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Teilnahme des Betriebsrats an Gesprächen

W
Wasserfloh
Jun 2022 bearbeitet

Es gab vor kurzem ein Gespräch. Teilnehmer waren 2 Führungskräfte (beide angestellt) und die jeweiligen Vorgesetzten. Insgesamt 4 Personen. Thema war die Zusammenarbeit der beiden Führungskräfte. Eine Führungskraft ist Mitglied des Betriebsrates und hatte zum Gespräch ein Mitglied des Betriebsrates mit gebracht. Es ging nicht um arbeitsrechtliche Dinge, sondern nur um die gestörte Zusammenarbeit der beiden Mitarbeiter. Das Betriebsratsmitglied positionierte sich im Gespräch sehr deutlich zu der Führungskraft die auch im Betriebsrat ist und gegen die weitere Führungskraft. Die beiden Vorgesetzten der Führungskräfte waren eher Moderatoren. Ich fand dieses Verhalten sehr merkwürdig. In einigen Wochen gibt es wieder ein Gespräch und ich befürchte, der Betriebsrat wird wieder zugegen sein. Kann ich ein Veto gegen die Teilnahme des Betriebsrates einlegen? Ich habe wieder die Befürchtung, dass sich 2 Betriebsratsmitglieder gegen mich positionieren, ob wohl wir beide Angestellte sind?

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Community-Antworten (12)

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celestro

01.06.2022 um 19:55 Uhr

Was genau für ein Gespräch sollte das denn überhaupt sein? Ein "Steitbeilegungsgespräch?" Wer hat eingeladen und für wen sollte das Gespräch sein?

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Wasserfloh

01.06.2022 um 20:07 Uhr

Beim letzten Gespräch hatte ich eingeladen. Ich bin Stellvertretung, meine Kollegin (Mitglied des Betriebsrates) ignoriert mich völlig in meiner Position. Ich bin 4 Monate im Unternehmen, die Kollegin 30 Jahre. Unsere Vorgesetzten waren als Teilnehmer und Moderatoren von mir mit eingeladen. Von Anfang an positionierte sich das Betriebsratsmitglied zu seiner Kollegin (Betriebsratsmitglied, 30 Jahre im Unternehmen) und gegen mich. Kann ich bei solchen Gesprächen die Teilnahme des Betriebsrates verweigern bzw. um Neutralität bitten?

D
DummerHund

01.06.2022 um 22:53 Uhr

Wenn es kein offizielles Gespräch ist das von AG Seite angeordnet wurde, dann würde ich mich einfach rum drehen und gehen, denn solche Gespräche haben keinen Nährwert.

W
Wasserfloh

02.06.2022 um 09:57 Uhr

Ich glaube ich werde falsch verstanden. Ich möchte diese Gespräche und zwar ganz viel davon. Mein Arbeitgeber darf gerne dabei sein. Aber, meine Kollegin ist im Betriebsrat und hat beim letzten Gespräch ein Betriebsratsmitglied mitgebracht. Diese Person hat sich im Gespräch gegen mich positioniert, dafür gab es keinen Grund! Sie ist Angestellte und Leitung, ich bin Angestellte und ihre Stellvertretung. Ich habe Sorge, dass sich beim nächsten mal wieder ein Mitglied des Betriebsrates im Gespräch befindet und sich wieder gegen mich positioniert! Kann ich dem Betriebsratsmitglied die Teilnahme verweigern oder kann ich fordern, dass sich der Betriebsrat neutral verhält und/oder nur als Zuhörer dabei ist?

M
Muschelschubser

02.06.2022 um 10:24 Uhr

https://www.kluge-seminare.de/br-portal/wissen/allgemeines/betriebsrat-begleitung-von-arbeitnehmern-zu-personalgespraechen/

Hier steht einiges zur Beteiligung von BRM bei Personalgesprächen. Daraus ergibt sich, dass die Möglichkeiten zur Konsultierung eines BRM ziemlich klar definiert und auch dementsprechend eingeschränkt sind.

Und für alles was darüber hinausgeht bzw. juristisch nicht oder zu kompliziert geregelt ist, empfehle ich offene Gespräche darüber,

  • ob man ggf. trotzdem ein BRM mitbringen darf und
  • wie man sich die gemeinsamen Gespräche vorstellt.

