Gutes Seminar zu Rhetorik gesucht
Guten Morgen, ich bin auf der Suche nach einem richtig guten Seminar um meine Präsentations und Redekompetenz zu verbessern. Ich denke da nicht an eine klassische Powerpointschulung sondern an ein wirklich gutes "Leute mitreißen" Programm. Unsere Versammlungen sind so öde, komme mir immer vor wie beim betreuten Lesen und ich möchte daran etwas ändern. Könnt ihr mir ein gutes Seminar empfehlen welches den richtigen Input bringt?
Danke!
Community-Antworten (17)
17.06.2016 um 13:56 Uhr
Ich habe lange überlegt, ob ich etwas schreibe, aber dann habe ich mich doch dazu durchgerungen. Um aus einen introvertierten Menschen, der seinen Vortrag lieber vorliesst, weil es Ihm die meiste Sicherheit gibt, eine "Rampensau" zu machen. Da wird ein Seminar wohl nicht reichen. In dem Umfeld tummeln sich etliche Anbieter bzw. selbständige Trainer. Diese bieten Seminare oder auch 1:1 Kurse an. Aber das größte Problem ist, dass ich von hier aus nicht beurteilen kann, was für ein Training die Person wirklich brauch. Daher muss man sich wohl selber schlau machen. Zumal das Budget hier auch eine entscheide Rolle spielt. Z.B. kann man bei einem 1er oder 3er Gremium ist, kann ich eine 10k Euro teure Schulung nicht vernünftig verargumentieren. usw...
17.06.2016 um 13:57 Uhr
Hast du schon mal im WAF Programm geschaut?
Ich kenne auch ein gutes in einem Bildungszentren in Oberjosbach
17.06.2016 um 13:59 Uhr
Verstehe, ich bin überhaupt nicht introvertiert. Habe bei youtube einige Videos gesehen die mir sehr zusagen. Vom Prinzip her "weg von Powerpoint" "Bewegung reinbringen". Frei reden tue ich bereits, allerdings assistiert durch Powerpoint mit ganz wenig freien Formulierungen da ich alles sogut möglich auswendig lerne. Ich bin der einzige der sich traut zu reden, wenn dann wäre es keine Gremiumschulung.
9er Gremium, ich bin Freigestellt.
https:www.youtube.com/watch?v=8O7CusRyWC4 Der Stil begeitert mich...
17.06.2016 um 15:24 Uhr
Na dann buch doch ein Seminar bei dem: http://www.poehm.com Kostet zwischen 560 und 5600 Schweizerfranken
17.06.2016 um 15:53 Uhr
Frei reden tue ich bereits, soso ...
mit ganz wenig freien Formulierungen da ich alles sogut möglich auswendig lerne... DAS kannste voll vergessen, das hat mit frei reden NICHTS zu tun! Auswendig lernen ist das letzte! Was machst Du, wenn da einer eine Zwischenfrage stellt? Ups ... Faden verloren ... Ich fang noch mal von vorne an ...
17.06.2016 um 16:13 Uhr
Zitat (Zappelmann): "Auswendig lernen ist das letzte!"
Diese beiden: www.ehrlich-brothers.com bringen eine ganz veritable auswendig gelernte Show auf die Bühne. Und die Leute bezahlen auch noch dafür.
17.06.2016 um 17:12 Uhr
Zappelmann: Kritik kann man auch freundlicher formulieren als "Auswendig lernen ist das letzte."
@Fragenmann: Ich denke, dass Poko Institut Münster eine gute Variante ist. Die bieten vielseitige Seminare an, teilweise auch mit Aufzeichnung und ansehen / reflektieren / sich selbst erleben und die Rezensionen sind ziemlich gut.
17.06.2016 um 17:39 Uhr
Ich habe auch ein solches Seminar besucht, bei einem anderen Anbieter und muß sagen, dass der Lehrneffekt echt ziemlich groß war. Es war eine kleine Gruppe - fünf Teilnehmer - am ersten Schulungstag mußten wir uns ein innerbetriebliches Thema suchen und eine Rede darüber halten. Alles wurde aufgenommen... Am letzten Tag erneut eine Rede über das gleiche Thema - auch aufgenommen. Der Unterschied bei allen war echt enorm. Zwischendurch immer und immer wieder Rede halten was aufgenommen und selbstverständlich gezeigt wurde. Es wurde auch gelehrt, wie man sich auf eine solche Rede (oder aber auch Verhandlungen) vorbereitet usw... kann es nur weiter empfehlen...
