W.A.F. LogoSeminare

Outllok und Mitarbeiter-Status

A
Aleksander
Nov 2021 bearbeitet

Hallo allerseits, wir haben seit ein paar Tagen ein fettes Datenschutzproblem: seit dem letzten Rollout von Outlook sind neben den Namen der Adressaten in der Firma auch bunte Symbole zu erkennen, dort kann man sehen, wenn man draufklickt, was der- oder diejenige gerade macht. Das nervt bzw. ist dazu angetan, Angestellte zu überwachen, da sind wir als Betriebsrat alarmiert. Nun sagte uns der IT-Chef hinsichtlich der Änderung dieses Zustands, dass er das global nicht ändern kann. Gibt es eine andere Möglichkeit, dass der Status etc. der Angestellten in Outlook nicht mehr angezeigt wird?

407012

Community-Antworten (12)

D
DummerHund

22.11.2021 um 13:53 Uhr

Ja dem AG unverzüglich Mitteilen Das Outlook komplett ab zu schalten und aus dem System zu löschen bis er eine Lösung hat.

X
XYZ68

22.11.2021 um 14:32 Uhr

Also entweder haben wir noch nicht den neuesten Stand beim Outlook oder aber es ist bei uns nicht aktiv. oder meinst du die Funktion, das ich in Outlook sehen koann, ob der Mitarbeiter grade in einem Termin ist oder nicht (grün MA ist frei, etc. )? Das wird über den Kalender gesteuert und auch hier kann ich mir ja entsprechende Zeiten eintragen.

In Teams zum Beispiel kann ich meinen Status selbst festlegen.

Prinzipiell würde ich euch zur einer BV raten. Die ganzen Office-Anwendungen sind extrem vielfältig und bieten viele Möglichkeiten der Kontrolle.

G
ganther

22.11.2021 um 15:01 Uhr

bei uns gibt es das schon ewig. Und wir haben eine BV dazu. Die Kollegen finden es gut, da man weiß, ob man den Kollegen nun anrufen kann oder nicht. Seit Office 365 lässt sich die Funktion wohl auch nicht mehr so einfach standardmäßig deaktivieren. In unserer BV steht dazu halt drin, dass (stark verkürzt gesagt) daraus keine arbeitsrechtliche Maßnahmen abgeleitet werden dürfen

U
UdoWoe

22.11.2021 um 15:49 Uhr

Wir hatten bzw. haben dasselbe Problem. In unserer BV steht auch, wie schon bei ganther beschrieben, es erfolgen keine arbeitsrechtliche Maßnahmen. Zudem raten wir allen, im Kalender (darüber wird das rote, gelbe und grüne Symbol gesteuert) sich die Zeiten selbst einzuteilen. Für viele ist das angenehm, den dann kann man sich einfach auch mal Zeit für bestimmte Dinge selbst blockieren. Outlook 365 kann sehr, sehr viel. Deswegen sehr vorsichtig und wachsam sein. Eine BV in der arbeitsrechliche Maßnahmen ausgeschlossen werden und der AG vor einem Update den BR informieren muss ist extrem sinnvoll

D
DummerHund

22.11.2021 um 16:16 Uhr

Bis zu einer BV vergeht Zeit, daher entweder untersagen oder eine Regelungsabrede die bis zum Abschluss einer BV Gültigkeit hat.

G
ganther

22.11.2021 um 17:46 Uhr

Outlook abschalten ist in etwas, als ob man das Unternehmen vom Markt nimmt..... das erscheint nicht wirklich eine gute Lösung sein. Lieber in Richtung arbeitsrechtliche Maßnahmen denken

D
DummerHund

22.11.2021 um 17:58 Uhr

@ganther Gebe ich dir vollkommen recht. Dennoch stelle ich mir immer die Frage warum die AG hier immer wieder versuchen Betriebsräte außen vor zu lassen; also nehmen sie es doch billigend in Kauf. Aber droh mal einen AG damit...der wird genau so lieb wie mein Border-Collie wenn ich ein Leckerlie für sie in der Hand habe. Schmunzel.

G
ganther

22.11.2021 um 22:51 Uhr

ich habe lange genug in der IT gearbeitet um zu wissen, dass du gerade bei großer Standardsoftware mit Updates oftmals dein blaues Wunder erlebst. Da wird ein Sicherheitspatch angekündigt ohne Funktionsänderung und dann findet sich doch etwas... das muss nicht immer böse Absicht des AGs sein und daher gehe ich auch anders mit dem AG um. Ich diskutiere lieber mit dem AG konstruktiv und komme zu Ergebnissen, statt zu versuchen ihn zu meinem Hündchen zu machen. Nach nun 20 Jahren im BR kann ich sagen, dass das häufig zurück kommt.... Das heißt nicht, dass ich nicht hart und unerbittlich sein. Nicht ohne Grund haben wir jedes Jahr mehrere Einigungsstellen und Beschlussverfahren. Aber nicht wegen so ein paar Lämpchen in Outlook

D
DummerHund

22.11.2021 um 23:28 Uhr

@ganther Auch da gebe ich dir nicht ganz unrecht, man muß natürlich seinen AG kennen. Wir haben damals im KBR für 1,5 Jahre die TBS Hessen an unserer Seite gehabt nur wegen Softwareeinführung von SAP. Auch wenn wir ein Eigenständiger (Deutschlands 2. größter Mineralbrunnen Getränkehersteller) Konzern waren, so stand der Große gelb- blaue Discounter mit 4 Buchstaben unserem AG im Nacken. Zwei Jahre Verhandlung wegen einer BV. Zeitweise sogar Verhandlungstage im BZO Oberjosbach gehabt, wo der Seminarleiter als Mediator fungierte. Mir ist daher nicht unbekannt was in Programmen und hinter Masken versteckt sein kann. Muss nicht, aber kann.

X
XYZ68

23.11.2021 um 09:08 Uhr

Aber genau aus diesem Grund sollte man eine Rahmenvereinbarung für IT- und Kommunikationssysteme erarbeiten. Das hat bei uns auch lange gedauert, aber nun ist die Leistungs- und Verhaltenskontrolle ausgeschlossen. Wenn der Arbeitgeber es machen will, muss er für genau die Software, mit der er dies machen möchte erst eine BV abschließen. Wie neue Software in den Katalog aufgenommen wird etc. ist genau beschrieben. Seit dem ist es viel ruhiger geworden. Selbst wenn bei einem Update mal was aufpoppt, sind wir sicher.

G
ganther

23.11.2021 um 10:01 Uhr

xyz68 ganz Deiner Meinung. Das ist eindeutig der beste Weg. Aber selbst wenn, dann kann man sich trotzdem noch schön streiten :D

D
DummerHund

23.11.2021 um 10:55 Uhr

Das man sich nach einer Rahmen BV auch noch schon streiten kann hatten wir auch erlebt. AG hatte um einem Werk Videokameras aufstellen lassen ohne BR. Kann er ja auch machen. Nur wurde er sich anschließend nicht eins mit dem dortigem BR. Nach 10 Jahren standen die Kameras noch so wie sie aufgestellt wurden....nur wurde der ON/OFF Knopf nie betätigt.

Ihre Antwort