Streitpunkt im BR:

Aufnahme von zusätzlichen TOPs vor Sitzungsbeginn per Abstimmung der anwesenden BRM,
u.a. auch kurz vorher eingereichte Anhörungen zu Einstellungen (einen Tag vorher).

Die Meinung einiger BRM ist, dass solche TOPs nicht mit aufgenommen werden können, da nicht alle ordentlichen BRM in der Sitzung anwesend sind.
Da das aber sehr selten vorkommt, dass alle da sind (Urlaub, Krank, Schulung etc.), würde es ja nie funktionieren, einen ode mehre zusätliche TOPs in der Sitzung mit zu behandeln.
Argument ist das nachladen von EBRM, die entweder anwesend sind oder aus persönlichen Gründen abgesagt haben, so das kein weiteres EBRM nachgeladen werden kann.
Also wird es fast nie zu einer vollständigen Anwesenheit des BR kommen.
Die Meinung der anderen BRM ist, dass die anwesenden BRM (und EBRM) Einstimming beschließen können, das zusätliche TOPs in der Sitzung behandelt werden, auch wenn der BR von der Anzahl her nicht vollzählig ist (z.B. bei 11´er Gremium nur 9 anwesend, davon 2 EBRM).
Im BetrVG ist dazu im Kommentar einiges angeführt, was aber meiner Meinung nach so oder so verstanden werden kann (Zweideutig).

Mich würde interessieren, wie Ihr das Handhabt bzw. ob es rechtliche Bedenken gäbe, wenn die anwesenden BRM und EBRM tatsächlich per Abstimmung zusätliche TOPs aufnehmen und behandeln, auch wenn der BR nicht vollzählig ist.