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Dieser Beitrag ist vor 9 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Vorschlagswesen

D
Daastalerin
Jan 2018 bearbeitet

Hallo liebe Betriebsratskollegen,

ich würde gerne wissen ob ihr in Eurem Betrieb eine Art Vorschlagswesen habt? Eine Aufgabe vom Betriebsrat ist es ja Vorschläge von Kolleginnen anzunehmen. Wir möchten dies gerne bei uns einführen. Aus anderen Firmen haben wir gehört dass es ein Vorschlagswesen gibt bei dem die Kollegen Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsituation, des Arbeitsplatzes oder auch einfach z.b. Sparmaßnahmen vorschlagen können. Wir möchten diese Vorschläge dann prüfen, an die entsprechende Abteilung weiterleiten und verfolgen ob diese auch umgesetzt werden oder die Kollegen zumindest eine Rückmeldung erhalten.

Habt ihr bei euch etwas ähnliches? Wie setzt ihr das ganze um? Habt ihr einen neutralen Vorschlagsbeauftragten? Bekommen die Kollegen deren Vorschläge umgesetzt werden eine Art Prämie?

Lieben Dank im Voraus!

1.13606

Community-Antworten (6)

P
Pickel

28.02.2017 um 11:31 Uhr

Als BR beim Vorschlagswesen mitzuarbeiten, kann sinnvoll sein. Das prüfen von Einsparpotentialen ist allerdings alles, aber keine BR-Tätigkeit. Vermutlich seid ihr hierfür auch weder qualifiziert noch stehen euch die notwendigen Informationen direkt zur Verfügung.

G
gironimo

28.02.2017 um 11:44 Uhr

Es gibt bei uns einen Beauftragten für das Vorschlagswesen. Der wird von BR und AG gemeinsam ernannt. Der erledigt den "Workflow". Bewertung und festlegen von Prämien erfolgt in einer paritätischen Kommission.

Und natürlich haben wir mit dem AG eine BV zu diesem Thema abgeschlossen.

N
Newbie

28.02.2017 um 15:30 Uhr

Wir haben eine BV zum Vorschlagswesen. Dort ist geregelt, dass vom BR und GF/HR ein Beauftragter eingesetzt wird. Dieser nimmt die Vorschläge entgegen, gibt sie an Gutachter weiter und begleitet diese Vorschläge bis zur Umsetzung. Sobald diese Vorschläge umgesetzt sind, wird eine Prämie nach einer Matrix ausgezahlt.

Verbesserungsvorschläge aus der eignen Abteilung sind nicht prämier fähig.

Einmal im Monat tritt ein Gremium aus BR + GF/HR zusammen um über Schwierigkeiten paritätisch zu entscheiden.

Viele Grüße

Newbie

M
Moreno

28.02.2017 um 15:50 Uhr

,,Verbesserungsvorschläge aus der eignen Abteilung sind nicht prämier fähig"

Das versteh ich nicht!!!!!!

Ich seh etwas in meiner Abteilung was dem AG Geld sparen kann und bekomm keine Prämie für diese Idee weil ich da arbeite? Hmmmm vielleicht dann die Ideen mit nem Kollegen tauschen der auch was in seiner Abteilung gefunden hat? ;-)

P
Pjöööng

28.02.2017 um 16:00 Uhr

Zitat (moreno): "!!!!!!"

Der eigene Aufgabenbereich wird häufig deshalb ausgeklammert, weil der Arbeitgeber vermeiden will, dass Arbeitnehmer ihren Job schlecht und teuer machen, nur um eine Idee einbringen zu können, wie sie ihren Job in Zukunft besser und gündtiger erledigen können. Sonst wird aus dem "Chef, wo bekomme ich denn eine Schubkarre?" ganz schnell ein "Chef, ich habe den Sand bis jetzt immer im Eimerchen von A nach B getragen. Wenn wir jetzt eine Schubkarre anschaffen würden, dann könnte ich in der gleichen Zeit 10 mal so viel Sand transportieren, also für 10 arbeiten. Ich verursache heute Personalkosten von 40.000 Euro im Jahr, das 10 fache wären 400.000 Euro, Differenz 360.000 Euro. Auf drei Jahre hochgerechnet sind das ne Million, die Prämie sind 25% davon, also 270.000 €. Meine Kontoverbindung kennen Sie ja."

G
gruenteeist

01.03.2017 um 14:57 Uhr

bei uns ist nur der eigene Aufgabenbereich, nicht die Vorschläge zur eigenen Abteilung, oder des eigenen Arbeitsplatzes ausgeklammert. Is ein Unterschied! Ich kann natürlich technologische Verbesserungen bezüglich meines Arbeitsplatzes vorschlagen, die zu prämieren sind wenn Technologieentwicklung nicht zu meinen Aufgaben gehört. Genau das ist ja der Sinn eines Verbesserungsvorschlagswesens, die Erfahrungen und das KnowHow der Mitarbeiter die mit den Prozessen arbeiten auch abzufassen. Ingeneure und Technlogen fehlen oft praktische Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag, weshalb sie ebenso oft auch zu wenig praktikablen Lösungen kommen. Warum sollte aber ich mein sauer erworbenes Wissen, welches mich von anderen Mitarbeitern abhebt mit dem Arbeitgeber teilen und so einen Wettbewerbsvorteil aufgeben? Oder warum sollte ich Rationalisierungen vorschlagen und somit vll. am Ast meines eigenen Arbeitsplatzes sägen? Verbesserungsvorschläge nimmt bei uns HR entgegen. Ausgewertet und prämiert werden sie von einer Kommission aus HR, BR-Vertreter, Vorgesetzten des Bereiches in dem der Nutzen entsteht, Vorgesetzter des Einreichers, Vertreter der 1. Managementebene und bei Bedarf weitere Personen, die den fachlichen/wirtschaftlichen Nutzen bzw. den finanziellen Aufwand bewerten können.

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