Tätigkeitsbericht von freigestellen BR-Mitgliedern - Anspruch des BR als Gremium?
Guten Tag, in unserem Gremium befinden sich 11 BR-Mitglieder, davon sind 4 Vollfreistellungen und zwei Teilfreistellungen. Gerne hätten einige BR-Mitglieder einen Tätigkeitsbericht von den voll- und teilfreigestellten BR-Mitgliedern um zu überwachen und zu kontrollieren. Nun wird uns der Tätigkeitsbericht von den freigestellten BR-Mitgliedern verwehrt.
Zu meiner Frage: Besteht ein Anspruch auf einen schriftlichen Tätigkeitsbericht von freigestellten BR-Mitgliedern?
Wenn ja, wo kann ich dieses nachlesen.
Danke für Ihre Hilfe und Bemühungen.
Community-Antworten (12)
01.10.2007 um 19:34 Uhr
@Andi Ne. Keinen Anspruch auf gar nichts! Noch eine Bemerkung: Das ist auch ganz gut so!
01.10.2007 um 19:44 Uhr
@Andi, ihr seid ein Gremium mit 11 Mitgliedern? Und habt 4 Vollfreistellungen und 2 Teilfreistellungen??? Wie habt ihr euren AG dazu gebracht, dass er damit einverstanden war???? Oder hast du dich ganz einfach verschrieben? Den Rest hat Kölner ganz richtig bemerkt!
01.10.2007 um 21:34 Uhr
Wie immer die gleiche Antwort für größenwahnsinnige Betriebsratsmitglieder. NEIN, ein Betriebsratsmitglied muss keinem anderen Betriebsratsmitglied, keinen Betriebsratsvorsitzenden oder dem Gremium Betriebsrat eine Auskunft über seine Betriebsratsarbeit geben. Das Mitglied kann SEINE Betriebsratsarbeit machen so wie er es persönlich möchte. Das gilt auch für den Fall, dass es anderen Betriebsratskollegen nicht passt. Gerade die Überwachung und Kontrolle von Betriebsratsmitgliedern ist vom Gesetzgeber nicht gewollt.
01.10.2007 um 22:13 Uhr
@ all
also ich vermute jetzt einfach mal, daß anstatt bei einem 11er Gremium 2 regulär freigestellte BRM deshalb 2 zusätzliche voll- + 2 teilfreigestellte BRM vorhanden sind, weil das Arbeitsaufkommen es erforderderte. Da diese zusätzlichen Freistellungen wahrscheinlich zeitlich begrenzt sind, finde ich Andis Frage durchaus berechtigt.
Und ich wüßte auch nicht, warum die freigestellten BRM's aus ihrer Tätigkeit ein Geheimnis machen sollten, schließlich geht es hier um Team- und nicht um Undercoverarbeit.
Die Frage stellt sich mir, was wird in den BR-Sitzungen gesprochen? Wird dort nicht besprochen, was die werten Kollegen die Woche über so tun?
Und wie wollen die werten Kollegen ihren Tätigkeitsbericht in den 1/4 jährlichen Betriebsversammlungen vortragen? Gar nicht, weil BR-Arbeit ja so geheim ist???
;-)
Nachtrag: Bemerkung von Heini: "... Gerade die Überwachung und Kontrolle von Betriebsratsmitgliedern ist vom Gesetzgeber nicht gewollt."
Heini, Du meinst damit aber doch sicherlich, das dieÜberwachung und Kontrolle DURCH DEN AG nicht gewollt ist, oder????
02.10.2007 um 00:33 Uhr
@andi um zu überwachen und zu kontrollieren, kommst du dir eigentlich nicht total bescheuert vor? Aber wer selbst nicht viel arbeitet unterstellt sowas natürlich gerne den Kollegen. Das ist ja wie bei der Stasi! Der einzige der diesen Bericht im Gremium haben möchte bist doch du.....hast du denn schon einmal etwas produktives im BR geleistet, außer den Kurier zu lesen? Wenn es um irgendwelche tätigkeiten außerhalb deiner regulären Arbeitszeit geht, bist du doch der erste der so schnell weg ist, dass man gerade noch die Staubwolke am Horizont erkennen kann. Oder spricht da der Neid eines "Nichtfreigestellten",wie wäre es denn mal damit, sich selber etwas aktiver in die BR Arbeit mit einzubinden als die Kollegen wie im Zwang kontrollieren zu wollen? Wenn du mal bei betrieblichen-Kollegen-Problemen so intensiv die Gesetzesbücher wälzen würdest und nicht nur bei denen, mit denen du vertrauensvoll zusammenarbeiten solltest, dieses Verhalten ist echt krank! Man kann sich im BR auch von den übrigen abkapseln ohne es zu merken! Kauf dir lieber ein Kissen, setz dich an dein Fenster...und schreib die Falschparker auf, damit nervst du wenigstens niemanden im BR!
