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BR vs SBV Fall - Interessenkonflikt?

B
Ball&Spiel
Jul 2018 bearbeitet

Ich bin die Stellv. SBV: Sachverhalt: Die SBV hat ein Schreiben an einen Vorgesetzten geschrieben in dem er geäußert hat, dass der Schwerbehinderten Mensch in seiner Abteilung nicht ohne Integrationsamt gekündigt werden kann. Der Mitarbeiter wurde durch solche Kündigungs-Bedrohungen krank und seine Gesundheit war dadurch direkt gefährdet. Das schrieb ihm die SBV auch so: "Durch ihre grundlosen Aussagen, dass er Fehler macht ist seine Gesundheit gefährdet." Der MA war nach langer Krankheit wieder arbeitsfähig. Man hat ihm minderwertige Aufgaben nach seinem Rückkehr gegeben und man droht nun mit Kündigung wegen Fehler. Gegen diesen Hintergrund gehört ein SBV-Schreiben dazu mit dem passenden Ton. Nun hat aber sich der Vorgesetzten beim BR offiziell über die SBV beschwert - über des Tons des Schreibens (das übrigens von einem Team von vier erfahrenen SBV-er verfasst wurde) und der BR muss nun mit diesem Vorgesetzten gegen die SBV agieren. Ist das ein Interessenkonflikt? Hätte zumindest der Stelli eingeladen werden sollen, auf der Sitzung, die der BR einberufen hat bezüglich dieses Themas? Der BR hat auf Basis des Briefs, den nicht alle BR-Mitglieder gesehen hat (nur der Vorgesetzten) beschlossen, man soll mit der SBV sprechen. Die SBV hat Informationsrecht, aber auch wenn es um eine Beschwerde über ein SBV-Verhalten geht?

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Community-Antworten (6)

C
celestro

23.07.2018 um 17:33 Uhr

"und der BR muss nun mit diesem Vorgesetzten gegen die SBV agieren."

Wieso MUSS er das ? Zunächst einmal muß der BR die Beschwerde als "berechtigt" ansehen. Und dann hat er beim AG darauf hinzuwirken, daß der Grund der Beschwerde abgestellt wird.

"Hätte zumindest der Stelli eingeladen werden sollen, in dem der BR-Gremium beschloss die Beschwerde aufzunehmen. Die SBV hat Informationsrecht, aber auch wenn es um eine Beschwerde über ein SBV-Verhalten geht?"

Also ein BRM ist rechtlich verhindert, wenn etwas sein BR-Mandat betrifft. Würde analog davon ausgehen, daß dies auch bezüglich der SBV so ist.

K
kratzbürste

23.07.2018 um 19:22 Uhr

Wie kann der BR etwas beschließen, wenn die Mitglieder noch nicht einmal das Schreiben kennen? Warum wurde der Brief nicht gelesen? Aus Desinteresse oder gibt es einen Geheimrat?

A
AlterMann

23.07.2018 um 22:57 Uhr

Kratzbürste, manchmal kann man sich im BR auch darauf einigen, sich nur eine Zusammenfassung anzuhören, um die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen zu wahren. Das geht jedenfalls dann, wenn man sich im Gremium vertraut. Ansonsten bin ich ganz bei celestro: Wenn der BR sich auf die Seite der SBV stellt, kann er dem Beschwerdeführer deutlich zu verstehen geben, dass er selbst sich in seinem Handeln und in seinem Ausdruck gefälligst zurück nehmen soll. Wie man sowas klug formuliert, kann man ja noch überlegen...

M
Moreno

23.07.2018 um 23:38 Uhr

Na der BR sollte sich hier raushalten!

B
BRHamburg

24.07.2018 um 06:16 Uhr

Die Frage ist in welcher Funktion sich der Chef beim BR Beschwerden hat. Wenn er in dem Brief persönlich angegriffen und beleidigt wurde kann man im Sinne des Betriebsklimas ein Gespräch mit der SBV führen. Ansonsten seh ich hier aber nicht die Zuständigkeit des BR Gremiums.

I
ickederdicke

24.07.2018 um 09:15 Uhr

BR Hamburg bringt es auf den Punkt. Und wenn der BR seinen Aufgaben hier korrekt nachkäme müsste er dem AG klarmachen wer hier der Buhmann ist.und wer eigentlich im Fokus stehen sollte. Und, einen Interessenkonflikt der SBV sehe ich hier nicht. Wenn der BR beschliesst mit der SBV endlich mal zu reden ist dies ja auch ein Fortschritt.

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