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Dieser Beitrag ist vor 19 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Heute gelten bei uns zwei Tarifverträge. AG möchte jetzt einen Haustarifvertrag. Was tun?

BH
BR Horst
Jan 2018 bearbeitet

Hallo Kollegen/innen Ich habe wieder eine Frage. In unserem Betrieb gelten z.Z. "2 Tarife" (Gebäudereiniger+HoGa). Unser AG möchte für unsere AN einen "Haustarif" Basteln. Für diesen "Haustarif" möchte er den "BR" mit in das Boot nehmen. Er wollte bevor er sich mit einer "Gewerkschaft" zusammen setzt (um zu verhandeln), erst mit dem "BR" (in einem Arbeitskreis) einen "Entwurf" Basteln. Ich als "BRV" hatte sowohl dem "AG" sowie den "BRM" erklärt, das "Tarife" allein Sache des "AG" und der "GW" ist. Aber "AG" sowie der grössere Teil des "BR" (SEHR SEHR AG nah) waren anderer Meinung. So: Jetzt steht der Entwurf (Haustarif). Dieser "Entwurf für einen Haustarif" ist sowas von "SCH...." für die "AN" und so "Gut" für den "AG", das ich nicht weis ob ich mich "Argern" oder "Lachen" soll, das es BR`s" gibt die sich nicht im klaren darüber sind das sie als "AN Vertreter" gewählt wurden und nicht als "AG Vertretung". Auf jeden Fall ,verlangt der "AG" von mir als "BRV" das ich jetzt innerhalb von "2 Tagen" eine "außerordentliche BR Sitzung" ein Berufe, das der "BR" diesem "Entwurf" Zustimmt und mit unterschreibt. Ich bin der Meinung das ich zu dieser "BR Sitzung" GANZ NORMAL Einladen müsste.

  1. das alle "BRM" ausreichend Zeit haben um sich Vorzuberreiten
  2. diesen Entwurf allen "BRM" mit der Einladung zukommen lasse,so das sie sich eventl. auch von der "GW" beraten lassen können
  3. diese "BR Sitzung" würde dann allerdings frühestens "Mitte nächster Woche" stattfinden

Aber der der "AG" möchte nicht das dieser "Entwurf" an alle "BRM" geschickt wird.Seiner Meinung nach würde es ausreichen wenn die "BRM" diesen in der "BR Sitzung" sehen um sich dazu zu Entscheiden diesen zu Unterstützen. Klingt für mich Merkwürdig. Da unser "AG" normalerweise bei jeder "BR Sitzung" die wir haben einen "Herzinfakt" wegen der "Kosten für eine BR Sitzung" bekommt.

Meine Frage ist also: Muss ich dem Verlangen des "AG" für eine "außerordentliche" (2 Tagen) nachkommen? Oder ist es korekt wenn ich sage das alle "BRM" diesen "Entwurf" erst einmal vorab mit der Einladung bekommen müssen? Denn immerhin sind es die "AN" die später evtl. den "BR" Steinigen.ODER?

Danke im vorraus

BR Horst
4.06304

Community-Antworten (4)

K
Kölner

15.06.2006 um 19:41 Uhr

@BR Horst Da Ihr doch sowieso keine Tarifvertragspartei seid.... Und der AG kann einem BRV nicht verbieten seine Kollegen zu informieren - lasse Dich nicht zum Handlanger Deines Chefs machen.

H
Hirnixxl

15.06.2006 um 20:09 Uhr

Der Antrag auf Einberufung einer BRSitzung muss den Gegenstand angeben, dessen Beratung in der Sitzung verlangt wird. Der Beratungsgegenstand muss zum Aufgabenbereich des BR gehören (Dietz-Richardi; GK-Wiese; Kammann-Hess-Schlochauer.

Der BR ist keine Tarifpartei. Deshalb dürfte m. E. keine außerordentliche BRSitzung einberufen werden.

F
Fayence

15.06.2006 um 23:14 Uhr

BR Horst, ich würde die BR-Sitzung einberufen, allerdings möglichst unter Beteiligung der Gewerkschaft, siehe § 29 Abs. 3 und § 31.

C
CaRo

16.06.2006 um 14:22 Uhr

Hallo Horst,

was ist der Tarif HoGa???

Deine Fragen sind ja schon beantwortet worden, deshalb möchte ich dazu nichts mehr schreiben.

Dieser "abgenickte" Entwurf ist vom Prinzip für die Tonne. Denn die Gewerkschaften werden keine Abschlüsse tätigen, die die Mitarbeiter schlechter stellen, als es die Tarifverträge vorsehen (zumindest ist die IG BAU in diesen Angelegenheiten knallhart). Allerdings könntet Ihr in Eurer nächsten Sitzung beschließen, wer Mitglied der Tarifkommission wird. Somit hättest Du eine Chance bei der Ausarbeitung des Haustarifvertrages aktiv mitzuwirken und auch Einfluß zu nehmen. Es ist sogar sehr wichtig, dass Du mit dabei bist, denn als Arbeitnehmer und/oder Betriebsrat weißt Du am besten, welche Bereiche besser geregelt werden müssen. Wenn Eure "linientreue" BR's kein Interesse daran haben sollten, dann wende Dich direkt an die Gewerkschaft. Die Gewerkschaft soll Dich dann als Tarifkommissions-Mitglied vorschlagen und bestimmen. Glaube mir, die Gewerkschaft wird Dich mit Kußhand aufnehmen. Und schon hast Du zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: gegen den Arbeitgeber und gegen den AG-lastigen Betriebsrat. Jetzt hast Du eine richtig gute Chance für Deine Mitarbeiter etwas zu bewirken.

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