Wahlchaos Teil 2
Ich habe letzte Woche schon hier berichtet.
https://www.betriebsrat.com/br-forum/109398/wahlchaos-anzeige
Vielen Dank für die wertvollen Hinweise. Diese Woche ist noch die Wahl. Das Spiel geht aber inzwischen munter weiter. Wir wissen, dass der Kollege nun gegen uns und den AG wegen Untreue Strafanzeige gestellt hat. Die Polizei ist teilweise schon aktiv geworden. Daneben gibt es noch eine Anzeige gegen den AG nach § 119 BetrVG. Der Kollege versucht gerade die Gewerkschaft zu überzeugen, sich der Anzeige anzuschließen, da seine Anzeige nicht ausreicht. Da werden wir sehen was passiert.
Des Weiteren hat der Kollege eine Mail an alle Mitarbeiter verfasst. Motto ich werde seit Jahren vom BR benachteiligt. Er hat bei meiner Bewerbung als .... nicht der Einstellung eines Externen widersprochen, bei meiner Beschwerde wegen.... nicht unterstützt, nicht für meine Eingruppierung unterstützt .... Danach wird über einzelne BR-Mitglieder gesprochen. Der hat den Job erhalten, der hat das Projekt bekommen etc. Für die Mitarbeiter soll es so aussehen, dass der BR sich die Taschen vollgestopft hat und er benachteiligt wurde. Dazu dann noch ein ausführlicher Bericht aus dem Gericht.
Der Typ schreckt auch nicht davor zurück meine Tochter vor der Schule anzusprechen (sein Sohn ist in der gleichen Schule) und Müll über mich als Person zu erzählen. Das endete dann darin, dass meine 10jährige Tochter heulend nach Hause gekommen ist und mich mit Themen konfrontiert hat. Aus meinem Privatleben und auch aus dem Betrieb und der BR-Arbeit. Nicht schön wen die Tochter so über Eheprobleme von vor 15 Jahren erfährt.
Ich bin fertig mit der Welt und werde mein Mandat nicht antreten. Am liebsten würde ich dem Typen kräftig in den Unterleib treten, aber das verbietet meine Kinderstube. Der ist krank und haut nun völlig schamlos um sich. Ekelhaft!
Ich muss mir das etwas von der Seele schreiben. Wenn es zu viel ist und jemanden stören sollte. Sorry
Community-Antworten (7)
20.03.2018 um 22:53 Uhr
"Ich bin fertig mit der Welt und werde mein Mandat nicht antreten."
Du bekommst den ganzen Mist jetzt ab und dann läßt Du ihn auch noch derart gewinnen ? Also da würde ich zumindest sagen: "jetzt erst recht".
21.03.2018 um 08:59 Uhr
Schließe mich celestro an. Außerdem wie wäre es mit einer Anzeige zur Nötigung deiner Tochter!!!
21.03.2018 um 09:12 Uhr
....gegen uns und den AG wegen Untreue Strafanzeige gestellt hat...
Na mein ArbG würde sich da aber freuen......
21.03.2018 um 14:14 Uhr
Sorry aber ich habe nicht die Kraft. Es ist die Linie überschritten, wenn meine Tochter einbezogen wird. Die hat nun Angst, dass sich ihre Eltern trennen, obwohl das erledigt wird. In der Schule macht das Thema nun auch die Runde. Dabei sind das alte Sachen und ist zwischen mir und meinem Mann ausgeräumt. Aber über so was kommt das nun hoch. War inzwischen selber beim Anwalt. Der sieht noch kein Verhalten, dass für eine Verurteilung von dem Typen langt. Werden aber aus Trotz nun trotzdem eine Anzeige machen. Zivilrechtlich (?) könnte man vielleicht was machen mit Anwalt und Gericht.
Unser AG läuft inzwischen fast Amok. Der nutzt einfach die dienstlichen Mittel wie Mail für die Wahl. Der läuft von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz und hält die Leute vom Arbeiten ab, um seine Geschichte zu erzählen. Wenn da dann ein Abteilungsleiter versucht dazwischen zu gehen, schreit er gleich rum: Wahlbehinderung! Ich zeige Dich an!!! Wir hoffen, dass der Chef mit ihm spricht.
Ich mache es auf jeden Fall nicht weiter mit. Meine Familie ist mir wichtiger und es ist mir dann auch egal, ob dieses ..... gewinnt.
21.03.2018 um 14:19 Uhr
Traurig, aber nachvollziehbar.
21.03.2018 um 18:22 Uhr
So ein Wahnsinn. Weiterhin gute Nerven. Schade dass man so ein Verhalten nicht eindämmen kann
22.03.2018 um 13:17 Uhr
"Schade dass man so ein Verhalten nicht eindämmen kann"
Doch, kann man. Oder besser: Der AG kann dies. Hat der Mitarbeiter eine Genehmigung, die E-Mail dafür zu nutzen? Auch kann der AG einschreiten, wenn die betrieblichen Abläufe gestört werden. So wird das Verteilen von Handzetteln als zulässig betrachtet, das Abhalten der Leute von der Arbeit durch Gespräche eher nicht. Da muss sich der AG aber auch informieren und mal Stellung beziehen. Auch ein Aushang über zulässige Wahlwerbung kann die übrigen Kollegen darauf aufmerksam machen, dass dieser Mitarbeiter völlig überzieht.
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