02.10.2007 um 00:43 Uhr
@ Kollege
Dein Posting spricht nicht gerade für Dich. Dieses Posting zeugt von unermesslichem Frust deinerseits.
Sehr übel und sehr überflüssig!!!
02.10.2007 um 00:55 Uhr
Ahoi,"Andi", .... Danke für Ihre Hilfe und Bemühungen....du bist ein Mensch mit Stil ... was man von manch *Anderen *hier nicht behaupten kann. Auch ich bin der Meinung, Betriebsratsarbeit beinhaltet Kommunikation eines der wichtigsten Bestandteile unseres Lebens. Ein jeders BR Mitglied hat dem Gremium zu berichten. Sonst funktioniert BR Arbeit nicht, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht. Denn wir, die BR´s sind für Kollegen da, aber nicht für irgentwelche Pseudophsyschos wie kollege. .....die alte Stasi-Vergangenheit durch oder wie?....das ist wohl vollkommen daneben. Abartig!
02.10.2007 um 01:05 Uhr
@amazing Selbstverständlich bin ich gefrustet, weil ich mit diesem Kollegen zusammenarbeiten muß und ich denke damit spreche ich der Mehrheit unseres Gremiums aus der Seele. Wir versuchen nämlich für unsere Kollegen etwas zu erreichen und reissen uns den Arsch auf, während andere außer mit ner Zeitung auf einer Sitzung zu erscheinen noch nichts produktives geleistet haben, aber ganz heiß darauf sind von den übrigen einen Tätigkeitsbericht haben zu wollen! Wir reden auch auf den Sitzungen miteinander, jedes BR Mitglied weis bescheid woran gerade gearbeitet wird, wir sind ja schließlich kein Geheimrat, von daher ist also überhaupt nicht nachzuvollziehen warum da von dieser Seite so ein krasser Kontrollzwang herrscht. Und der ist wirklich schon zwanghaft und von niemandem im BR verständlich! Vielleicht waren einige Sachen nicht gerade nett, aber irgendwann platzt einem einfach mal der Kragen!
02.10.2007 um 01:32 Uhr
Schlichtungsversuch:
Andi, Du lässt die Zeitung weg und beteiligst Dich aktiv an der Arbeit und hörst aufmerksam zu was in den Sitzungen besprochen wird. Somit dürfte dann ein Tätigkeitsbericht (der übrigens auf der Betriebsversammlung für die Belegschaft vorzutragen ist) hinfällig sein. Wissensdurst kann durch aktive Mitarbeit und durch Besuche von Seminaren gestillt werden.
Kollege, gebt dem vielleicht etwas unerfahrenen BR-Kollegen mehr Arbeit, bezieht sie mehr ein. Dann sollten solche Differenzen der Vergangenheit angehören.
Hoffe, ihr zwei, bzw. euer Gremium bekommt das Problem in den Griff.
Und dem Gremium wünsche ich, das ihr für die Kollegen/innen das erreicht, was ihr euch vorgenommen habt.
02.10.2007 um 02:07 Uhr
@amazing Danke, aber die Zeitung hat er schon längst weggelegt und ich glaube auch das er aufmerksam zuhört aber dieser Tätigkeitsbericht ist anscheinend von einer anderen Natur. Wenn ich von Kollegen schon höre das er sogar nachprüfen will ob die Freigestellten auch wirklich in den (im Tätigkeitsbericht angegebenen) Filialen waren indem er dort anrufen möchte, frag ich mich was er für Probleme hat. Bei uns kann sich auch keiner beklagen das er zu wenig eingebunden wird, es wird immer gefragt wer welche arbeiten übernehmen könnte und das bezieht sich nicht nur auf die Freigestellten. Aber da kommt nichts! Und das finde ich wiederum sehr traurig, denn wozu bin ich denn im BR, sicher nicht um turnus-mäßig an den Sitzungen teilzunehmen und Kündigungsschutz zu haben. Zu guter Letzt, er hat schon eine Komplette Amtszeit als BR hinter sich, ist also eigentlich nicht unerfahren, umso schlimmer finde ich dann dieses Verhalten.
02.10.2007 um 10:28 Uhr
kollege stehe hinter dir und andi sollte entlich eine ordentliche arbeit abgeben und nicht aussagen treffen die nicht war sind .. erst gehirn einschalten und dann reden !!!!!!! gruß an alle andi werden wir ab heute mehr einbinden wenn er es will bin gespannt .
02.10.2007 um 13:18 Uhr
Eujoijoi da is aba eena in't Fettfass jefalln!!!
Diese Diskrepanzen sollten - zum Wohle aller- ganz schnell ausgeräumt werden. Dazu ist es für jedes einzelne BRM nötig das ein oder andere Seminar zu besuchen. Ausserdem ist das Zuhören und das Mitarbeiten gleichrangig.
Nur mal am Rande: es gibt da den § 23 BetrVG, da könnte auch der BR seinen Nutzen draus ziehen. Auch wenn dieser Weg kein leichter ist und sehr sehr gut überlegt sein will....
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