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Mitarbeiterbeurteilung nach ISO

B
brschnulli
Jan 2021 bearbeitet

Hallo zusammen, wir haben mal wieder ein Problem: wir sind zertifiziert nach ISO 27001. In dieser ISO wird auch das Thema Mitarbeiterbeurteilung beschrieben. jetzt hat unsere Konzernmutter Mitarbeiterbewertungsbogen verteilt und die Abläufe ohne den Betriebsrat zu informieren einfach geändert. wir als Betriebsrat haben darauf reagiert und darauf hingewiesen, dass das ganze nicht ISO konform ist, von unserem Mitbestimmungsrecht in diesem Falle mal ganz abgesehen. Darauf hin hat man die ISO Dokumentation zum Ablauf der Mitarbeiterbeurteilung kurzerhand für ungültig erklärt. Jetzt meine Frage: Wenn ich einen definierten ISO konformen Ablauf habe und dieser Ablauf ändert sich, kann ich doch nicht einfach hingehen und die entspr. ISO-Dokumentation für ungültig erklären. Kennt Sich da jemand aus, der uns mal einen Tip geben kann? Wäre riesig nett und würde uns unheimlich helfen. Vorab vielen dank Gruss brschnulli

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Community-Antworten (2)

K
Kölner

19.11.2014 um 16:18 Uhr

Tip: Verlasst die Diskussionsebene, ob die ISO-Norm verlassen wird oder nicht. Das MBR nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG ist betroffen! Also wehrt Euch. Es ist ja auch durch ne ISO-Norm nicht abbedingbar!

G
gironimo

19.11.2014 um 18:40 Uhr

Die ISO Norm ist geduldig. Selbst wenn eine derartige Norm eine entsprechende Beurteilung vorschreibt, ist die Umsetzung - also Planung, Durchführung und Folgen - noch immer mitbestimmungspflichtig. Das bezieht sich selbstverständölich auch auf den eingesetzten Fragebogen und den dabei zu Grunde gelegten Beurteilungsregeln.

Ihr solltet - ISO hin oder her - eine BV zum Thema Beurteilung abschließen und dabei nicht nur die Normen sondern auch die AN Interessen im Blick haben. Die Hinzuziehung eines Sachverständigen (§ 80 BetrVG) scheint mir sinnvoll.

Aber eigentlich hat ja die AG-Seite richtig reagiert. Es gilt nun ins Gespräch zu kommen.

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