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Unterschriftenliste gegen die BR Wahl

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TaraJambon
Nov 2016 bearbeitet

Wir hatten jetzt BR Wahlen. Drei Listen, 19 BR Mitglieder. Wir haben 49% der Stimmen bekommen, somit 9 Sitze. Liste 2 hat 6 Sitze mit 30% der Stimmen und Liste 3 4 Sitze mit 21%. Liste 3 hat bei dieser Wahl extrem verloren. Liste 2 hat 3 Sitze gewonnen. (durch Methoden die ich nicht näher beschreiben will). Wir sind unabhängig. Liste 2 ist die Gewerkschaftsliste. Was jetzt passiert: Da wir bei Liste 2 Mitglieder haben die seit Jahren NIX für den BR tun (also, die tun gar nix), haben wir bei den Verhandlungen gesagt, dass wir höchstens ne halbe Freistellung hergeben. Nach d´Hont haben wir in allen Ausschüssen und auch bei den Freistellungen die Mehrheit. Die Liste der Gewerkschaft hat nun durch Ausrichtung von einem Grillfest und durch Belästigung der Mitarbeiter 700 Stützunterschriften gesammelt und war der Meinung die Wahl zu gewinnen. Das ist aber nicht so eingetroffen. Die Wahl haben wir ganz eindeutig gewonnen. Jetzt wollen Sie mit den Verlierern koalieren um an den Vorsitz und die Freistellungen zu kommen. Habe nun mit einigen Mitarbeitern gesprochen, die Hochempört waren, da wir - als die eindeutig vom MA als stärkste Liste gewählt - ausgebootet werden. Weder Vorsitz, noch stellv. Vorsitz. Nicht im Personalausschuss noch im Betriebsauschuss soll unsere Dominanz beim Ergebnis der BR Wahl berücksichtigt werden. Da dies ja mit Mitarbeitervertretung/Interessenvertretung nix zu tun hat, war die Idee von einer Kollegin Unterschriften gegen diese Verschwörung gegen den Mitarbeiter zu sammeln. Wir haben jetzt gesagt, wir werden hierzu eine Veröffentlichung machen (Tenor: Geschäftsführung ohne Auftrag). Aber kann man uns einen Strick draus drehen, wenn wir eine solche Unterschriftenaktion ins Leben rufen? - Die Mitarbeiter fühlen sich schon verarscht. Davon mal abgesehen, dass ein solcher BR keinen guten Stand bei der Geschäftsführung haben kann.....

1.70809

Community-Antworten (9)

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Kölner

06.05.2010 um 00:49 Uhr

@Tarajambon Die Koalitionsfreiheit ist aus GG geschützt (Art 9). Also haben die anderen Listen doch noch Chancen. Ihr habt halt nicht die Mehrheit!

Hinsichtlich der Wahl des BRV und des stell. BRV haben diese dann auch die besseren Karten wenn sie sich zusammentun. Was die Freistellungen betrifft, so sind die fünf Freistellungen doch auch gut verteilt: Ihr (vielleicht!) nur 2 aber höchstens 3 und die anderen Listen jeweils (angesichts Eurer Situation) zwingend eine!

Die Unterschriftenaktion ist unsinnig und hilft nicht.

Achja: Die Sache mit dem Grillfest hörte sich gut an!

F
Forentroll

06.05.2010 um 09:23 Uhr

Ihr hattet ja die Chance mit den anderen zusammenzuarbeiten. Das habt ihr ja nicht gemacht. So kann sich das Blatt schnell ändern. Wie vor fünf Jahren mit der FDP. Viele Stimmen gewonnen und trotzdem nicht in der Regierung. Ihr habt vielleicht die meisten Stimmen bekommen jedoch nicht die Mehrheit. Denn die Mehrheit ist 50,1 % und nicht 49 %. Das ist Demokratie! Ihr habt die Verhandlungen verbockt.

Wo ist denn hier die Geschäftführung ohne Auftrag? Die hast du uns leider nicht geschrieben, warum das so ist.

Natürlich hat das konzequenzen mit der Unterschriftenaktion. Ihr macht euch lächerlich!

Warum sollte so ein BR keinen guten Stand bei der Geschäftsführung haben?

Was sind das auch für "fiese" Methoden" Grillfest und Wahlwerbung!

@Kölner: Zu meiner nächsten Wahlveranstaltung mit Grillfest lade ich dich herzlich ein!

K
Kölner

06.05.2010 um 09:30 Uhr

@Forentroll Wo immer das sein mag, warum auch immer Du mich einladen willst... ;-)

@Tarajambon Nur zum Verständnis: GoA ist ein rechtlich feststehender Begriff - ob ein BRM überhaupt in diese Verlegenheit käme oder dafür beklagt werden kann halte ich angesichts der Maßgaben des BetrVG sowieso für fraglich!

W
Widder

06.05.2010 um 11:38 Uhr

Tja das kommt davon, wenn man in der Sonne des Sieges die Schatten nicht sieht.

Da waren die "Verlierer" einfach cleverer als ihr. Wenn sie sich zusammentun, habt ihr ihr das Nachsehen. So ist das halt in der Demokratie, da entscheidet die Mehrheit.