17.06.2016 um 17:41 Uhr
Okay falsch ausgedrückt. Ich bin so gut vorbereitet, dass ich frei rede und ich genau weis wann ich was sage. Auf Fragen gehe ich kompetent ein. Ich möchte einfach einen packenden Vortrag halten können und benötige dafür ein gutes Seminar. Danke für die Vorschläge bisher. Der AG solls zahlen, daher wäre ein BR Bezug sinnvoll ;) Das letzte ist Meiner meinung nach "garnichts tun", das vorletzte "ablesen" und so weiter...
17.06.2016 um 17:48 Uhr
hmmm, aber die Frage ist, wen genau möchtest du "packen" und über was möchtest du reden?
17.06.2016 um 18:06 Uhr
Öhm Globus, er möchte eine packende Betriebsversammlung abhalten. Also würde ich vermuten, die Mitarbeiter sollen erreicht werden. Und das Thema wird wohl sowas wie Tätigkeitsbericht und sonstige aktuelle Themen sein. So mal ins unreine gesponnen.
17.06.2016 um 18:11 Uhr
ja, aber genau da liegt doch der Hase im Pfeffer... Zumindest was die Rede angeht... Er muß nicht die erreichen, die eh schon auf seiner Seite sind, er muß die erreichen, die anderer Meinung sind - die anderen hat er doch schon "gepackt" und wenn er die, die anderer Meinung sind erreicht, dann hat er gewonnen... Es geht also nicht ausschließlich um die Rhetorik, sondern an den Argumenten, seinen Gegenüber zu kennen und sich auf diese einzustellen, die eben nciht der eigenen Meinung sind. Darum sollte auch der vortragen, der bei dem oder dem Thema die meiste Glaubwürdigkeit hat...
Man muß die "Gegner" kennen und ihre Argumente ausfindig machen um diese zu widerlegen... Auch offene Fragen in die Runde sind mitunter zielführend, eventuelle Gegner mit auf seine Seite zu ziehen...
Dann wird die Rede packend und erfolgreich...
Aber wir halten hier ja kein Seminar ab... ;-)
18.06.2016 um 09:03 Uhr
Ich stimme Globus zu. Aber eben genau das geht nicht mit auswendig gelernten Beiträgen. Der Vergleich mit einer Zaubershow hinkt ein klein wenig, die Mitarbeiter bezahlen nicht für eine Betriebsversammlung. Sie stellen vielleicht unverhoffte, unbequeme Fragen, auf die reagiert werden muss.
19.06.2016 um 00:15 Uhr
Das Letzte ist, wenn man nicht man selbst ist sondern versucht jemand zu kopieren. Ich habe mir das YouTube Video mal versucht an zuschauen. Sorry aber ich finde den Herrn einfach nur schlecht. Natürlich versteht er sein Handwerk und hat Ahnung von dem was er sagt. Nur ich finde ihn langweilig. Ein guter Redner der sein Publikum in sein Bann zieht und begeistern kann, wird man sicher nicht durch den Besuch von Seminaren, sondern durch Üben Üben Üben , und in dem man sein eigenen Stihl findet. Seminare sind hier natürlich hilfreich, aber auch nicht mehr.
Seminare im Bereich Rhetorik für Betriebsräte kann man auch über die Gewerkschaft besuchen
19.06.2016 um 23:26 Uhr
ich habe lange überlegt, ob ich hier noch was schreiben soll... genau genommen seit heute morgen um halb drei, als ich nach Hause kam und warum auch immer nochmals hier rein geschaut habe.
Aber ich mache des dennoch... Also den Beitrag von you tube, fand ich nciht mal schlecht. Hier wird erklärt, wie eine Rede funktioniert. Und genau so funktioniert sie... Auch das Beispiel der Flip chart ist absolut zutreffend, da die Zuhörer ja irgendwie mit dem Redner die Präsentation selbst gestalten - zumindest haben sie das Gefühl. Er war nciht schlecht, hatte eine Botschaft, die er auch rüber gebracht hat, anhand von Beispielen und er hat die Zuhörer immer und immer wieder abgeholt.
Wenn der ein oder andere ihn nicht gurt fand, liegt es wohl darin, dass nicht er oder sie Ziel dieser Rede war.
