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Streit wegen schwerbehindertem Kollegen - durfte BRV dazu als Privatperson Aussagen treffen?

G
Gubron
Nov 2016 bearbeitet

Hallo Zusammen, vor 14 Tagen als wir Sitzung hatten, hat eine Betriebsratskollegin (Ersatzmitglied) etwas unglaubliches in der Sitzung berichtet. Es sollte in eines unser Projekte (wir sind ein Call Center) Kundenbesuch erscheinen, der in die jeweiligen Gespräche der Mitarbeiter reinhören wollte, was eigentlich auch Okay ist. In diesem Projekt haben wir einen Behinderten Mitarbeiter sitzen. Nun wollten einige Vorgestzte nicht das dieser besagte Mitarbeiter anwesend ist wenn der Kunde kommt, als man nachfragte was man ihm machen sollte hieß es, der Mitarbeiter solle in dieser Zeit Kaffe kochen oder ähnliches. Man wollte auf keinen Fall das er bei diesem Kundenbesuch das ist. Da ich in diesem Unternehmen auch Schwerbehindertenbeauftragte und Mensch bin hat mich dieser Bericht sehr erschüttert. Die Kollegen verbot aber allen Betriebsratsmitgliedern darüber zu sprechen, da die Angelegenheit schon so lange her sei. Da ich wusste wer die Vorgesetzten waren und ich mit dem einen Kollegen ein sehr Arbeitsvertrauliches Verhältnis habe (hört sich komisch an ist aber so), habe ich besagten Kollegen eine Mail geschrieben und meinen unmut kundgetan. Der Kollege hat sofort auf meine Mail geantwortet und seine Sicht der Dinge dargestellt, er stellte die Sachlage ganz anders da und ich glaube was dieser Kollege geschrieben hat, denn die andere Kollegin hat schon öfter so komische Geschichten erzählt. In der letzten Betriebsratssitzung habe ich darüber Berichtet, weil mir diese Lügerei auf die Nerven geht. Was mir einige Betriebsratsmitglieder übelgenommen haben, da sie meinten ich hätte sie erst fragen müssen. Eines sollte ich vielleicht noch schreiben, die Kollegin die diese Geschichte erzählt hat mag den Behinderten Kollegen überhaupt nicht und wollte ihn schon lange loswerden. Durfte ich als Betriebsratsvorsitzende so handeln oder hätte ich fragen müssen. Ich habe das ganze als Privatperson und nicht als Vorsitzende des Betriebsrats gemacht, weil mich dieser Bericht sehr erschüttert hat.

Mit freundlichen Grüßen Gubron

4.03104

Community-Antworten (4)

R
Rollie

19.07.2006 um 15:09 Uhr

Ich denke, es ist sicher wichtig, solchen Sachen auf den Grund zu gehen. Wenn die BR-Kollegen der Meinung sind, Du hättest Rücksprache halten sollen, nun gut. Als Mensch hattest Du mit dem Wissen aus dem BR kein Mandat, aber ich denke, als Schwerbehindertenbeauftragte hast Du auf jeden Fall Deine Aufgabe wahrgenommen und Du solltest Dir da keinen Kopf drüber machen.

Ist aber nur meine Meinung.

E
Edelweis

19.07.2006 um 15:58 Uhr

Ich bin auch der Meinung von Rollie, dass man solchen Sachen nachgehen muß auch als BRV. Wenn Du nämlich in dieser Eigenschaft den "Fall" vielleicht nochmal auf die Tagesordnung bringen wolltest, soltest Du über mehr Informationen verfügen und die hast Du mit der Mail eingeholt. Im übrigen frage ich mich warum die Kollegin es dem BR erzählt hat und glaubt, dass sie diesen zum Schweigen verdonnern kann-von wegen verbieten darüber zu sprechen. Dass Du dem BR darüber berichtet hast, wie Deine Nachfragen ausgegangen sind, finde ich richtig. Vielleicht schätzen die BR-Kollegen dann Informationen dieser Kollegin in Zukunft anders ein oder betrachten sie mit mehr Vorsicht. Vielleicht ganz gut, dass diese nur Ersatzmitglied ist- meiner Auffasung von BR-Arbeit entspricht es nicht ,Probleme aufzudecken und dann den Mantel des Schweigens darüber zu legen. Ich finde dass Du die Sache richtig gemacht hast- aber wie mein Vorredner sagt- nur meine Meinung. LG Edelweis

B
betriebsratten

19.07.2006 um 17:57 Uhr

mhmhmhmh...herrlich, da kommt doch gleich das neue Gleichstellungsgesetz zum tragen. Aber gute Kinderstube...und unter diese Rubrik würde ichs einordnen...ist leider wenig justiziabel

P
paula

19.07.2006 um 19:24 Uhr

frage:

ich verstehe folgenden satz nicht ganz:

"Die Kollegen verbot aber allen Betriebsratsmitgliedern darüber zu sprechen, da die Angelegenheit schon so lange her sei." Wer hat hier was verboten? der einzelne Kollege der hier berichtet hat oder hat das BR-Gremium allen untersagt darüber zu sprechen?

also den ersten fall sehe ich als relativ unkritisch an....

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