Mitarbeiterbefragung - darf eine anonyme MA-Befragung auf einmal öffentlich sein?
Unsere anonyme jährliche Mitarbeiterbefragung ist für die Geschäftsleitung mit geringer Beteiligung und äußerst negativem Feedback ausgegangen. Nun möchte die GL, dass sich jeder Mitarbeiter 3 Punkte aussucht, über die er mit der Geschäftsleitung öffentlich in großer Runde sprechen soll. Meine Frage: ist das erlaubt?? Die Kollegen sind über diese Aufforderung überrascht und verunsichert...
Community-Antworten (5)
04.01.2006 um 14:51 Uhr
Eine anonyme Umfrage ist nunmal dazu da, das sich jeder "ausktozen" kann. Es muss sich ja niemand outen. Wenn niemand öffentlich über die Probleme reden möchte, kann ihn niemand zwingen.
04.01.2006 um 15:20 Uhr
Was verspricht man sich wohl davon. Doch wohl kaum Offenheit und wahre Erkenntnisse. Jemand der anonym sagen kann, was er will, wird dies kaum auf gleicher ungefilterter Weise in aller Öffentlichkeit tun.
Es ist müßig darüber nachzudenken, ob es erlaubt ist oder nicht. Der BR sollte hier eingehende Gespräche mit der GL führen, welchen Sinn das ganze hat und wie man besser die Probleme löst (man sollte die anonyme Umfrage ernst nehmen)
05.01.2006 um 01:24 Uhr
Hallo braindead, eine anonyme Umfrage muss lediglich gewährleisten, dass im Rahmen der Auswertung nicht auf die Meinung von Einzelpersonen/Kleingruppen zurückgeschlossen werden kann. Diesem Grundsatz widerspricht eine öffentliche Diskussion, auch eines schlechten Ergebnisses nicht.
Generell finde ich Eure AG - Reaktion gut. Sie lässt -zumindest aus der Ferne- den Willen zu einem konstruktiven Gespräch erkennen.
05.01.2006 um 09:37 Uhr
Das sehe ich eben nicht - obwohl gerne dieser Anschein geweckt werden soll. Die Erfahrung lehrt, dass ganz direkt angesprochen, Kritik wesendlich geringer ausfällt oder gar nicht geäußert wird; die Menschen haben Angst an ihrem Artbeitsplatz.
Der Arbeitgeber sagt dann: "Ich habe Euch ja gefragt; Ihr habt ja offensichtlich keine Kritik mehr oder wer nix sagt ist selber schuld an der Misere."
Alles irgendwie richtig - trotzdem Augenwischerei; die Probleme bleiben bestehen und rumoren in der Tiefe weiter. Darum sollte man das Umfrageergebnis nehmen wie es ist und versuchen die Probleme, die sich daraus ableiten lassen, zu lösen versuchen.
05.01.2006 um 19:28 Uhr
In diesem Fall muss der BR handeln! Ist ja wohl logisch, dass niemand mehr den A... in der Hose hat um zu sagen, was ihm negativ aufgefallen ist!!! Eine ähnlich Runde gab es in unserem Unternehmen, die wir heftig krisiert haben. Seit dem ist Ruhe und jeder MA kann sich jedes Jahr anonym frei äußern!
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