Und genau darum habe ich leichte Bedenken gegen reine Rhetorik Seminare. Was uns Betriebsräten mitgeteilt werden muß ist nicht nur Körpersprache und Basics der Rhetorik, sondern meiner Meinung nach auch zu lernen, was wir eigentlich wollen, was unser eigentliches Interesse ist und wie wir die Zweifler unter den Zuhörern mit Argumenten auf unsere Seite ziehen können.
Ausschließlich polemische Brandreden sind da nicht zielführend.
Ja, ablesen ist meist nicht gut, da man anders schreibt, als man redet. Anhand von stichworten reden ist besser...
Ich habe hier mal ein Beispiel eines abgelesenen Textes, ok, die nachträgliche Bearbeitung des Beitrages erhöt das "Bilder malen im Kopf". kern ist aber, dass die Zuhörer angesprochen werden, ganz ganz wichtig, das eben diese Bilder die dann nachgefügt wurden beschrieben wurden und ich mit sicherheit in den Köpfen fest setzeten - für wie lange auch immer...
https:www.youtube.com/watch?v=Sj00vO48MTk
Aber es gibt noch weitere gute Beispiele - die Rede von Martin Lutzer King, oder von John F Kennedy vor der Berliner Mauer... und und und...
Wichtig ist stets, dass der Vortragende die Glaubwürdigkeit besitzt, und dass er weiß, was er ausdrücken will und worauf er hinaus will, es ist wichtig, dass er weiß, wen er damit ansprechen und überzeugen will...
Denkt einfach mal darüber nach... Und dann, wenn ihr eine Rede halten müßt, und wisst, wie sie strukturiert sein muß, wie und wann man welche Argumente bringt, dann werdet ihr auch überzeugen.... und ja, das bedarf eine Menge Vorbereitung, und auch jeder Menge Übung!!!
Nachtrag: https:www.youtube.com/watch?v=VaQDLu1pSrQ
20.06.2016 um 10:25 Uhr
Danke Globus, auch wenn es nicht meine Absicht war dir schlaflose Nächste zu bereiten :-D
20.06.2016 um 19:33 Uhr
Ne, alles gut, hast du ja nicht, aber irgendwie - es war recht früh am morgen, dennoch war ich noch nicht müde, aber durch die Feier halt ein wenig angedültet, sa dass ich angeschrieben wurde von einem kollegen des Gremiums, und es ging um unsere nächste verhandlungsrunde. da kam mitr dein Beitrag warum auch immer wieder ins hirn und ich wollte einfach nochmal schauen was da so geschrieben wurde...
Dann bin ich schlafen gegangen... tagsüber dachte ich halt nochmals dran - und dachte, ich könnte den letzten Beitrag so nicht stehen lassen...
Nochmals, meiner Meinung nach sind reine Rhetorik Seminare für betriebsräte nichts... Diese sollte erstmal lernen, wie das funktioniert, mit dem Reden - die Rhetorik ist sozusagen ein "Abfallprodukt". Das andere was gelehrt wird, ist weitaus wichtiger...
Du sagtest du redest frei - auch ohne "Lampenfieber"?
Das wage ich zu bezweifeln, weil nach Sigmund Freud (meine ich) gibt es zwei Arten von Rednern, die die Lampenfieber haben, und die, die lügen...
Und da wird echt ein Schuh draus...
Wichtig bei einer Rede ist, die Zuhörer / Zweifler immer abzuholen, dann wird es nciht langweilig. Man sollte immer personifizieren... Nicht den Spielgel vorhalten, aber den zweiflern zeigen, was das und das vielleicht auch für sie bedeuten würde... Laßt die Zweifler an ihren Zweifeln zweifeln :-D Geiler Satz.... :-D
Und mensch, macht nicht immer so lange Betriebsversammlungen - ein Vortrag sollte nicht länger als 5 bis 10 minuten dauern - ein bis zwei Themen sucht man sich raus - nciht mehr - setztz einen Fokus...
Und nicht nur Rhetorik besuchen - es gibt wichtigeres, als das - je nach Betrieb... Lernt, was ihr eigentlich ausdrücken wollt - lernt wie man was macht... und dann überzeugt ihr eure AN...
Da bin ich mir ziemlich sicher...
Nochmals dein link... der Beitrag ging irgendwas über 25 Minuten wenn ich mich recht erinnere... auf Seminar habt ihr wesentlich mehr Zeit - er Zeigte die Basics - die bekommt ihr meist auch mit - so ein Seminar dauert 4 Tage mit übungen - glaub mir... Die Basics werden automatisch vermittelt - alles drum herum ist mindestens genau so wichtig, wenn nciht wichtiger...
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