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Kollege untergräbt die Arbeit des Betriebsrates

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jaypar
Jan 2018 bearbeitet

Seit ein paar Monaten ist es so, dass ein Kollege (Leiter einer Abteilung) sich in Dinge einmischt, die eigentlich Sache des Betriebsrates sind.

Z.B. hat ein Kollege aus seiner Abteilung Probleme mit der Abrechnung seiner Stunden. Der Kollege sprach sein Problem in der Abteilung an und der Leiter "stürzte" sich sofort darauf... wollte nähere Infos... und will sich nun an den Personal-Sachbearbeiter bzw. an die Geschäftsführung wenden.

Der Betriebsrat hat nun (m.E. berechtigt) ein mulmiges Gefühl, dass seine Tätigkeit als Betriebsrat so untergraben wird. Der Leiter dieser Abteilung hat dies innerhalb der vergangengen Monate schon mehrfach so gemacht... also dem Betriebsrat Arbeit "weg genommen"...

Man muss dazu sagen, dass der Leiter dieser Abteilung gleichzeitig auch anwaltliche Arbeiten für die Geschäftsführung übernimmt.

Somit stellt sich die Frage, ob da nicht sogar versucht wird, die Institution Betriebsrat überflüssig zu machen!!

Nun meine Frage: Wie würdet Ihr in dem Fall vorgehen? Und... gibt es hier ggf. sogar eine rechtliche Regelung?

Wenn der Betriebsrat nun mit dem Leiter dieser Abteilung ein Gespräch darüber führt, wäre es natürlich günstig, wenn er auch rechtlich untermauern könnte, dass solche Dinge eben Job des Betriebsrates sind und nicht seiner.

Danke und Gruss, jaypar

2.401012

Community-Antworten (12)

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Oblatixx

23.01.2014 um 12:38 Uhr

Z.B. hat ein Kollege aus seiner Abteilung Probleme mit der Abrechnung seiner Stunden. Der Kollege sprach sein Problem in der Abteilung an und der Leiter "stürzte" sich sofort darauf...

Na endlich mal ein Abteilungsleiter, der seinen Job macht. Freut euch doch! Hätte er sich NICHT gekümmert, dann fängt euer Job an, aber so ... Ich verstehs nicht.

J
jaypar

23.01.2014 um 12:44 Uhr

OK... Vielleicht sehe ich das ja auch etwas falsch. Ich habe halt "Angst", dass durch so etwas die Arbeit des BR untergraben wird, da solche Klärungen doch eigentlich Sache des BR sind - oder nicht?

Außerdem wird durch solche Aktionen doch der Betriebsrat überflüssig gemacht und das könnte in diesem Fall u.U. sogar gewollt sein...

a) Abteilungsleiter b) Anwalt der Geschäftsleitung

Vielleicht sehe ich (wir) hier ja auch Schatten hinter jedem Baum... aber merkwürdig finden wir das schon.

Wäre schön, wenn noch mehrere von Euch ihre Meinung dazu hier schreiben. Das würde uns beruhigen :)

Danke und Gruss, jaypar

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Oblatixx

23.01.2014 um 12:51 Uhr

Es ist doch nicht Sache des BR die Arbeit des Abteilungsleiters zu machen. Da könntet ihr ja IHN einsparen. Als BR habt ihr doch jede Menge andere Aufgaben, oder nicht?

T
tommyh

23.01.2014 um 12:56 Uhr

Na aber so ist doch der richtige Weg! Ich habe ein Problem gehe zum Vorgesetzten und bitte ihn um Hilfe. Wenn dann das Problem aus der Welt ist braucht sich der Betriebsrat ja nicht mehr einzuschalten. Dann kann sich der Betriebsrat wenigstens auf seine Arbeit konzentrieren, ein untergraben seh ich da überhaupt nicht er wird ja nicht auf die Idee kommen Betriebsversammlungen oder Betriebsvereinbarungen zu machen ;-) Also jede Aktion des Betriebsrates gegen diesen Abteilungsleiter der Kollegen helfen will wäre ein Lächerlich machen des Betriebsrates.

J
jaypar

23.01.2014 um 13:21 Uhr

OK... Danke Euch bis dahin.

Vielleicht sind wir tatsächlich gedanklich ein wenig in die falsche Richtung gegangen.

Gerne lesen wir dennoch weitere Antworten zum Thema :-)

LG jaypar

P
polybär

23.01.2014 um 14:20 Uhr

@jaypar, der Abteilungsleiter macht nur einen Teil seines Jobs (Mitarbeiterführung heisst auch immer Mitarbeiter unterstüzung)

Mag sein das es ein Leiter ist der es Ernst und Gut meint. Vieleicht kommt er ja sogar aus einem BR oder aus einem Betrieb OHNE BR.

Wie auch immer er macht genau das was er soll. Untergraben tut er nichts. Die Primäre aufgabe vom BR ist das Regel von Koletkiven dingen, was du Beschreibst ist eine Begleitung.

Vielleicht solltet ihr mal mit dem AL Reden und audrücken das ihr es gut findet das Führungskräfte sich kümmern..... Immer nur drauf hauen ist irgendwann langweilig.

J
jaypar

23.01.2014 um 14:43 Uhr

OK "polybär",

auch Dir danke für Deine Antwort. So langsam werden wir beruhigter ;-)

LG jaypar

P
polybär

23.01.2014 um 14:58 Uhr

@jaypar, es ist Okay so wie er es macht, ansonsten würden die Kollegen sich ja bei euch Beschweren.

O
Oblatixx

23.01.2014 um 15:03 Uhr

ansonsten würden die Kollegen sich ja bei euch Beschweren. Und da würde dann eure Arbeit beginnen.

P
polybär

23.01.2014 um 15:09 Uhr

@Oblatixx, mehrmals Postings Zählen aber nicht und führen zu einen Abzug in der N Note

S
seesee

23.01.2014 um 15:33 Uhr

Zu Jaypars Beruhigung:

Der Abteilungsleiter macht alles richtig. Wenn Ihr das Stundenproblem klären wollt, müsstet Ihr ja auch zuerst zum Abteilungsleiter. Wir erhalten jeden Monat die Liste der Gleitzeitkonten-Stände. Die wird von uns überprüft auf Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes und unserer BV Arbeitszeit. Der MA hat die Wahl, an wen er sich wendet; ist das Vertrauen zum Vorgesetzten da, wird er sich zuerst an ihn wenden. Und das ist richtig so.

G
gironimo

23.01.2014 um 17:26 Uhr

Es mag unter der Vielzahl von Führungskräften vielleicht eine Ausnahme sein, wie sich der Vorgesetzte verhält - und daher fällt es Euch auf - dennoch macht er alles richtig.

Der gedankliche Kehrschluss Eurer Befürchtungen ist doch so etwa: Die Vorgesetzten müssen sich nicht um die Belange Ihrer Mitarbeiter kümmern, damit diese einen Grund haben sich beim BR zu beschweren.

Fragt doch lieber Euren AG, warum nur dieser eine Vorgesetzte so korrekt ist. Der BR hätte doch einen guten Job gemacht, wenn es keine Klagen mehr gibt. Überflüssig seit Ihr dennoch nicht.

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