W.A.F. LogoSeminare

Seminarbesuch

S
sielberpfeil
Nov 2016 bearbeitet

Guten Morgen, unser Gremium (13) hat am 28.08. für das BR1 Seminarden Termin beschossen (17.09. bis 19.09). Jetzt will die GL das nicht alle geschlossen zur Schulung gehen, sonder gesplittert wird. Außerdem wären die Gebühren zu hoch. Müssen wir auf diese Forderung eingehen? da wir alle neu im Br sind haben wir keine Ahnung wie wir uns verhalten sollen. Der zweite Punkt ist das gewünscht wird den Zeitpunkt unserer BR-Sitzung zu verlegen. Von 9 auf 11Uhr. Kann mir jemand Hilfe geben? Gruß sielberpfeil

5.19106

Community-Antworten (6)

B
benzino

30.08.2007 um 09:41 Uhr

Hallo,

also erst einmal bleibt festzustellen, dass der Beschluss eine etwas kurze Frist hat.

Zu Eurem Wunsch da komplett auf der Matte stehen zu wollen, besagt das BetrVG unter § 37/6 folgendes "unter Berücksichtigung der betrieblichen Umstände und Notwendigkeit im BR um in naher Zukunft die anstehenden Aufgaben erledigen zu können..." Was noch wichtiger ist, so meine Meinung, ist der Fakt das wenn dem so wäre - für eine Woche kein BR Mitglied für die Belegschaft da ist! Auch hier spricht das BetrVG von folgendem "...sachgerechte Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Arbeitnehmer sind zu prüfen bei Eurer Überlegung gemeinsam solch ein Seminar zu besuchen..."

Letztendlich bleibt festzuhalten, dass Ihr das bestimmt durchziehen könntet. Allerdings ist es nicht sinnvoll. Macht doch einfach zwei Gruppen und zwei Termine daraus, alleine der Kollegen/innen wegen.

Zu den Gebühren gibts nicht viel anzumerken, da habt Ihr den "gewissen" Ermessensspielraum. Allerdings sollte/muss man auch als BR-Gremium verschiedene Anbieter,der Kosten wegen,überprüfen. Bei Eurer Gewerkschaft sind die Seminare oft günstiger und auch besser.

Zu Eurer BR Sitzung, hier seid Ihr völlig autonom! Ihr macht eine, nach Eurer Meinung sinnvolle Terminierung. Euer Arbeitgeber ist nicht beim Wunschkonzert, dass müsst Ihr gleich klarstellen! Es ist völlig normal bei Neuentstehung eines Betriebsrats, dass der Arbeitgeber das "Muskelspielchen" versucht. Gleich sachlich dagegen halten und darauf aufmerksam machen, dass Ihr eine engagierte Arbeitnehmervertretung seid, welche auf gleicher Augenhöhe mit dem Arbeitgeber steht.

Hoffe etwas geholfen zu haben

Gruß BO

R
rolfo2

30.08.2007 um 09:49 Uhr

@ benzino

" Bei Eurer Gewerkschaft sind die Seminare oft günstiger und auch besser. "

Also diese Behauptung würde ich nicht aufrechterhalten

W
Waschbär

30.08.2007 um 10:04 Uhr

@ll,

a. beschluss zeit zu kurz , mhh AG hat 2 Wochen Zeit zum Einspruch wie ihr sagen würdet.

b. Seminare der GEW billiger .... glaube ich auch nicht mehr .

c. der Ag möchte nicht das der Gesammte BR zum semi geht , Lustig da macht der AG ja etwas Positives für den BR !

RH
Robin H

30.08.2007 um 11:25 Uhr

benzino, was Du aus dem § 37 (6) BetrVG zitierst, kann ich dort nirgends lesen. Das könnte allenfalls Kommentarmeinung sein, und dann ist es hier üblich und für den Fragenden hilfreich, wenn Du den entsprechenden Kommentar und die zugehörige Randnummer angibst.

3 Wochen Ankündigungsfrist halte ich im Übrigen bei Dringlichkeit für ausreichend.

Wenn der AG mit der Berücksichtigung der "betrieblichen Notwendigkeiten" nicht einverstqanden ist, und ihr euren Beschluss nicht ändern wollt, dann kann er die Einigungsstelle anrufen. Er ist also ggf. im Zugzwang. Wenn ihr gegen seinen Willen alle gemeinsam geht, dann müßt ihr euch darüber im Klaren sein, dass er euch anschließend mit der Kostenerstattung ärgern kann.

Wie ihr euch verhalten solltet hängt letztlich von der generellen Stimmung zwischen BR und GL ab, und von eurer Konfliktbereitschaft.

Bei der Höhe der Kosten kann er euch kaum an den Karren fahren.

Was die gewerkschaftlichen Seminare anbelangt, so kann ich rolfo2 nur zustimmen. "günstiger" mag vielleicht sein, aber "besser"??? Ich habe so meine Zweifel an der Qualifikation einiger Hobbyrechtskundler die als Referenten zu derartigen Grundlagenseminaren entsandt werden.

R
rolfo2

30.08.2007 um 11:31 Uhr

Bravo Robin,

" Was die gewerkschaftlichen Seminare anbelangt, so kann ich rolfo2 nur zustimmen. "günstiger" mag vielleicht sein, aber "besser"??? Ich habe so meine Zweifel an der Qualifikation einiger Hobbyrechtskundler die als Referenten zu derartigen Grundlagenseminaren entsandt werden "

Wir haben dies kürzlich getestet, Seminar BR 1

  1. bei Gewerkschaft
  2. privater Anbieter ( will keine Werbung machen )

Kosten bei 2 geringfügig höher.

Gewerkschaftsideologie bei 1 höher

Fachwissen nach internem Test, bei 2 bedeutend besser

ich denke das reicht.

S
sielberpfeil

30.08.2007 um 15:31 Uhr

Hallo, erstmal vielen Dank für die Antworten. Zur Erklärung der knapp 3 Wochen von Beschlussfassung zum Seminartermin: Wir hatten einen 5 Tage Termin (Hotel, selber Termin und 1 Woche später) für 2 Gruppen, der GL machte den Vorschlag alle ein 3Tage Seminar im Haus. Hierfür haben wir auch über Verdi so kurzfristig einen Referenten bekommen. Für die Kollegen springen die normalen Urlaubsvertretungen ein. Zum Punkt "kein BR-Mitglied für die Belegschaft da" wir haben sowieso noch kein Büro. Die Kollegen melden sich bis jetzt auf unseren Privatanschlüssen.

Ihre Antwort