Sofern beide Seiten zu einer solchen Absprache bereit und in der Lage sind. ;-)

Mehr will ich dazu eigentlich nicht schreiben, weil ich den Inhalt Eurer Gespräche oder auch der gefallenen Vorwürfe nicht beurteilen kann.

N
netteannette

02.06.2022 um 13:04 Uhr

Grundsätzlich befürworten "wir" Betriebsräte ja immer, wenn wir bei Gesprächen dabei sind. In deinem Fall seh ich es aber sehr kritisch, dass die Kollegin einfach ein uneingeladenes BR-Mitglied mitbringt. Vor allen Dingen schreibst du, du hättest zu dem Gespräch eingeladen. Also hast du das Betriebsratsmitglied nicht eingeladen. Das würde ich vor dem nächsten Gespräch den beiden klar machen. Ob's allerdings hilft ist fraglich. Vlt. sollte besser der AG zu dem Gespräch einladen und die Teilnehmer definieren.

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R.Staunlich

02.06.2022 um 13:41 Uhr

Das hier "Die beiden Vorgesetzten der Führungskräfte waren eher Moderatoren." war ja schon mal der falsche Ansatz. Hier bedürfte es eines Mediators und die beiden Führungskräfte würde ich eher als Beteiligte bei der Mediation sehen.

Auch scheint mir das Gespräch sehr schlecht vorbereitet gewesen, denn das "Das Betriebsratsmitglied positionierte sich im Gespräch sehr deutlich zu der Führungskraft die auch im Betriebsrat ist und gegen die weitere Führungskraft." kann in einem Mediationsgespräch (und nur ein solches kann die Situation verbessern) eigentlich gar nicht vorkommen.

Ich denke es wäre hilfreich wenn Du Dich mal mmit den wesentlichen Grundlagen einer Mediation beschäftigen würdest um erfolgversprechende Konfliktlösungsgespräche zu führen.

Ein vernünftiger Mediator würde übrigens dieses Betriebsratsmitglied sehr schnell einbremsen.

M
Muschelschubser

02.06.2022 um 14:27 Uhr

Ich muss gerade schmunzeln und mich an ein Gespräch erinnern, wo der Mediator gleichzeitig Vertriebsleiter war.

Aber das ist ein anderes Thema...

D
DummerHund

02.06.2022 um 15:45 Uhr

Vielleicht wäre es hilfreicher wenn die TE mal die Grundlage dieses Gespräches benennt. Bisher ist es für mich ein Gespräch für mich das man auch auf dem Flur beim vorbeigehen führen kann.

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R.Staunlich

02.06.2022 um 18:13 Uhr

"... ein Gespräch für mich das man auch auf dem Flur beim vorbeigehen führen kann. "

Aber bitte vorher alle Gegenstände entfernen mit denen man andere verletzen kann, Gehörschutz an die umliegenden Arbeitsplätze verteilen und dafür sorgen, dass keine Kunden oder Geschäftspartner auf der Fläche sind.

D
DummerHund

02.06.2022 um 18:29 Uhr

R.Staunlich Wie soll man dann den Emotionen freien Lauf lassen ;-)

S
stehipp

03.06.2022 um 14:06 Uhr

@ wasserfloh Ist natürlich schwer hier genaueres zu sagen, ohne die Hintergründe zu wissen.

Grundsätzlich mal, wenn jemand unangemeldet zu einem Gesprächstermin kommt, kannst du aufstehen und an der Stelle das Gespräch erstmal beenden. Ich würde das vor dem nächsten Termin auch ziemlich klar machen, dass unter den Voraussetzungen weitere Gespräche aus deiner Sicht nicht zielführend sind.

Dass sich das "BR-Mitglied"auf die Seite deiner "Kontrahentin" schlägt, könnte natürlich auch daran liegen, dass vielleicht du falsch liegst. Kann aber hier natürlich keiner beurteilen.

An deiner Stelle wäre mir allerdings viel wichtiger, wie sich die Vorgesetzten positioniert haben. Es sollte doch bei so einem Gespräch irgendein Ergebnis erzielt werden, wie man zukünftig miteinander umgeht. Man muss sich ja nicht lieben, aber einen vernünftigen Umgang miteinander sollte doch möglich sein, das erwarte ich sogar im Kindergarten von den Kindern.

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