Ihr könntet eurer GF keinen größeren Gefallen tun, als einen internen Krieg zu führen, bei dem es nur Verlierer, nämlich ihr und die Belegschaft, geben wird, Hört auf euch intern zu bekämpfen, sondern handelt zusammen zum Wohle der Belegschaft, so wie es euer Gesetzlicher Auftrg vorsieht. Setzt euch hin, und redet miteinander....

Solche internen Kämpfe bringen als Sieger nur die GF hervor...

T
tarajambon

06.05.2010 um 11:40 Uhr

Naja, natürlich darf das so gemacht werden. Wir haben ja auch ein Angebot zur Zusammenarbeit gemacht. Das wurde aber aufgrund der Tatsache, dass wir den Vorsitz nicht zur Verfügung gestellt haben, nicht angenommen. Natürlich haben wir nicht alleine die Mehrheit. Aber die eigentliche Idee des Betriebsrates ist doch, so viele Mitarbeiter zu vertreten wie möglich. Das hat die Gewerkschaftsliste abgelehnt - aus persönlichen Motiven der Listenführerin. Ich bin mir sehr sicher, dass das Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung hat. Und das Problem ist nicht, dass Wahlwerbung gemacht wurde, sondern dass Stützunterschriften mit Methoden von Drückerkolonnen gesammelt wurden (das zeigt schon das Verhältnis Sützunterschriften und tatsächliche Stimmen) und das in der Gewerkschaftszeitung die Betriebsweit verteilt wurde, von der jetzigen Anwärterin für den BR Vorsitz unter falschem Namen davor gewarnt wurde, uns zu wählen. Wahlwerbung ist gut und wichtig, ich finds halt nur problematisch wenn man sie so abläuft. Und das mit den Würstchen fand ich eher lächerlich und hat sicher mehr Geld (Gewerkschaftsbeiträge) gekostet, als das es Stimmen gebracht hat. Wenn ich in meiner Werbebroschüre schreibe, das das Mitarbeiterwohl im Vordergrund steht und dann aus persönlichen Interessen, diese "aufs Spiel setze", so ist das rechtlich sicherlich einwandfrei, moralisch jedoch sehr fragwürdig. Kollegen mit denen ich gesprochen habe, sagten zu mir, da brauch ich ja gar nicht mehr wählen. Wir möchte aber doch alle das Betriebsräte mit einer hohen Wahlbeteiligung gewählt werden, damit wir ein entsprechendes Standing bei der GF und den MA haben. Solche Aktionen führen aber dazu, dass der Wähler erkennt, dass sein Votum nicht wirklich zählt. Ich möchte auch nicht gleich jemanden verklagen. Die Frage ist, ob ich verklagt werden kann, wenn ich eine solche Liste ins Leben rufe? Diese Idee kam übrigens auch nicht von mir, sondern von Mitarbeitern, die gefragt haben, wie sie sich gegen eine solche Politik wehren können. Ich finde es sehr fragwürdig BR mit der Politik zu vergleichen. Wir alle sind doch angetreten um den Mitarbeiter zu vertreten. Und mit solchen Aktionen tun wir genau das, was wir den Politikern vorwerfen. Macht um jeden Preis.

W
Widder

06.05.2010 um 11:54 Uhr

Da hättet ihr auf den Vorsitz verichten sollen. Weniger ist später oft mehr....

Wenn einzelne Kollegen sagen, da hätten sie nicht Wählen brauchen, so ist das ihre Einstellung. Die Mehrheit, nämlich 51 % haben euch nicht gewählt... Was sagen denn diese Wähler..... Die Zahlen sprechen doch für sich, warum heulst du dann noch rum....

Macht zusammen mit den anderen eine gute BR-Arbeit, dann wird sich in 4 Jahren zeigen, was passiert.

F
Forentroll

06.05.2010 um 11:56 Uhr

@ Kölner Als dank für deine guten Ratschläge in der Stadt die es laut einer Verschwörung nicht gibt...

@ tarajambon Was willst bzw. kannst du mit der Unterschriftenaktion erreichen. Grundsätzlich nichts, außer du stärkst den Arbeitgeber. Außerdem zählt für den Arbeitgeber nicht wieviel Stimmen du bekommst sondern wie du ihm gegenüber auftrittst und verhandelst. Außerdem muß der BRV alle Arbeitnehmer im Betrieb vertreten. Nicht nur die organisierten. Hier muss er/sie auch diese unterstützen. Das wird von vielen vergessen. Hier müßt ihr ansetzen. Auch wenn es erst bei der nächsten Wahl für euch als Wahlwerbung publik gemacht werden kann.

Auch wenn du es fragwürdig findest mit dem Vergleich BR und Politik, aber sie sind mit einander total vergleichbar. Wenn bei der Wahl keine Fehler gemacht worden sind könnt ihr so gut wie gar nichts machen.

B
Bielefeld

06.05.2010 um 12:49 Uhr

Bielefeld! Wie ist er in eine Stadt gekommen die es nicht gibt?

P
Petrus

06.05.2010 um 14:17 Uhr

Bielefeld! Wie ist er in eine Stadt gekommen die es nicht gibt?

Ganz einfach: Er gehört zu IHNEN!

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