Outsourcing - Dienstleistungsvergaben von neuen Aufgaben?
Hallo zusammen, ich habe da mal eine Frage zur langfristigen Beauftragung von Dienstleistungen, ja nach Blickwinkel kann man auch von Outsourcing reden. Es geht um Tätigkeiten die die Anschaffung von teurer Software und der Schulung von 2-3 Mitarbeitern unseres bestehenden Personals nötig machen, ein gewisser Zeitdruck durch gesetzliche Vorgaben ist auch gegeben. Wir haben als BR erfahren, dass man sich mit einem Dienstleister auf einen mehrjährigen Dienstleistungsvertrag geeinigt hat, der diese Aufgaben für uns erledigt und die Schulung der Mitarbeiter erübrigt. Der Preis der Softwarelizenzen ist mit großer Sicherheit im Dienstleistungsvertrag des externen Anbieters enthalten enthalten. Vorerst sind dadurch keine Arbeitsplätze gefährdet, aber diese Dienstleistung wird zukünftig auch in weiteren Bereichen eine Rolle spielen und dann würde da eigenes Knowhow fehlen. Meistens ist dann der Weg zu größeren Dienstleistungsvergaben schon geebnet was dann Outsourcing ist. Ich kann jetzt schimpfen und mir die Finger wund schreiben dass der Wirtschaftsausschuss nach §106 nicht ordnungsgemäß vor der Vergabe informiert wurde, aber damit kann ich die Vergabe nicht stoppen bzw. die Mitwirkung des BR einfordern. Wie geht ihr damit um, wenn Euch der AG vor vollendete Tatsachen stellt? Ich hoffe da auf eure Erfahrungen.
VG Stadtwerker
Community-Antworten (2)
25.02.2022 um 14:28 Uhr
den Vorgang wirst du auch nicht stoppen können. Wenn sich für die 2-3 MA nichts ändert bist du auch nicht bei einer Versetzung. Eine Betriebsänderung wirst du auch nicht konstruieren können. Ich kann nicht erkennen, wo du hier überhaupt das Outsourcing siehst. Welche Tätigkeiten, die bisher bei euch erledigt wurden werden denn nun von einem Dienstleister übernommen?
25.02.2022 um 17:47 Uhr
Hallo Ganther, die vergebene Dienstleistung wäre eine Teilaufgabe in einer oder zwei Abteilungen gewesen. Durch die Fremdvergabe wird ein schleichendes Outsourcing dieser beiden Abteilungen ermöglicht oder, wenn ich böse Absicht unterstellen wollte, sogar vorbereitet. Man ist als BR halt immer auf der Hut, wenn Aufträge für 100T€/a vergeben werden und wenn im Vorfeld die innerbetrieblichen Ressourcen nur oberflächlich in Betracht gezogen wurden. Der Auftrag ist erstmal vergeben, aber ich möchte sowas halt gerne irgendwann wieder zurückholen.
VG Stadtwerker
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