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Dieser Beitrag ist vor 11 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Rote Zahlen, Wirtschaftsberater+ Unternehmensberater von Bank, kein TV oder GEW Unterstützung

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ratsuchende
Jan 2018 bearbeitet

Guten Morgen Kollegen,

bei uns geht's grad heiß her!!

Rote zahlen, Wirtschaftsprüfer von der Bank+ Unternehmensberater im Haus.

GF wurde ersetzt.. Köpfe rollen in Führungspositionen und werden neu besetzt.

MA in der Probezeit und mit befristeten Verträgen werden gekündigt und nicht übernommen, stellen bleiben unbesetzt!

Wir als BR bekommen auch nicht die Infos wo wir denken das wir kriegen sollten. sind voll außen vor.

Wir kriegen immer wieder wenn wir ein bisschen schärfer werden zum Thema MB BR von der GF Emails, es geht hier um den fortbestand der Firma und die Existenz usw. und wir sollen im Interesse der MA und Unternehmen keine Sachen ausbremsen oder verzögern, da GF momentan schnell handeln muss und alles.

Es wird auch zu Veränderungen kommen, mit dem Hinweis auf gute zusammen Arbeit zwischen AG und BR.

Wir verzögern nichts und agieren gerade sehr zurück haltend, weil wir ja auch sehen es geht um alles. Dann aber immer wieder der Vorwurf wir würden Sachen verzögern und das Unternehmen gefährden, stößt uns natürlich schon auf.

GEW hält die Füße still und Interessiert sich ehrlich gesagt auch nicht für uns, da viele ausgetreten sind in den letzten Jahren, weil GEW nichts erreicht hat.

Sind nicht Tarifgebunden, Familienunternehmen mit knapp 150 MA.BR seit 3 Jahren

Wie würdet ihr euch in unserer Situation verhalten?

Sind für jeden Tipp dankbar!

Grüße von den Ratsuchenden

1.48808

Community-Antworten (8)

G
gironimo

25.02.2015 um 10:14 Uhr

Ich würde der Geschäftsleitung unmissverständlich klar machen, dass es keinen Anlass gibt, Euch außen vor zu lassen. Wenn die GL tatsächlich gut mit dem BR zusammenarbeitet, gibt es auch keine unnötigen Verzögerungen.

Entschlossenes Auftreten ist angesagt. Fordert Eure Rechte ein

R
ratsuchende

25.02.2015 um 10:46 Uhr

Also nicht wegducken,nicht nur das nötigste machen und die Leute erst einmal wieder alles ins Lot bringen lassen, sondern auf Konfrontationskurs gehen? Das ist nämlich das was dann kommt wenn wir jetzt auf den tisch hauen. Neuer GF hat null Ahnung von BR und Personalchefin nutzt dies aus und stichelt extrem gegen uns das wir nur blockieren usw.

S
Snooker

25.02.2015 um 10:52 Uhr

@ratsuchender Auch mal auf den Tischa hauen ist eure Pflicht, denn es geht hier um die Rechte der AN UND DAS bETRvg nimmt euch dazu in der Pflicht. Notfalls auch mit Gericht oder Anwalt drohen; und wenn´s nicht hilft auch wirklich mit einschalten. Vorab dann aber Beschluss fassen § 40 BetrVG und AG dann zur Kostenübernahme auffordern.

G
ganther

25.02.2015 um 11:06 Uhr

Der BR sollte zumindest seinen Informationsanspruch schnellstens durchsetzen. Nach 80 gibt es viele Infos die euch zustehen. Ggf. mittels RA einklagen.

P
pillepalleTR

25.02.2015 um 11:50 Uhr

150 MA? Was sagt denn euer Wirtschaftsausschuss zu den Abläufen?

"sondern auf Konfrontationskurs gehen?" Wenn es sein muss auch das! Aber zunächst sachlich (begründet) die Mitbestimmung im Sinne von 'Unterstützung' und 'Beratung' einfordern. Dass das nicht ohne Information und Beteiligung geht, ist klar. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass, wenn man die GF in solchen Situationen allein vor sich hinwurschteln lässt, meist nix Gutes für die MA rauskommt.

Nach 3 Jahren habt ihr sicher schon einen RA eures Vertrauens, der auch mal am Telefon eine Antwort auf die konkrete Frage, nach dem ersten Schritt in der Situation beantwortet - ohne, dass gleiche eine Rechnung geschrieben wird.

R
ratsuchende

25.02.2015 um 12:46 Uhr

Wirtschaftsausschuss ist Morgen unsere 1 Sitzung, haben wir leider zu spät in angriff genommen. Aus der Erfahrung der 1 Schulung raus, weiß ich aber, dass uns der WA jetzt erstmal nicht viel bringt, da wir uns hier erstmals rein arbeiten müssen und das dauert angeblich 1-2 Jahre. Kennt sich ja keiner richtig aus.

Anwalt haben wir, aber das wir die Sachen einklagen können wissen wir ja.

Uns stellt sich die Frage ob es sinnvoll ist, da es gerade wirklich um die Existenz geht, jetzt noch eine Nebenbaustelle aufzumachen!?

Den normalen Alltag machen wir ja, aber kommen halt immer die schnell Schüsse zur Zeit wo dann von heut auf Morgen passieren muss. Da wollen wir dann ja auch nicht blockieren.

Wissen uns einfach nicht richtig zu verhalten da es nicht ständig vorkommt das man kurz vorm aus steht

K
Kölner

25.02.2015 um 14:19 Uhr

@ratsuchende Klagen können tatsächlich sehr hinderlich sein; zumal sie meist erst in ein paar Monaten verhandelt werden. Dies kann in Eurem Fall ja bereits zu spät sein (im wahrsten Sinne des Wortes). Was ich jetzt machen würde:

  • ich würde mit dem AG ein Gespräch suchen und UNMISSVERSTÄNDLICH die Beteiligungsrechte einfordern

  • der WA würde jetzt dauerhaft tagen (und jedesmal den neuen GF einladen)

  • den Bankenreport einfordern

  • mit dem Anwalt sprechen, inwieweit es Sinn macht (und von erfolg gekrönt sein könnte), Versuche zu starten per einstweiliger Verfügung an die Unterlagen zu kommen

  • eine BetrVers. einberufen

  • ggf. auch einen Sachverständigen initiieren und beim AG einfordern, der Euch jetzt (täglich) mit Rat und Tat zur Seite steht

P
Pickel

25.02.2015 um 18:54 Uhr

Wäre nicht das erste Mal dass ein extrem engagierter BR potentielle Investoren abschreckt. Daher: Bei allem was ihr tut immer die Konsenzfähigkeit "es geht um das gemeinsame Überleben" kommunizieren und leben. Klagen wären da komplett kontraproduktiv.

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