde so etwas Beihilfe zum Betrug nennen.
25.08.2006 um 12:03 Uhr
"Fachanwalt sollte später kommen, wenn alles andere steht."
Krabbe, dann mach Du mal und ich erspare mir jegliche Kommentare, warum diese Vorgehensweise aus meiner Sicht das falscheste ist, was ein AN in einer solchen Situation tun kann!
Auch die Anmerkung von Rollie empfinde ich vor dem Hintergrund "AG sucht eine Möglichkeit, mich loszuwerden" mehr als berechtigt!
P.S. So grosszügig ist keine Abfindung, dass lebenslange Rentenabzüge ausgeglichen werden können! Es sei denn, Deine "LEBENSplanung" bezieht sich nur (noch) auf ein paar Jahre und auf Dich alleine!
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